Ausstellung „Von der Eifel in die neue Welt“ in der Volksbank Adenau
Der Traum von Amerika
Bis zum 30. September ist die Auswanderungswelle in die neue Welt erlebbar
Adenau. In den Räumen der Volksbank RheinAhrEifel in Adenau können die Besucher auf Spurensuche gehen und vielleicht entdecken sie ja Vorfahren und Verwandte, die sich in den Jahren zwischen 1820 und 1920 aus der kargen Eifel auf den Weg gemacht hatten, in eine neue Welt, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auf nach Amerika. Unter dem Titel „Von der Eifel in die neue Welt“ haben die Mitglieder des Vereins für Heimatpflege mit ihrem Vorsitzenden Bernd Schiffarth eine imposante und ausdrucksstarke Ausstellung zusammengestellt, die kürzlich unter großer Beteiligung in den Räumen der Adenauer Volksbank eröffnet wurde. Unter den Gästen konnte der Filialleiter Alex Frings, Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann, die Beigeordneten Jürgen de Temple und Peter Nett sowie von der Bank das Vorstandsmitglied Sascha Monschauer und den Regionalmarktdirektor Herbert Thelen begrüßen.
Vom Verein für Heimatpflege war es der Vorsitzende Bernd Schiffarth sowie die Mitglieder Manfred Korden, Josef Thelen, Wolfgang Pantenburg, Werner Jüngling und Richard Hammes, bei denen sich Alex Frings für den Aufbau der Ausstellung erkenntlich zeigte. Lob gab es aber von Alex Frings auch an all die Kolleginnen und Kollegen, ohne deren Unterstützung solch ein Abend nicht möglich wäre. Die Ausstellung, die noch bis zum 30. September während der Öffnungszeiten der Bank besucht werden kann, zeigt in Wort und Bild die Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert, bei der auch Hunderte Menschen aus dem damaligen Landkreis Adenau ausgewandert sind. Mit historischen Dokumenten, Briefen von Auswanderern an ihre lieben Verwandten in der Eifel und Namenslisten aus den Orten können viele Besucher auf Spurensuche gehen, um Bekannte oder Verwandte auszumachen und vielleicht gibt es ja auch noch den berühmten Erbonkel in Amerika.
Der Sommer 1842 ließ viele Auswanderer aus dem Kreis Adenau aufbrechen in ein vermeintlich besseres Leben, um dem kargen Dasein in der Eifel zu entfliehen. Hier machten das raue Klima und die unfruchtbaren Böden den Menschen zu schaffen und durch die Erbteilung wurde das Land für jeden Einzelnen auch immer kleiner. So begann eine beschwerliche Fahrt auf Übersee zunächst mit dem Segelschiff über fast acht Wochen bis später mit der Dampfschifffahrt, etwas bequemer und schneller. All das wird in der Ausstellung eindrucksvoll wiedergegeben und mit dem Film „Aufbruch in die Fremde“ aus Bremen unterstützt, wofür der Vorsitzende sich bei der Edition Temmen aus Bremen erkenntlich zeigte.
Bernd Schiffarth lobte aber auch seinen Vorgänger und Ideengeber dieser Ausstellung Hermann Lehmann und die Volksbank für die Bereitstellung der Räumlhichkeiten.
Wer also auf Spurensuche gehen will, sollte dies noch bis zum 30. September tun, es lohnt sich und davon konnten sich auch bereits zahlreiche Besucher beim Heimatfest überzeugen.
