TuWi Adenau: Tischtennis Bezirksliga
Ein gelungener Hinrundenabschluss
Adenau. Sah sich die erste Adenauer Tischtennismannschaft nach der Hälfte der Hinrundenpartien doch einer recht schwierigen Situation ausgesetzt, da der Absteiger der letzten Saison nur denkbar knapp vor den Abstiegsrängen der zweiten Bezirksliga platziert war, gelang es umso besser, in den letzten vier Spielen der Hinrunde die Trendwende einzuleiten. Nach einem verdienten, aber doch sehr knappen Heimsieg über die dritte Mannschaft der SV Eintracht Mendig, galt es jedoch zunächst einen weiteren Rückschlag zu verkraften. Denn bei der TTG Nettetal, die im letzten Aufeinandertreffen noch klar und deutlich mit 9:4 in Schach zu halten gewusst wurde, musste sich die erneut ersatzgeschwächte TuWi-Truppe schließlich mit 7:9 im Schlussdoppel geschlagen geben, wobei das beste Doppel der Liga, bestehend aus Josef Berens und Kevin Lopez, ausgerechnet in dieser spielentscheidenden Situation die erste Niederlage der Saison zu verkraften hatte. Zuvor hatten Josef Berens/ Lopez und in den Einzeln Josef Berens, Ersatzmann Dirk-Peter Reuter und Dirk Drengwitz und der sehr stark aufspielende Jürgen Löhr gleich zweimal das Punktekonto der Adenauer auf sieben schrauben können. Kevin Lopez scheiterte zweimal äußerst knapp im Entscheidungssatz und Fabian Berens war leider nicht dazu in der Lage, an sein Leistungsvermögen anzuknüpfen und dem TuWi somit zum Sieg oder zumindest zu einem Remis zu verhelfen.
Wie Max Frisch einmal gesagt hatte, wusste die Adenauer Erstauswahl diese Krise jedoch gleichsam als produktiven Zustand zu nutzen. Nur eine Woche wurde die zweite Mannschaft der DJK Ochtendung begrüßt, immerhin den Tabellenzweiten, in Adenau. Zwar erhoffte sich die Mannschaft aus Adenauer Sicht, eventuell gegen die bislang sehr konstant spielenden Gäste punkten zu können, favorisiert waren hingegen die Ochtendunger. Nach knapp drei Stunden wurde ein weiteres Mal ersichtlich, dass Sport eben nicht sonderlich vorausschaubar ist und der Außenseiter einen doch deutlichen, aber auch in ihrer Höhe verdienten Sieg feiern konnte. Lediglich die Ergänzungsspieler Markus Surges und Dominik Schmitt unterlagen in ihren Spielen, sodass das 9:3-Resultat eindeutig für die sowohl spielerisch, als auch kämpferisch überzeugenden vier Stammspieler Josef Berens, Kevin Lopez, Fabian Berens und Dirk Drengwitz sprach. Wobei insbesondere die beiden Letztgenannten, die insgesamt eine eher durchwachsene Hinrunde gespielt hatten, wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hatten, obwohl es für beide unglaublich nervenaufreibende Situationen zu bewältigen gab.
Zum Hinrundenabschluss musste Denau dann zum Derby in Altenahr antreten. Für beide Teams stand fest, dass diese eine richtungsweisende Partie werden würde, da beide in der womöglich stärksten zweiten Bezirksliga der letzten Jahre gegen den Abstieg kämpfen. Auch dabei zeichnete sich eine sehr knappe Partie ab, mit dem besseren Ende für den TuWi Adenau. Für die Punkte zum 9:7-Sieg sorgten Fabian Berens/ Drengwitz mit einem Doppel und Kevin Lopez, Fabian Berens, Dirk Drengwitz und erneut Ersatzman Jürgen Löhr mit jeweils einem Einzelerfolg. Zum Matchwinner krönte sich wieder einmal Adenaus Spitzenspieler Josef Berens, der nicht nur beide Doppel mit Kevin Lopez gewann, sondern auch beide Einzel gegen die starken Spieler des vorderen Paarkreuzes der Altenahrer für sich entscheiden konnte. In der Tabelle finden sich die Adenauer in der Winterpause nun auf Rang fünf wieder, wobei der Abstand auf die Aufstiegs-, respektive Abstiegsplätze jeweils drei beziehungsweise vier Punkte beträgt.
TuWi Adenau II
Die in der gleichen Klasse antretende zweite Mannschaft findet sich nach dem überraschenden Aufstieg in der vergangenen Saison nun auf dem letzten Tabellenplatz wieder, hofft jedoch, in der Rückrunde mit einer neu formierten Mannschaft den ein oder anderen Zähler einfahren zu können, da der Abstieg so gut wie feststeht.
Dem Personalmangel der Tischtennisabteilung in diesem Jahr ist die dritte Herrenmannschaft zum Opfer gefallen. Tim Kaltenbach, Nico Cläsgens, Jörg Faust und Dominik Schmitt werden zur Rückrunde die von Verletzungssorgen geplagte zweite Mannschaft verstärken. Besonders ärgerlich ist dabei, dass ausgerechnet die dritte Mannschaft zurückgezogen werden musste, da sie eine überragende Hinrunde in der dritten Kreisklasse gespielt hat und sich ungeschlagen auf Meisterschaftskurs befand, nachdem sie mit Beendigung der Hinrunde bereits als Herbstmeister feststand.
TuWi Adenau Jugend
Nach einem sehr holprigen Saisonstart gibt es auch von der ersten TuWi-Jugendmannschaft Positives zu berichten, denn im letzten Spiel der Hinrunde gelang der oftmals ersatzgeschwächten Nachwuchsmannschaft ein toller 8:1-Erfolg in der Jugend Kreisliga. Letztendlich findet sich die Mannschaft auf Tabellenplatz sieben wieder. Die Bilanzen der einzelnen Spieler, Dominik Schmitt, Jan Bings, Manuel Sicken und Mike Faust zeigt hingegen, dass viel mehr möglich gewesen wäre, hätten sie häufiger in Bestbesetzung antreten können. Wesentlich besser verlief die erste Saisonhälfte für die zweite Jugendmannschaft, die sowohl für die Reservespieler der ersten Jugendmannschaft, als auch für die jüngsten Tischtennisspieler Adenaus und der Umgebung, Spielpraxis bietet. In sechs Spielen kamen hier sieben Akteure zum Einsatz. Besonders bemerkenswert ist das Abschneiden der Leistungsträger Florian Avdyli und Fabian Klein, die beide mit makellosen Bilanzen dazu beigetragen haben, dass die junge Mannschaft zur Rückrunde wohl eine Klasse höher als bislang, nämlich in der vierten Kreisklasse, an den Start gehen wird.
Unterdessen trat Fabian Berens, da er sich rund einen Monat zuvor mit dem etwas überraschenden zweiten Platz bei den Regionseinzelmeisterschaften Jugend für dieses regionsübergreifende Turnier qualifiziert hatte, erstmals bei den Rheinlandmeisterschaften der Jugend an. Die ohnehin schon geringe Trainingsbeteiligung in der unteren Sporthalle des Erich-Klausener-Gymnasiums gestaltete sich vor dieser Herkulesaufgabe, die bei diesen Jugend-Verbandseinzelmeisterschaften auf Berens wartete, nach Beendigung der Hinrunde als regelrechtes Problem, jedoch konnte er bei der Vorbereitung auf dieses Turnier auf die Unterstützung seiner tischtennisbegeisterten Familie bauen. Die Verbandseinzelmeisterschaften fanden dieses Jahr am 15. Dezember in Wirges statt, sodass die favorisierten Oberliga-Akteure des TTC Wirges als Lokalmatadoren ins Rennen gehen konnten. Bereits in der Gruppenphase traf Berens auf einen der top gesetzten Spieler aus Wirges. Entgegen den Erwartungen der zahlreichen Zuschauer, zu denen auch die ehemaligen deutschen Nationalspieler Georg Böhm und Zoltan Fejer-Konnerth zählten, gelang es Fabian Berens, dem Favoriten Paroli zu bieten und sogar einen Satz zu gewinnen. Den Außenseiter der Gruppe aus Wittlich hielt der TuWi-Akteur, wie erhofft, in Schach, sodass sich letztendlich das eröffnende Einzel gegen den stärker eingeschätzten Rivalen aus Daun als das über Ausscheiden oder Weiterkommen entscheidende erweisen sollte. Dieses Einzel verlief genau so, wie es sich der TuWi-Spieler ausgemalt hatte und nach nur drei Sätzen ging er als Sieger aus dieser Partie hervor, was ihm die Teilnahme am Achtelfinale und somit den Einzug unter die besten 16 Jugendspieler des gesamten Tischtennisverbands Rheinland bescherte. Jedoch wartete in dieser Runde der fünf Klassen höher spielende Christian Güll aus Wirges gegen den der Adenauer ausschließlich im dritten Satz mitzuhalten wusste. Doch gelang es ihm trotz toller kämpferischer Leistung und unter Abrufen seiner besten spielerischen Fähigkeiten nicht, diesen Satz zu gewinnen, sodass er ausschied und dennoch mit Rang neun auf einen großen Erfolg zurückblicken kann. Die Tatsache, dass sein Gegner später Rheinlandmeister im Doppel und Vize-Rheinlandmeister im Einzel wurde, war nur ein sehr schwacher Trost.
In der Hinrundenpartie der zweiten Bezirksliga war Henrik Wisch aus Sinzig noch Fabians Kontrahent gewesen, nun aber traten die beiden, die sich wenige Wochen zuvor noch im Halbfinale der Regionsmeisterschaften gegenübergestanden hatten, gemeinsam im Doppel an und konnten sich im ersten Wettbewerb im gemeinsamen Doppel einen tollen fünften Rang erspielen, nachdem die Achtelfinalpartie gewonnen und das anschließende Viertelfinale ebenso glatt in drei Sätzen verloren gegangen war. Alles in allem gelang es also Fabian Berens, sich sowohl im Doppel, als auch im Einzel im Feld der besten Jugendspieler des Rheinlands zu etablieren, was zuvor jahrzehntelang keinem der aus der Adenauer Talentschmiede hervorgegangenen Spieler gelungen war.
