Allgemeine Berichte | 11.01.2013

Bekämpfung der Einbruchskriminalität

Bonner Polizei nahm drei Männer fest

Region. Intensiv beteiligte sich die Bonner Polizei am Donnerstag

(10.01.2013) im Rahmen der Kampagne „Riegel vor! Sicher ist

sicherer.“ an dem gemeinsamen Schwerpunkteinsatz von 13

Kreispolizeibehörden im Rheinland.

Bei dem groß angelegten Einsatz zur Bekämpfung des

Wohnungseinbruchs nahm die Bonner Polizei sowohl ortsansässige als

auch überregionale Täter ins Visier:

Beamte der Einsatzhundertschaft und des Verkehrsdienstes richteten

vom Mittag bis in die späten Abendstunden elf Kontrollstellen ein und

nahmen dabei insbesondere die Hauptzufahrtstraßen in den Gemeinden

des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises, im Bonner Stadtgebiet von

Mehlem bis Buschdorf, sowie in Bad Honnef und Königswinter ins

Visier.

Zeitgleich waren Beamte der beiden Polizeiinspektionen,

Zivilfahnder und Einbruchsermittler der Kriminalpolizei und

Diensthundführer flächendeckend in den Wohngebieten unterwegs und

warfen ihr Netz nach potentiellen Einbrechern aus. Zielgerichtet

kontrollierten sie dort Fahrzeuge und Personen und überprüften dabei

auch bekannte Treffpunkte und Spielhallen.

„Wir haben unsere Kontrollaktivitäten sowohl auf reisende als auch

auf ortsansässige Einbrecher ausgerichtet. Wir wollen wissen, wer in

unsere Wohngebiete hinein fährt und wer dort zu den tatrelevanten

Zeiten unterwegs ist. Mit unseren Maßnahmen verfolgen wir mehrere

Ziele: Wir wollen Täter fassen und wichtige Erkenntnisse für unsere

Ermittlungen gewinnen. Wir wollen mit den Kontrollen aber auch

potentielle Täter abschrecken, indem wir ein deutliches Signal setzen

und zeigen, wie hoch das Entdeckungsrisiko ist“, erläuterte

Kriminalrat Dirk Schuster, der den Einsatz der Bonner Polizei

leitete.

Bei ihrem mehrstündigen Einsatz kontrollierten die

Polizeibeamtinnen und -beamten insgesamt 682 Personen und überprüften

514 Fahrzeuge.

Für drei Männer endeten die Kontrollen mit einer vorläufigen

Festnahme:

Gegen 14:30 Uhr hielten Beamte der Einsatzhundertschaft bei ihren

Kontrollen auf der Landstraße in Höhe der Autobahnanschlussstelle in

Swisttal-Miel einen 26-Jährigen an, nach dem per Haftbefehl gesucht

wurde. Wegen Betruges hatte er noch eine dreimonatige Freiheitsstrafe

zu verbüßen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Nur rund eine Viertelstunde später hielten Beamte einer

Einsatzhundertschaft in Königswinter, auf der Landstraße 331, in Höhe

der Autobahn A 3, einen 49-jährigen Autofahrer an, der in seinem Auto

eine große Menge Werkzeug transportierte. Bei einer genaueren

Überprüfung fanden die Polizisten darunter auch einen hochwertigen

Bohrhammer auf, der im polizeilichen Fahndungssystem als gestohlen

einlag. Daraufhin nahmen die Beamten den Fahrer vorläufig fest und

stellten das Werkzeug sicher.

In den Abendstunden nahmen Einbruchsermittler des

Kriminalkommissariates 34 einen 41-jährigen Mann fest und

durchsuchten seine Wohnung. Ihm wird nach dem derzeitigen Sachstand

die Beteiligung an einem Wohnungseinbruch vorgeworfen. Hierzu dauern

die Ermittlungen noch an.

Die Bonner Polizei hatte ihre Kontrollmaßnahmen an den

Hauptzufahrtstraßen neben den am Einsatz beteiligten Polizeibehörden

im NRW-Rheinland auch sehr eng mit dem benachbarten Polizeipräsidium

Koblenz abgestimmt, welches zeitgleich ebenfalls einen umfangreichen

Kontrolleinsatz zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität führte. „Der

enge Schulterschluss mit der Polizei im nördlichen Rheinland-Pfalz

und mit unseren weiteren Nachbarbehörden ist uns sehr wichtig. Wir

wollen uns den Einbrechern gemeinsam entgegenstellen,

Tatzusammenhänge schnell erkennen und Täter nicht verdrängen sondern

fassen“, erklärte Kriminalrat Dirk Schuster.

Bei den Kontrollen stoppten die Beamten auch einen 30-jährigen

Autofahrer, bei dem sich Anhaltspunkte dafür ergaben, dass er unter

Drogeneinfluss unterwegs war. Die Folgen für ihn: Blutprobenentnahme,

Führerscheinsicherstellung und ein Strafverfahren. Zudem stellten die

Beamten 19 Verkehrsordnungswidrigkeiten fest, die eine

Ordnungswidrigkeitenanzeige oder ein Verwarngeld nach sich zogen.

Die Bonner Polizei nutzte den Schwerpunkteinsatz am Donnerstag

auch, um noch mehr Bürgerinnen und Bürger im Zuständigkeitsbereich

für das Thema Einbruchschutz sensibilisieren. Daher waren die

Einbruchschutzberater des Kommissariats Kriminalprävention mit dem

PolizeiMobil an zentralen Stellen in Bonn-Bad Godesberg und

Bonn-Beuel vor Ort und rund 80 Bürgerinnen und Bürger anhand von

Anschauungsobjekten zur richtigen Sicherung von Fenstern und Türen.

In besonders belasteten Wohngebieten suchten Beamte des Bezirks-

und Schwerpunktdienstes das Gespräch mit mehr als 350 Anwohner und

Passanten, informierten über sinnvollen Einbruchschutz und das

richtige Verhalten bei verdächtigen Wahrnehmungen. Mit mehr als 1200

Flyern zur Kampagne „Riegel vor!“, die sie in die Hausbriefkästen und

in Kiosken und Geschäften verteilten, erreichten sie auch die

Anwohner, die nicht direkt zuhause angetroffen werden konnten.

Hierzu erläuterte Kriminalrat Schuster: „Es war uns wichtig, bei

unserem Schwerpunkteinsatz auch umfangreiche Präventionsarbeit zu

leisten. Viele unserer Festnahmen in den vergangenen Wochen und

Monaten belegen, wie wichtig gute Zeugenhinweise und der schnelle

Notruf bei verdächtigen Wahrnehmungen sind. Wir sind sehr daran

interessiert, dass die Bürgerinnen und Bürger bei verdächtigen

Wahrnehmungen die 110 wählen, damit wir Verdächtige noch in

Tatortnähe festnehmen können.“

Pressemitteilung Polizei Bonn

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