Allgemeine Berichte | 03.09.2014

Ausstellung „Von der Eifel in die neue Welt“ in der Volksbank Adenau

Der Traum von Amerika

Bis zum 30. September ist die Auswanderungswelle in die neue Welt erlebbar

Briefkontakte in die Heimat regen zur Diskussion an.

Adenau. In den Räumen der Volksbank RheinAhrEifel in Adenau können die Besucher auf Spurensuche gehen und vielleicht entdecken sie ja Vorfahren und Verwandte, die sich in den Jahren zwischen 1820 und 1920 aus der kargen Eifel auf den Weg gemacht hatten, in eine neue Welt, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auf nach Amerika. Unter dem Titel „Von der Eifel in die neue Welt“ haben die Mitglieder des Vereins für Heimatpflege mit ihrem Vorsitzenden Bernd Schiffarth eine imposante und ausdrucksstarke Ausstellung zusammengestellt, die kürzlich unter großer Beteiligung in den Räumen der Adenauer Volksbank eröffnet wurde. Unter den Gästen konnte der Filialleiter Alex Frings, Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann, die Beigeordneten Jürgen de Temple und Peter Nett sowie von der Bank das Vorstandsmitglied Sascha Monschauer und den Regionalmarktdirektor Herbert Thelen begrüßen.

Vom Verein für Heimatpflege war es der Vorsitzende Bernd Schiffarth sowie die Mitglieder Manfred Korden, Josef Thelen, Wolfgang Pantenburg, Werner Jüngling und Richard Hammes, bei denen sich Alex Frings für den Aufbau der Ausstellung erkenntlich zeigte. Lob gab es aber von Alex Frings auch an all die Kolleginnen und Kollegen, ohne deren Unterstützung solch ein Abend nicht möglich wäre. Die Ausstellung, die noch bis zum 30. September während der Öffnungszeiten der Bank besucht werden kann, zeigt in Wort und Bild die Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert, bei der auch Hunderte Menschen aus dem damaligen Landkreis Adenau ausgewandert sind. Mit historischen Dokumenten, Briefen von Auswanderern an ihre lieben Verwandten in der Eifel und Namenslisten aus den Orten können viele Besucher auf Spurensuche gehen, um Bekannte oder Verwandte auszumachen und vielleicht gibt es ja auch noch den berühmten Erbonkel in Amerika.

Der Sommer 1842 ließ viele Auswanderer aus dem Kreis Adenau aufbrechen in ein vermeintlich besseres Leben, um dem kargen Dasein in der Eifel zu entfliehen. Hier machten das raue Klima und die unfruchtbaren Böden den Menschen zu schaffen und durch die Erbteilung wurde das Land für jeden Einzelnen auch immer kleiner. So begann eine beschwerliche Fahrt auf Übersee zunächst mit dem Segelschiff über fast acht Wochen bis später mit der Dampfschifffahrt, etwas bequemer und schneller. All das wird in der Ausstellung eindrucksvoll wiedergegeben und mit dem Film „Aufbruch in die Fremde“ aus Bremen unterstützt, wofür der Vorsitzende sich bei der Edition Temmen aus Bremen erkenntlich zeigte.

Bernd Schiffarth lobte aber auch seinen Vorgänger und Ideengeber dieser Ausstellung Hermann Lehmann und die Volksbank für die Bereitstellung der Räumlhichkeiten.

Wer also auf Spurensuche gehen will, sollte dies noch bis zum 30. September tun, es lohnt sich und davon konnten sich auch bereits zahlreiche Besucher beim Heimatfest überzeugen.

Briefkontakte in die Heimat regen zur Diskussion an.

Briefkontakte in die Heimat regen zur Diskussion an.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Dachdecker (m/w/d)
Industriemechaniker
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Aktionstage 5.-7. Mai
10 Jahre NoWi
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
117

Rhein-Lahn-Kreis. Kurz vor dem langen Maiwochenende warnt der Brand- und Katastrophenschutz des Rhein-Lahn-Kreises eindringlich vor der gesteigerten Gefahr von Vegetations- und Waldbränden. Die aktuelle Witterung, geprägt von Wind und anhaltender Trockenheit, hat dazu geführt, dass das alte Laub vom Vorjahr sowie der Boden in Wäldern und auf Wiesen besonders trocken und entzündlich sind.

Weiterlesen

Symbolbild.
171

Waldorf. Ab Montag, 4. Mai, bis voraussichtlich Samstag, 19. Dezember 2026, muss die L 87 zwischen Waldorf und Königsfeld voll gesperrt werden. Grund hier ist ein Brückenneubau. Die Umleitung wird vor Ort entsprechend ausgeschildert und erfolgt über Schloss Ahrenthal sowie über die L 86 und L 82.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
33

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Dauerauftrag 2026
Minijob
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre Nowi
Gebrauchtwagenanzeige
Stellenanzeige Servicekräfte