Allgemeine Berichte | 12.03.2014

Partnerschaft zwischen Reifferscheid und Gitwe in Ruanda

Dialog ohne Worte

Kinder der Partnerorte überwinden Sprachbarriere mit dem Austausch von Bildern

Die Kinder in Gitwe machten im Rahmen des Bilderaustauschs erste Erfahrungen mit Wasserfarben.privat

Reifferscheid. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - heißt es. Daher macht es Sinn, dass die Kinder von Kita und Grundschule in Reifferscheid diesen Weg wählen, um sich mit ihren Altersgenossen in Ruanda auszutauschen. Im Projekt „Malgespräche“ treten die Kinder der deutsch-ruandischen Partnerschaft über Hindernisse der Schrift und Sprache mittels selbst gemalter Bilder direkt in Kontakt zueinander. Hierbei werden Vorstellungen über die Lebensverhältnisse zu Hause und im Partnerland, die eigenen Wünsche und Hoffnungen thematisiert. Für die ruandischen Kinder war dies der erste Kontakt mit Wasserfarben überhaupt. Bald werden die Ergebnisse der deutsch-ruandischen Bildersprache in Adenau zu sehen sein. Insgesamt betrachtet trägt die seit Herbst 2012 bestehende Partnerschaft nun erste Früchte. Kinder und Elternschaft, neben einigen Reifferscheider Einzelspendern haben zusammen seitdem eine Fördersumme von insgesamt 4500 Euro eingesammelt. Diese flossen nun in die Einrichtung einer Baumschule, die Erweiterung des Schulgartens und die Anlage einer Kaninchenzucht. Die Erträge daraus ergänzen die Schulspeisung und erzeugen ein kleines Einkommen, welches dem Schulbetrieb weiterhin zugute kommt. Seit wenigen Wochen verfügt das „centre scolaire de Gitwe“ über eine kleine Photovoltaik-Anlage zur Stromversorgung. Nun wird aus den Spendengeldern noch ein Laptop nebst Peripherie und Internetzugang finanziert. Letzterer wird den Austausch zwischen Reifferscheid und Gitwe erheblich beschleunigen. Im Augenblick ist ein Brief über die Botschaftspost sechs Wochen unterwegs. Der Rest der Gelder dient der Anschaffung von Schul- und Lernmittel für die fast 900 Schülerinnen und Schüler. Für die Zukunft sind in Reifferscheid ehrgeizige Ziele gesetzt worden: In Gitwe sollen die beiden letzten Schulgebäude aus Lehmziegeln durch massiv gebaute Häuser ersetzt werden.

Die Kinder in Gitwe machten im Rahmen des Bilderaustauschs erste Erfahrungen mit Wasserfarben.Foto: privat

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