Politik | 02.04.2013

Fast 86 Jahre Nürburgring

Ein Projekt aus der Region für die Region

Ich schreibe diese Zeilen, weil mir der Nürburgring sehr am Herzen liegt und ich hoffe, dass ich dadurch einen Personenkreis erreichen kann, der vielleicht die gleichen oder ähnliche Gedanken hat wie ich, jedoch nicht weiß, wie er sich aktiv beteiligen kann.

Der Nürburgring wurde als Infrastrukturmaßnahme gebaut und so erlebte die Eifel um den Nürburgring herum seinerzeit einen enormen Aufschwung. Schon immer hatte der Ring und die Bevölkerung mit Höhen und Tiefen zu kämpfen. Aber letztendlich ernährte der Ring die Familien dieser Region. Damit ist Schluss, sobald der Ring privatisiert ist!

Warum nun plötzlich diese Eile zu einer sofortigen Ausschreibung?

Die Insolvenzverwalter haben einen konkreten Auftrag. Soweit ist das verständlich und nachvollziehbar, jedoch die Landesregierung hat es in der Hand.

Sie kann und muss die sofortige Ausschreibung stoppen. Bei einer solch wichtigen und für die Region wegweisende Entscheidung, darf eine Landesregierung nicht oberflächlich und wie ich denke, verantwortungslos handeln. Meiner Meinung nach, ist die Thematik so komplex, dass eine gemeinsame intensive Prüfung und Suche nach der optimalsten Lösung selbstverständlich sein muss, egal welcher politischen Couleur. Was passiert denn mit den Arbeitsplätzen rund um den Ring, bei einer Privatisierung?

Was geschieht, wenn die Lokale schließen, weil keine Touristen mehr in die Region reisen?

Wie kann der Einzelhandel überleben, wenn die Kaufkraft fehlt?

Was geschieht mit Hotels,

Pensionen, Ferienwohnungen?

Wie wird die ärztliche Versorgung langfristig aussehen?

Kann sich das Marienkrankenhaus dann noch finanziell tragen?

Wie wirken sich die Einbußen von Gewerbesteuern auf die Infrastruktur aus? Ich könnte noch zig weitere Fragen anführen.

Das geht uns alle an und besonders die Bevölkerung vor Ort. Schaut nicht weg und verlasst Euch nicht auf diejenigen, die es ja schon immer gerichtet haben.

Dieses Mal sieht es anders aus. Die Altlasten von Beck und Co sollen schnellst möglichst vom Tisch. Da dürfen wir nicht zusehen und es einfach geschehen lassen. Wenn der Nürburgring privat verkauft wird, ist der einst wichtigste Wirtschaftsfaktor für die Region für immer verloren.

Lasst uns an den 19.03.13 anknüpfen und gemeinsam unsere Forderungen stellen!

„Ja zum Nürburgring“!

Die Landesregierung in Mainz muss spüren, dass sie Verantwortung für die Menschen hier am Ring trägt und dass sie mit ihrem NICHTHANDELN unsere Region und unsere Lebensqualität zerstört. Ich denke es ist allerhöchste Zeit, dass die Landesregierung auch von den Bürgerinnen und Bürgern aus der Region Rückmeldung erhält!Conny Fricke

Adenau

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