Das neue Rathaus wurde mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt
Der Gedanke des umfassenden Bürgerservice wurde verwirklicht
Adenau. Nach einer zweijährigen Renovierungszeit sind die Arbeiten und der Umzug des Rathauses der Verbandsgemeinde Adenau abgeschlossen und das wurde am Sonntag für die Bürger mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Wer etwas im Rathaus zu erledigen hat, dem stehen gleich drei Gebäude zur Verfügung, und damit sich der Bürger zukünftig nicht verläuft, hatte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Hermann-Josef Romes mit seinen Beigeordneten und den Mitarbeitern der Verwaltung zum Tag der offenen Tür eingeladen.
Verschiedene Aktionen
Bereits am Morgen hatte das Rathaus geöffnet und den ganzen Tag über mit den verschiedensten Aktionen durch die Gebäude und Zimmer geführt, hier standen wirklich alle Zimmer offen und beim Rathaus-Quiz war sogar der direkte Kontakt zu den Mitarbeitern gewünscht denn sonst gab es keine Auskunft auf die gestellten Fragen. Am Nachmittag hatte sich dann auch reichlich Besuch im Foyer des Gebäudes des ehemaligen Amtsgerichts angesagt und da konnte Bürgermeister Romes die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil den Landtagsabgeordneten Horts Gies und Landrat Dr. Jürgen Pföhler ebenso begrüßen wie die Kollegen der Nachbarverbandsgemeinden, Mitglieder des Kreistages und Verbandsgemeinderates, Ortsbürgermeister, die Pfarrer Dr. Rainer Justen und Holger Banse, Leiterinnen und Leiter der Behörden, Kindergärten und Schulen sowie der Kreissparkasse und Volksbank, aber auch den zukünftigen Bürgermeister Guido Nisius und nicht zuletzt die Mitarbeiter der Verwaltung mit der Personalratsvorsitzenden Petra Schüssler.
Bürgermeister Romes hielt einen kurzen Rückblick und erinnerte sich an seine Zeit von 1965 als Lehrling bei der damaligen Amtsverwaltung Adenau, als noch gerade einmal 23 Mitarbeiter das ganze Amt ausmachten. Heute sind es 64 Mitarbeiter, die in kommunaler Selbstverwaltung die Geschäftsführung für die 37 verbandsangehörigen Gemeinden tätigen - plus einiger Zweckverbände sowie der Geschäftsführung für die Sozialstation Adenau-Altenahr und den Zweckverband Gewerbepark am Nürburgring, so Romes.
„Ohne Moos nix los“
Getreu dem Motto „Ohne Moos nix los“ hat auch der Ankauf des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes, die Herrichtung einer neuen Tourist-Info, der Einbau einer Aufzugsanlage zur barrierefreien Nutzung des Rathauses, der Bau eines Mitarbeiterparkplatzes sowie die Sanierung aller Umbauten inklusive der energetischen Sanierung zur Kostendämpfung und Gebäudesubstanzerhaltung Geld gekostet und in der Summe rund 2.642.000 Euro ausgemacht. Allerdings sind hier auch verschiedene Förderprogramme geflossen sodass die Verbandsgemeinde einen Eigenanteil von 1.844.000 Euro zu stemmen hatte, so der Bürgermeister. Falls die Fenstersanierung noch zum Tragen kommt, müssen allerdings noch einmal weitere 250.000 Euro verausgabt werden. Zu dem Eigenanteil stellte der Bürgermeister fest, dass sich das Rathaus durch die Ersparnis früher gezahlter Mieten sowie durch die jetzt selbst erzielbaren jährlichen Mieterträge wirtschaftlich weitestgehend selbst und für den Steuerzahler somit fast aufwandsneutral mit rund 94 Prozent trägt, da hier im alten Amtsgerichtsgebäude die früheren Mietverhältnisse erhalten wurden.
Abschließend dankte Bürgermeister Romes dem Architekturbüro, allen beteiligten Firmen und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hoch engagiertes Mitdenken, Anpacken und schweißtreibendes Schleppen von Akten und Inventar und Paul Klein galt der Dank für die wertvolle Hilfestellung bei der Auswahl von Gemälden des Adenauer Künstlers Kurt Glatzel im Rahmen der „Kunst am Bau“, die jetzt für alle sichtbar und somit unvergänglich das Rathaus schmücken. Landrat Dr. Jürgen Pföhler nannte es „einen besonderen Tag für die Verbandsgemeinde Adenau, ab jetzt in einem historischen Gebäude Dienstleistungseinrichtung für die Bürgerinnen und Bürger zu sein.“ Zu diesem gelungenen Werk gratulierte Landrat Pföhler dem Verbandsgemeinderat und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und überreichte zum Andenken das Glaswappen des Landkreises an Bürgermeister Romes. Mit dem Tag der offenen Tür lobte Landrat Pföhler die Möglichkeit für die Bürger, einmal hinter die Kulissen zu schauen und das hatten einige Hundert den ganzen Tag über gerne getan. Auch die Kreisverwaltung präsentierte mit Dr. Mölle das Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel, „für das andere Regionen uns beneiden“, so der Landrat.
Umfassender Bürgerservice
Mit dem neuen Rathaus wurde der Gedanke des umfassenden Bürgerservice verwirklicht, da neben dem Rathaus mit seinen Abteilungen mehrere wichtige Dienstleistungsstellen in diesem Haus untergebracht sind, stellte Landrat Pföhler fest. Dazu zählt neben der Tourist-Info, das Jugendbüro, das Büro des Dekanates für Jugendarbeit und die Sozialstation auch mit der Außenstelle der Kfz-Zulassung seit nun schon 13 Jahren eine Kreisbehörde dazu. Nur wenige Meter entfernt wurde vor einigen Monaten das Teilhabezentrum Adenau als wichtige Koordinations- und Anlaufstelle für behinderte und pflegebedürftige Menschen eröffnet. So ist mit dem Umbau und der Sanierung ein wichtiges Zentrum für die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Adenau entstanden, das mit dem ökumenischen Gedanken durch die Pfarrer Dr. Rainer Justen und Holger Banse eingesegnet wurde und dazu gab es als gemeinsames Geschenk der katholischen und evangelischen Kirche ein Kreuz mit dem Symbol des „Sämanns“, das alle bei ihrer Arbeit- und auf dem Weg im Rathaus beschützen möge.
„Fair Trade Kaffee“
Zu den ganztägigen Programmpunkten zählte am Nachmittag auch das Kaffeetrinken mit dem Bürgermeister. Es handelte sich nicht um irgendeinen Kaffee, sondern um „Fair Trade Kaffee“, und das passt ganz genau zum Millenniumsabkommen der Verbandsgemeinde und dem Leitspruch „Wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte tun, kann das Antlitz der Erde verändert werden“. So hatte Bürgermeister Romes auch noch eine kleine Überraschung parat, als er einen kleinen Präsentkorb mit fair gehandelten Produkten präsentierte, die zukünftig die Weinpräsente bei Jubiläen und Geschenken ersetzen sollen. Da in einigen Monaten die Amtszeit von Bürgermeister Romes ausläuft, hatte er bereits seinen Nachfolger Guido Nisius eingeweiht, der versprach, diese sinnvolle Art der Präsente zu übernehmen und auch künftig nur noch „Fair Trade Kaffee“ im Rathaus auszuschütten.
Überreichung des Glaswappens des Landkreises Ahrweiler.
Die Einsegnung des neuen Rathauses.
