Allgemeine Berichte | 31.10.2013

Gute Nachrichten vom Nürburgring

Die schnellste Achterbahn der Welt geht nach vier Jahren Boxenstopp an den Start

Ring°racer befördert die ersten Passagiere - Von Null auf 160 in zwei Sekunden

„Den Fahrgästen soll das Gefühl vermittelt werden, welchen physischen Kräften wie Beschleunigung, Brems- und Kurvenkräfte ein Formel 1-Pilot in seinem Rennfahrzeug ausgesetzt ist“, so Sachwalter JensLieser.

Nürburgring. Der ring°racer, die angeblich schnellste Achterbahn Europas, fährt endlich. Am Donnerstagvormittag, 31. Oktober, startete der ring°racer am Nürburgring und wartet ab sofort auf mutige Mitfahrer. Die müssen Mut und gute Nerven haben, denn was hier geboten wird, ist wirklich sensationell. Die Bahn beschleunigt in wahnsinnigen zwei Sekunden auf Tempo 160 und erreicht bis zu 180 Stundenkilometer bei ihrer halsbrecherischen Fahrt. Man muss unumwunden zugeben: Wer das nicht selbst mitgemacht hat, hat etwas verpasst und kann einfach nicht mitreden! Die Beschleunigung ist einfach unbeschreiblich und wesentlich schneller als in einem Formel-1-Auto, wenige Sekunden später kostet eine brutale Steilkurve noch einmal fast den Verstand.

„Mit der Inbetriebnahme des ring°racer ist uns ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Nürburgrings gelungen“, freuen sich Ringsanierer Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt und Sachwalter Jens Lieser. Die Attraktion ist erstmalig seit ihrer Fertigstellung im Jahre 2011 für die Besucher des Nürburgrings und des ring°werks geöffnet. Allerdings nur noch bis zu diesem Wochenende, denn dann endet die offizielle Rennsaison und der Nürburgring begibt sich in seinen alljährlichen Hocheifel-Winterschlaf. Wenn das Wetter noch ein paar Tage mitspielt, soll der ring°racer aber noch so lange wie möglich in Betrieb bleiben. Dann geht es erst im nächsten Frühjahr weiter, wenn die offizielle Rennsaison 2014 wahrscheinlich kurz vor Ostern beginnt. Wer also kein halbes Jahr auf dieses unvergessliche Erlebnis warten möchte, muss sich sputen.

Nürburgring endlich komplett fertig

Doch ein Besuch an der berühmtesten Rennstrecke der Welt lohnt sich jetzt ohnehin. Nachdem nun auch die letzten Baumängel im „Warsteiner Event Center“ behoben seien, so Lieser, „ist der Nürburgring zum ersten Mal in Gänze fertiggestellt.“ Ab sofort können im Warsteiner Event Center wieder Großveranstaltungen, Messen und Präsentationen uneingeschränkt stattfinden, was derzeit bereits von BMW mit einem großen Rennsportevent genutzt wird. Damit seien erstmals alle Gebäude und technischen Anlagen des Komplexes „Nürburgring 2009“ mit Eifeldorf Grüne Hölle, Freizeit- und Business-Zentrum samt ring°boulevard, ring°werk, ring°kartbahn und ring°racer sowie die Hotels voll funktionsfähig in Betrieb. „Das ist ein positives Signal für Fans, Besucher und Investoren“, findet Lieser.

Auch Sanierungsgeschäftsführer Schmidt zeigt sich erleichtert: „Ich freue mich, dass es uns durch intensive Bemühungen nun gelungen ist, den ring°racer mit behördlicher Genehmigung in Betrieb zu nehmen. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch den hoch engagierten Mitarbeitern der Nürburgring Betriebsgesellschaft. Der Nürburgring ist damit um eine weitere interessante Attraktion reicher.“

Ehemaliges Symbol des Scheiterns

In der Vergangenheit galt die Achterbahn Kritikern als Symbol für das Scheitern des Nürburgring-Konzepts. Obwohl mit behördlicher Genehmigung gebaut, durfte sie wegen einiger spektakulärer Pannen und mangels erbrachter Nachweise für einen technisch einwandfreien Betrieb nicht für den Publikumsverkehr starten. „Die heutige Inbetriebnahme des ring°racer noch vor dem Saisonende steht für den Aufbruch und den Neustart am Nürburgring“, betont Sachwalter Lieser.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler hatte am 8. Oktober die Betriebsgenehmigung unter zahlreichen Auflagen erteilt. So mussten sich zum Beispiel vor Inbetriebnahme Mitglieder eines Rettungsteams arbeitsmedizinischen Untersuchungen unterziehen, an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen, Evakuierungsübungen unter Anleitung eines sachverständigen Ausbilders für Höhenrettung durchführen und vieles mehr. Unter Hochdruck hätten die Sanierer und die Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH die geforderten Auflagen in kürzester Zeit abgearbeitet und erfüllt. Nach einer Besichtigung des ring°racer und Prüfung aller eingereichten Unterlagen habe die Kreisverwaltung Ahrweiler den Betrieb der Achterbahn nun freigegeben.

Parallel zur Start- und Zielgeraden

Der ring°racer ist eine besondere Achterbahn, deren Schienenkonstruktion überwiegend parallel zur Start- und Zielgeraden der Grand-Prix-Strecke am Nürburgring, teilweise im Freien und teilweise innerhalb der Gebäudekomplexe ring°boulevard und ring°werk verläuft. Auf einer Strecke von etwa 100 Metern werden die Züge, bestehend aus zwei Fahrzeugen mit jeweils vier Sitzplätzen, auf Tempo 160 beschleunigt, und zwar in nur zwei Sekunden. Die Beschleunigung ist damit schneller als bei einem Formel-1-Rennwagen. „Den Fahrgästen soll das Gefühl vermittelt werden, welchen physischen Kräften wie Beschleunigung, Brems- und Kurvenkräfte ein Formel 1-Pilot in seinem Rennfahrzeug ausgesetzt ist“, so Lieser. Der sogenannte Katapult-Start erfolgt mittels Luftdruck.

Zum Start des ring°racer gibt es in der Eröffnungsphase bis einschließlich Sonntag, 3. November, ein attraktives Angebot für Besucher des Nürburgrings. Mit dem Kauf eines Eintrittstickets für das ring°werk können Besucher unbegrenzt Fahrten auf dem ring°racer unternehmen. Nach der Eröffnungsphase sind im Eintrittspreis für das ring°werk zwei Fahrten mit dem ring°racer enthalten. Das Mindestalter für die Fahrt beträgt zehn Jahre, Passagiere müssen mindestens 1,40 Meter groß sein und nicht zu „umfangreich“ sein.

VJ

„Den Fahrgästen soll das Gefühl vermittelt werden, welchen physischen Kräften wie Beschleunigung, Brems- und Kurvenkräfte ein Formel 1-Pilot in seinem Rennfahrzeug ausgesetzt ist“, so Sachwalter JensLieser.
Die schnellste Achterbahn der Welt geht nach vier Jahren Boxenstopp an den Start

„Den Fahrgästen soll das Gefühl vermittelt werden, welchen physischen Kräften wie Beschleunigung, Brems- und Kurvenkräfte ein Formel 1-Pilot in seinem Rennfahrzeug ausgesetzt ist“, so Sachwalter JensLieser.

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