Allgemeine Berichte | 14.09.2013

Förderverein und Ortsgemeinde hatten zur Ausstellung nach Aremberg eingeladen

Die Geschichte des Erzbergbaus in der Eifel

Bernd Stratmann, Vorsitzender des Fördervereins Burgruine Arenberg eröffnete die Ausstellung. UM

Aremberg. Der Förderverein Burgruine Arenberg um den Vorsitzenden Bernd Stratmann und die Ortsgemeinde Aremberg mit Ortsbürgermeister Alois Schneider hatten zu der interessanten Ausstellung „Erzbergbau und Verhüttung der Arenberger in der Eifel“ eingeladen und dazu nicht nur bedeutende Exponate zusammengestellt, sondern auch hochkarätige Gäste eingeladen. Nachdem der Vorsitzende Bernd Stratmann im Dr.-Erik-von-Arenberg-Gemeindehaus der Ortsgemeinde Aremberg die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, wurde die Ausstellung musikalisch von der Streicherakademie Reifferscheid mit Robert Nikolayczik und den drei jungen Musikerinnen Eva Kürsch, Maike Hertel sowie Anne Koll eröffnet. Zu den Gästen zählten der Direktor des Archivs Arenberg in Edingen/Belgien Guy Lernout, der Direktor der Arenbergischen Liegenschaften, Arenberg-Schleiden GmbH Karl-Heinz Pieper, der 1. Kreisbeigeordnete und MdL Horst Gies, Bürgermeister Hermann-Josef Romes, Adenaus Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann, Prof. Dr. Gudrun Gersmann, Dr. Georg Heumann und Hannah Vossel von der Uni Bonn, Pfarrer Dr. Rainer Justen, Dr. Karlheinz von Driesch als Fachmann von Ofen- und Takenplatten im Rheinland sowie Dr. Volker Reppke als wissenschaftlicher Begleiter der Ausstellung.

Um eine solche Ausstellung auf die Beine zu stellen, bedarf es auch immer wieder Sponsoren, und die haben die Organisatoren beim RWE sowie der Kreissparkasse Ahrweiler und der Volksbank RheinAhrEifel gefunden, sodass Stratmann auch den Adenauer Geschäftsstellenleiter der KSK Christian Frings und von der Voba Adenau Alex Frings begrüßen konnte.

Nachdem auch Ortsbürgermeister Alois Schneider als Hausherr die Gäste begrüßt hatte, war es Direktor Guy Lernout vom Archiv der Arenberger, der einen Einblick auf die Adelsfamilie und ihre Bedeutung in der Eifel mit dem Stammsitz in Aremberg gab. Prof. Dr. Gudrun Gersmann lobte die Initiative des Fördervereins und der Ortsgemeinde Aremberg, diese Ausstellung über einen langen Zeitraum organisiert zu haben. In ihren Ausführungen ging sie auf die Arenberger als Unternehmer ein, was damals in den Adelshäusern nicht häufig vorkam. Bereits vor der Französischen Revolution bauten die Arenberger ihr Imperium in der Schwerindustrie aus, so die Professorin. Wie sie dazu kamen und wie wertvoll die Eisenerzvorkommen in der Eifel und gerade auf den Ländereien der Arenberger waren, dazu gab es eine ausführliche Darstellung von Dr. Volker Reppke, der im Vorfeld die Ausstellung wissenschaftlich begleitete und auch bei den noch anstehenden Öffnungszeiten gerne erläutert. Für Reppke steht fest: Die Arenberger haben einfach nur Glück gehabt, das Gebiet zu besitzen, in dem die wichtigsten und qualitativ wertvollsten Erzvorkommen lagen.

In seinem Grußwort stellte der 1. Kreisbeigeordnete Horst Gies fest, dass Heimat viel mehr sei als das aktuelle Umfeld, als das Hier und Jetzt. Heimat ist gelebtes Brauchtum, ist enge Verbundenheit mit den Vorfahren. Heimat ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie könne jedoch nur gelebt werden, wenn sie auch verstanden wird, und da hülfen solche Ausstellungen wie in Aremberg, so Gies. Dazu gehöre auch, die Historie nicht aus den Augen zu verlieren und Vergangenes lebendig zu erhalten. „Hier in der Ausstellung gibt es Geschichtsstunde und Heimatkunde pur, denn nicht nur Wald und Wiesen, Landwirtschaft und Seen prägen die Eifellandschaft, hier wurde bereits zur Römerzeit Erzbergbau, Eisenschmelze und Verhüttung betrieben“, so Gies.

Auch wenn von der ehemaligen Festung nur noch wenige Reste geblieben sind, so haben die Herzöge von Arenberg dennoch ihre Spuren hinterlassen. Welche Spuren das sind, erlebt man, wenn man den nachempfundenen Stolleneingang durchschreitet und im Ausstellungsraum auf aufwendige Takenplatten, Schürfwerkzeug und altes Kartenmaterial, Erze und Mineralien stößt und sich mit der Geschichte des Erzbergbaus und der Verhüttung auseinandersetzt.

Die Ausstellung im Dr.-Erik-von-Arenberg-Gemeindehaus der Ortsgemeinde Aremberg ist noch jeweils sonntags am 15. September, 29. September und 6. Oktober von 11 bis 16.30 Uhr bei freiem Eintritt zu besuchen.

Die Exponate boten Anlass zu lebhaftem Austausch.

Die Exponate boten Anlass zu lebhaftem Austausch.

Bernd Stratmann, Vorsitzender des Fördervereins Burgruine Arenberg eröffnete die Ausstellung. Fotos: UM

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