Weihbischof Peters vollzieht traditionsreiche Brotsegnung in Aremberg
Einander helfen und brüderlich teilen
Aremberg. Am Dreifaltigkeitssonntag hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters in Aremberg (Dekanat Ahr-Eifel) zusammen mit den örtlichen Pfarrern Dr. Rainer Justen und Heinrich Ant sowie mit der Schutzengelbruderschaft zu Aremberg eine Andacht gefeiert. In der Pfarrkirche St. Nikolaus begrüßte für den Pfarrgemeinderat Thomas Udelhofen den Weihbischof, der derzeit auf Firm- und Visitationsreise im Dekanat Ahr-Eifel unterwegs ist.Ortsbürgermeister Alois Schneider erläuterte die Geschichte der Dreifaltigkeitsprozession und der Brotsegnung an der Schutzengelkapelle. Ende des 17. Jahrhunderts richteten demnach furchtbare Unwetter große Schäden in der Eifel an, doch wie durch ein Wunder sei Aremberg verschont geblieben. Während rings herum in den Dörfern Not herrschte, seien die Aremberger in der Lage gewesen, die hungernden Menschen in den Nachbarorten zu unterstützen. Das gesegnete Brot sei an die Armen weitergegeben worden, und so sei die Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute“ aus dem christlichen Glauben in Form eines Grundnahrungsmittels in das Leben der Menschen „überführt“ worden. Wahrscheinlich gehe die Einrichtung der Dreifaltigkeitsprozession als Erinnerung und Dank an diese Begebenheit zurück auf den Gründer der Schutzengelbruderschaft, Pastor Laurentius Sprüncker, der von 1663 bis 1720 als Pfarrer in dem Eifelort wirkte. Er hatte 1669 am Waldrand die Kapelle zu Ehren der heiligen Schutzengel errichten lassen.Weihbischof Peters führte die Dreifaltigkeitsprozession zur Schutzengelkapelle an und segnete anschließend Dutzende von Broten, die die Aremberger mitgebracht hatten. „Stille unseren Hung er und stärke uns. Hilf, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern bereit sind, anderen zu helfen und brüderlich zu teilen“, sagte Peters.
Schon seine Eltern hätten ihm einst beigebracht: „Nicht trockenes Brot ist hart, sondern kein Brot zu haben - das ist hart!“ Gerne schloss er sich auch dem überlieferten Brauch an, dass jeder Prozessionsteilnehmer sich eine Brotscheibe geben lässt und an Ort und Stelle verzehrt. Das übrige Brot, von dem gesagt werde, es werde nie alt werden und schimmele nicht, wurde mit nach Hause genommen.
