Allgemeine Berichte | 22.10.2014

Verein für Heimatpflege Adenau kümmert sich um das Heimat-, Zunft- und Johannitermuseum

Die Vergangenheit lebt weiter

Die Berufsgruppen waren in Zünften organisiert.

Adenau. Der Verein für Heimatpflege Adenau e.V., mit dem Vorsitzenden Bernd Schiffarth und rund 100 Mitgliedern, pflegt im Heimat-, Zunft- und Johannitermuseum die drei tragenden Säulen des Vereins. Die da sind: Pflege, Erhalt und Erforschung der Heimatgeschichte mit Ahnenforschung, Nürburgring und Adenauer Künstler; Die Zünfte der Hammer-, Gerber- und Wollenweberzunft mit ihren historischen Werkstätten sowie die mit der Stadt Adenau fest verwurzelte Geschichte des Johanniter- und Malteserordens.

Museumsarbeit wird großgeschrieben

So erhielt das Museum, aus den einstigen Fachwerkhäusern „Haus Schirmer 1667“ und „Haus Fuhrmann 1780“ zwischen Kirchplatz und Hauptstraße gelegen erst kürzlich seinen neuen Schriftzug „Heimat-, Zunft- und Johannitermuseum“. Der Verein wurde im Jahre 1983 gegründet, ins Vereinsregister eingetragen und als gemeinnütziger Verein anerkannt. Bereits bei der Gründung war den Mitgliedern und dem Vorsitzenden Hermann Lehmann klar, dass sie das damals städtische Museum ehrenamtlich betreuen wollen. So ist es bis heute geblieben und im Laufe von nun über 30 Jahren hat sich in den Museumsräumen viel getan, da das Museum in den Wintermonaten geschlossen ist aber nicht in den Winterschlaf geht, passieren gerade dann die meisten Veränderungen, die alle vom Vorstand und Mitgliedern ehrenamtlich in unzähligen Stunden geleistet werden. In den Monaten zwischen dem Frühlings- und Martinsmarkt ist das Museum geöffnet und wird abwechselnd von den Vorstandsmitgliedern und ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern betreut.

Erhalt von Baudenkmälern

Neben der Museumsarbeit hat sich der Verein für Heimatpflege aber auch dem Erhalt historischer Bauwerke und Denkmäler verschrieben und da zählt insbesondere der historische Adenauer Kreuzweg dazu, für den der Heimatverein sogar ein eigenes zweckgebundenes Spendenkonto führt. Auch zählt die Marienkapelle zum Förderprojekt. Damit die Geschichte der historischen Baudenkmäler für jeden nachlesbar ist, hat der Verein fast alle Baudenkmäler mit Beschilderungen versehen. Für den Vorstand und seine Mitglieder gilt aber auch der Leitspruch „über den Tellerrand“ hinauszuschauen und so werden jährlich Informationsfahrten in Städte und Regionen angeboten, um sich ein Bild davon zu machen, wie andernorts Historie aufgearbeitet und verwaltet wird.

Besondere Ausstellungen

Immer wieder werden Ausstellungen in akribischer Perfektion zusammengestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, so wie erst kürzlich die beeindruckende Ausstellung über die Auswanderer, aus dem damaligen Landkreis Adenau, nach Amerika. Gerade dieses Thema hat nicht nur bei der Bevölkerung aus der Region das Interesse geweckt, hier gibt es seit Jahren bereits intensive Anfragen zur Ahnennachforschung Amerikanischer Auswandererfamilien. Hier konnte der Verein für Heimatpflege schon so manche Familie in Amerika aber auch im Adenauer Land mit seinen Recherchen glücklich machen. So gilt der Verein bei der Verbandsgemeinde und auch bei der Pfarrei als Ansprechpartner, wenn es darum geht, tiefer in die Ahnenforschung einzusteigen und dann kommen die Vorstandmitglieder und Chronisten mit ihrem immensen Archiv im Heimatmuseum zum Zuge.

Es gibt viel zu tun

Immer mehr Zuspruch finden die Stadtführungen mit Museumsbesuch und Führungen an der Nürburg, die von der Tourist-Information angeboten und dann mit historischen Hintergründen von Bernd Schiffarth, Manfred Korden und Richard Hammes durchgeführt werden. Die Arbeiten gehen dem Verein nicht aus und so beginnen gerade wieder die sanften Umgestaltungen im Museum und auch der historische Kreuzweg muss weiterhin überarbeitet und restauriert werden. Hier soll die Grablegungsgrotte eine neue Abdeckung erhalten um sie so vor Wassereinbruch zu schützen und als nächste größere Maßnahme sollen die Reliefs der einzelnen Stationen restauriert werden. Angedacht sind zukünftig auch Kooperationen mit Nachbar-Heimatvereinen im Landkreis einzugehen. Wie das Programm für das nächste Jahr aussehen wird, das erfahren die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 16. Januar 2015, um 19.30 Uhr in der Komturei.

Die Berufsgruppen waren in Zünften organisiert.
Die Werkstatt eines Stellmachers.

Die Werkstatt eines Stellmachers.

Die Berufsgruppen waren in Zünften organisiert.

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