Allgemeine Berichte | 27.11.2013

Ehrungen und Informationen standen im Mittelpunkt beim Kreisimkertag

Bienen sind sehr wichtig für das Ökosystem

Landrat Jürgen Pföhler (2.v.r.) und Kreisveterinär Dr.Bernd Schmitt konnten den Sachverständigen (v.l.) Friedhelm Brune, Heinz Stollenwerk, Maekus Schmitz und Alois Hoffmann die Dankurkunden überreichen. SES

Dümpelfeld. „Die Menschheit würden wir nicht satt bekommen, wenn die Honigbiene ausstirbt“, zitierte der Landrat den Forscher Jürgen Tautz von der Universität Würzburg vor wenigen Monaten über das Bienensterben. Weiter führte er aus, dass die Bienen sehr wichtig für das Ökosystem sind. Trotzdem es den Bienen in Europa schlecht geht, durch Klimawechsel, Parasiten wie die Varroa Milbe und anderen Krankheiten, starben in den letzten Jahren in Europa 20 Prozent der Völker, in Deutschland sogar 30 Prozent, ist es erfreulich, dass die Imkerei in Deutschland wieder verstärkt betrieben wird, fasste der Landrat die momentane Situation der Imker zusammen. Pföhler gab bekannt, dass dem Imkerverband Rheinland, dem auch der Kreisverband Ahrweiler angeschlossen ist, über 6.700 Imkerinnen und Imker mit 41500 Bienenvölkern angehören. Im Kreisverband Ahrweiler sind die Ortsvereine Unterahr, Goldene Meile, Brohltal, Oberes Brohltal, Dümpelfeld-Ahr, Wershofen und Adenau mit rund 160 Mitgliedern vertreten. Darüber hinaus ist der Verein ehrenamtlich bei der Kreisverwaltung im Bereich Hornissenschutz tätig, und einige Mitglieder sind von der Kreisverwaltung zu ehrenamtlichen Bienenseuchensachverständigen ernannt worden.

Kampf gegen Seuchen

Bei einem Seuchenausbruch unterstützen Kreisvorsitzender Alois Hoffmann (Kreuzberg), Friedhelm Brune (Sinzig-Bad Bodendorf), Horst Engelstädter (Sinzig-Löhndorf), Heinz Stollenwerk (Insul) und Markus Schmitz (Hümmel) die Imker bei der Bekämpfung. So hat Alois Hoffmann im letzten Jahr in Spessart eine ausgebrochene Faulbrut erfolgreich bekämpft und eine Verschleppung innerhalb des Sperrbezirks verhindert. Für diese ehrenamtlichen Tätigkeiten, die teilweise über einen Zeitraum von 20 Jahren und mehr geleistet wurden, überreichte der Landrat Ehrenurkunden und sprach ihnen Dank und Anerkennung aus. „Die Arbeit der Ehrenamtlichen Seuchensachverständigen wäre hauptamtlich gar nicht machbar, deshalb auch von mir ein Dankeschön“, sagte Kreisveterinär Dr. Bernd Schmitt zu den Geehrten. Die anwesenden Imker informierte Schmitt, dass bei Seuchenausbrüchen die Bekämpfung von der Tierseuchenkasse übernommen wird, und die anschließende Sanierung unterstützt wird.

Auch werden zwei Seuchenproben im Jahr, die im Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen analysiert werden, von der Seuchenkasse übernommen.

Medaillen und Urkunden überreicht

Hatte der Landrat die Bienensachverständigen geehrt, bekamen jetzt aus der Hand von Vorsitzenden Alois Hoffmann langjährige Mitglieder der Ortsvereine Medaillen und Urkunden überreicht.

Bronze für 15 Jahre Mitglied im Imkerverein Goldene-Meile für Martin Wohlleben, Silber für 25 Jahre erhielten vom IV Adenau Hermann Berens, Anton Nisius und Herbert Pauly und Adolf Langen vom IV Unterahr. Zum Abschluss informierte Andreas Reichart Lehrbeauftragte des Landesimkerverbandes in einem interessanten Vortrag über die Königinnenvermehrung in kleinen Imkereien

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Vorsitzender Alois Hoffmann (r.) ehrte für langjährige Mitgliedschaft in den Ortsvereinen (v.l.): Hermann Berens (25 Jahre), Herbert Pauly (25 Jahre) und Martin Wohlleben (15 Jahre).

Vorsitzender Alois Hoffmann (r.) ehrte für langjährige Mitgliedschaft in den Ortsvereinen (v.l.): Hermann Berens (25 Jahre), Herbert Pauly (25 Jahre) und Martin Wohlleben (15 Jahre).

Landrat Jürgen Pföhler (2.v.r.) und Kreisveterinär Dr.Bernd Schmitt konnten den Sachverständigen (v.l.) Friedhelm Brune, Heinz Stollenwerk, Maekus Schmitz und Alois Hoffmann die Dankurkunden überreichen. Fotos: SES

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