Wimbacher erhielt Auszeichnung aus Händen von Staatssekretärin Beate Reich
Engagement im Sport und in der Kommunalpolitik
Verdienstmedaille für Detlev Goebel
Wimbach/Ahrweiler. „Es ist mir eine Freude, dass ich Ihnen diese hohe Auszeichnung überreichen kann. Sie sind ein Vorbild für uns, für die Gesellschaft und besonders auch für die Jüngeren!“ Mit diesen Worten verlieh Staatssekretärin Beate Reich vergangene Woche Detlev Goebel aus Wimbach in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung Ahrweiler die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Der 65-jährige gebürtige Düsseldorfer setzt sich seit vielen Jahren mit hohem persönlichem Einsatz für den Sport im Kreis Ahrweiler ein und engagiert sich auch im kommunalpolitischen Bereich. „Ihre Wegbegleiter bescheinigen Ihnen einen schier unerschöpflichen Einsatz, mit dem Sie sich seit über 40 Jahre dem Schul- und Vereinssport widmen“, sagte die Staatssekretärin an Goebel gewandt. „Die sportliche Betätigung der Jugendlichen war Ihnen stets eine Herzensangelegenheit.“
Pädagoge aus Leidenschaft
Goebel kam nach Lehramtsstudium und Referendariat 1973 an die Johanniter-Hauptschule Adenau, heute eine Realschule Plus, wo er 36 Jahre als Lehrer blieb - „ein Lehrer und Pädagoge aus Leidenschaft“, wie es Reich auf den Punkt brachte. Zuletzt war er Rektor der Schule, bis er im Februar 2009 in die Freistellungsphase der Altersteilzeit wechselte. Ab Februar 1988 bis 2008 war Goebel Fachberater für Schulsport im Landkreis Ahrweiler. Darüber hinaus war Goebel 30 Jahre lang - ab 1977 - Organisationsleiter des Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ für die Sportarten Volleyball und Skilanglauf in der Region Koblenz. Mit Skilanglauf-Schulmannschaften seiner Hauptschule feierte er bei Jugend trainiert für Olympia jahrzehntelang große Erfolge. Er organisierte außerdem Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer, beispielsweise zu neuen Wettkampfformen und war bei diesen Veranstaltungen nicht selten selbst Referent. Auch für die Organisation der Sportfeste und Fußballturniere sämtlicher Grund- und Hauptschulen im Kreis war Goebel zuständig. Für die Sportwettbewerbe der Grundschulen rekrutierte er dabei häufig Hauptschüler als Helfer und Kampfrichter. Etwa 7.000 Jugendliche beispielsweise nahmen in seiner Amtszeit 1989/90 an den Hallenkreismeisterschaften im Fußball teil. Als Fachberater war Goebel auch Ansprechpartner von Schulleitern und Kostenträgern, wenn es um Sportplätze und Sportstätten ging - insbesondere bei der Ausstattung mit Geräten. „Sie haben bei den Schulträgern dauernd auf der Matte gestanden, um sich für die Kinder und Jugendlichen einzubringen“, betonte auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler in seiner Laudatio. „Als Rektor war Ihnen die sportliche Betätigung des Nachwuchses stets ein Dauer- und Herzensanliegen.“ Das sah Reich ebenso: „Es war Ihnen immer eine Herzensangelegenheit, dass sich Schüler sportlich betätigen. Das ist heute umso wichtiger, wenn man um die verbreiteten Defizite der Kinder und Jugendlichen in diesem Bereich weiß.“ Heute ist die Realschule Plus in Adenau als eine von wenigen im Land „Partnerschule des Sports“. Doch damit erschöpft sich Goebels Wirken noch nicht. Denn er ist zudem noch bis mindestens 2014 Mitglied des Sportausschusses des Kreises Ahrweiler, war lange Jahre Beigeordneter, Ortsgemeinderatsmitglied sowie Mitglied im Schulträgerausschuss und ist seit 2009 Ortsbürgermeister von Wimbach.
Seit 1973 beim TuWi
„Sie haben ihre Arbeit der Partnerschaft von Schule und Sportvereinen gewidmet“, sprach die Staatssekretärin einen weiteren großen Wirkungskreis von Goebel an. Denn der Wimbacher engagiert sich seit Jahrzehnten auch beim Turn- und Wintersportverein (TuWi) Adenau. Bereits1973 gründete er dort die Abteilung Volleyball, nach langen Jahren als 2. Vorsitzender führt er den Verein nun seit 1995. Dieser ist mittlerweile auf die beachtliche Zahl von fast 1.400 Mitgliedern angewachsen, davon knapp die Hälfte Kinder und Jugendliche. Auch der Senioren- und Gesundheitssport ist Goebel sehr wichtig. In der Funktion als TuWi-Vorsitzender organisiert er den jährlichen Staffellauf für den guten Zweck beim Heimatfest - „ein besonders schönes Beispiel“, wie Landrat Pföhler meinte. Der war es auch, der Goebel für die Verleihung der Dienstmedaille - die Urkunde ist bereits auf 2. Juli ausgestellt - vorschlug. „Ich war - offensichtlich zu Recht - der Ansicht, dass er sich ein hohes Maß an Verdienst erworben hat“, so Pföhler. Die Übergabe der Medaille sei immer etwas ganz Besonderes: nämlich „der Dank des Landes Rheinland-Pflaz, dass man sich im Ehrenamt einsetzt“. Und der Landrat ergänzte: „Es ist auch ein Ansporn an uns alle, sich im Ehrenamt zu engagieren. Ohne Ehrenamt kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren.“ Rund 1,4 Millionen Rheinland-Pfälzer und somit 41 Prozent der Bevölkerung seien freiwillig engagiert, fügte die Staatsministerin an. „Das Ehrenamt ist aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken. Es zu fördern und anzuerkennen ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Ehrenamtlich Engagierte sind Vorbilder für andere - besonders für Jüngere. Mit Ihrem Einsatz im Jugendsport haben Sie, sehr geehrter Herr Goebel, diese Vorbildfunktion in idealer Weise wahrgenommen“, so dass Resümee von Beate Reich.
