Politik | 15.02.2013

„BLICK aktuell“-Leserinnen und Leser machten es möglich - Wir sagen Danke!

„Fest des Lächelns“ erfreute die kleinen Patienten in Weißrussland

Schon die Kleinsten freuten sich über das Obst, dass Dank der Hilfe aus Deutschland beim Fest verteilt werden konnte.

Minsk/Belarus. „Wir wollen Euch alle danken, die nicht gleichgültig geblieben sind und mit der Organisation des Festes geholfen haben, um den Kindern ein lang erwartetes Lächeln zu schenken!!! Wir haben einen herzlichen Gruß von Euch allen aus Deutschland ausgerichtet, und wir wollen Euch herzliche Grüße von den Kindern aus Belarus senden!“ Diese Worte des Dankes in etwas gebrochenem Deutsch schreibt Elena Logutowa, engagiertes Mitglied und Seele des Vereins „Kinder in Not“ in einem Brief, der „BLICK aktuell“ jetzt erreichte.

Mit dem Verein und Elena Logutowa arbeitet Karla Aurich aus Langscheid von der hiesigen Privatinitiative „Sonne für die Kinder von Tschernobyl“ seit 23 Jahren zusammen. Hier weiß sie, dass unter der Regie des 1. Vorsitzenden Jewgeni Ukrainzew, die Hilfe dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird, nämlich bei den schwerstkranken Kindern in Weißrussland. Denn sie alle leiden noch heute an den Folgen der grauenhaften Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.

Aber manchmal ist nicht nur medizinische Unterstützung dringend nötig. So wurde vor einigen Jahren für die Kinder das „Fest des Lächelns“ ins Leben gerufen, damit sie an einem einzigen Tag im Jahr ihre Krankheit, ihre Sorgen und Ängste für kurze Zeit vergessen können. Einen Tag, an dem sie einfach nur lächeln dürfen.

Tradition ist es, dass die Kinder an diesem Tag auch eine gefüllte Tüte, deren Inhalt einen Wert von knapp 10 Euro beträgt und sich zusammensetzt aus ein paar Plätzchen, etwas Obst wie Bananen und Apfelsinen sowie ein paar Süßigkeiten, geschenkt bekommen. Für uns fast unvorstellbar, dass sich Kinder darüber heutzutage noch freuen können. Doch diese schwerkranken Kinder in Minsk und Umgebung freuen sich von Herzen auf diese Tüten.

Überwältigende Spendensumme

Dass dieses Fest auch in diesem Jahr stattfinden konnte, haben sie Ihnen, liebe „BLICK aktuell“-Leserinnen und Leser, und ihrer finanziellen Unterstützung zu verdanken. Die Summe, die zusammengekommen ist, war überwältigend.

„Jedes Jahr veranstalten wir für unsere Kinder ein Fest mit dem symbolischen Namen „Das Fest Lächeln“. Die Kinder und ihre Eltern warten immer mit Ungeduld auf die Gelegenheit, sich zu treffen und miteinander zu reden. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass nur dank Eurer Hilfsbereitschaft, Eurer Freigebigkeit das Fest am 12. Januar 2013 wieder das Lächeln den Kindern geschenkt hat. Der Zuschauerraum war mit Kindern und ihren Eltern gefüllt, und überall konnte man fröhliches Lachen hören, warum es für uns, die Organisatoren, eine wahre Freude war. Alle Schwierigkeiten bei der Organisation des Fests sind vergessen worden, weil man sich für glückliches Lächeln von unseren Kindern opfern muss.“ Worte aus Minsk, die uns erreichten, die bewegen, traurig machen und erfreuen zugleich. Denn gemeinsam haben wir es geschafft, dass diese Kinder, die sich tapfer ihrem Schicksal fügen müssen, an diesem einen Tag ein wenig vergessen konnten.

Die Zeilen von Elena Logutowa, die im Verein „Kinder in Not“ u.a. Ansprechpartnerin für die Probleme der Eltern mit kranken Kindern und zuständig für die Erholung der Kinder im In- und Ausland ist,

unterstreichen, wie wertvoll diese Hilfe der „BLICK aktuell“-Leserinnen und Leser gewesen ist.

Immer noch erkranken die Kinder von Tschernobyl an Krebs. Am häufigsten treten Leukämie, Lymphome und Neurooblastome auf.

Die Statistik zeigt, dass die Krankheitsfälle im Kindesalter, aber nicht nur diese, als Folge der Reaktorkatastrophe vor Ort nicht absinken. „Problematisch ist die Versorgung mit einigen Medikamenten. Viele sind in Belarus aus unverständlichen Gründen nicht erhältlich. Man kann sie nur als humanitäre Hilfe bekommen. Es gibt auch Schwierigkeiten mit modernen medizinischen Geräten. Deshalb wird die Arbeit des Vereins “Kinder in Not” weiter lebensnotwendig bleiben und wir immer wieder auf fremde Hilfe angewiesen sein“, schildert Jewgeni Ukrainzew die gravierenden Missstände in seinem Land in Bezug auf die medizinische Versorgung der kleinen Patienten.

„Ich war überglücklich als ich den Betrag erfuhr. Da ich schon öfter an diesem Fest teilgenommen habe, kann ich mir die Freude der Kinder gut vorstellen als sie in die schwere Tasche schauten; SOO VIEL OBST UND SÜßIGKEITEN!

Auch von der „Sonne…“ ein herzliches Dankeschön“, freut sich Karla Aurich auch heute noch über den Erfolg der Spendenaktion.

Wir von „BLICK aktuell“ sind stolz auf unsere Leserinnen und Leser, dass wir mit Ihrer Hilfe den Kindern ein wenig das Leid für einen Tag erleichtern konnten. Wir werden aber auch am Ball bleiben, denn die Kinder von Tschernobyl dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Die Kinder sind die unschuldigsten Opfer!

Wer weiterhin helfen will:

Spendenkonto

bei der KSK Mayen

Caritas Mayen

Kto. 17400

BlZ 576 500 10

Stichwort „SONNE FÜR KINDER VON TSCHERNOBYL“

Spendenbescheinigungen werden ab einem Betrag von 50 Euro ausgestellt. Bei einem geringeren Spendenbetrag kann der Überweisungsträger bei der Steuer eingereicht werden.

Infos über die „Sonne für Kinder von Tschernobyl“

Wer noch mehr über die Privatinitiative „Sonne für Kinder von Tschernobyl“ erfahren möchte, findet Informationen unter:

//www.sonne-fuer-kinder-von-tschernobyl.de.

Kontaktadresse: Karla Aurich, Tel.: 02655/3296,

E-Mail: aurich.kh@t-online.de.

Anmerkung der Redaktion

Auch kritische Stimmen haben die Redaktion von BLICK aktuell erreicht. Da hieß es: „Warum Spenden für Kinder in fremden Ländern? Bei uns gibt es auch so viel Elend vor der eigenen Haustüre.“ BLICK aktuell versucht, regelmäßig solche Spendenaktionen zu unterstützen, zu begleiten und sogar ins Leben zu rufen! Auch hier bei uns im Lande. Lassen Sie uns alle glücklich sein, dass wir diesmal diesen Kindern ein klein wenig Freude bereiten konnten..

Natürlich sind die Erkrankungen von Kindern auf der ganzen Welt schrecklich. Aber besonders schlimm ist es, wenn Ärzte den Eltern zwar die Diagnose „Krebs“ mitteilen können, aber gleichzeitig sagen müssen, dass sie keine Medikamente zur Behandlung haben. Man versetze sich einmal in die Situation der Eltern. Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit?

Wer einmal selbst in solch einem Land medizinisch versorgt werden musste, der weiß um die armseligen Zustände in der medizinischen Versorgung. Selbst in den Krankenhäusern fehlt es oftmals am absolut Nötigsten.

Und wenn wir nun die Bilder betrachten, wie sich die Kinder über die Tüten freuen, dürfte jede Kritik vergessen sein.

Manchmal muss es gar nicht viel sein, was der einzelne spendet, denn gemeinsam kann man vieles bewegen und auf die Beine stellen. Und wir sind sicher, dass wir mit Ihrer Hilfe noch viel stemmen können!

Ute Weiner

Schon die Kleinsten freuten sich über das Obst, dass Dank der Hilfe aus Deutschland beim Fest verteilt werden konnte.
Überall sah man fröhliche Gesichter.

Überall sah man fröhliche Gesichter.

Diese an Leukämie erkrankte junge Dame erfreute die Gäste mit ihrem Gesang. Monatelang hatte sie sich auf das Fest gefreut. privat

Diese an Leukämie erkrankte junge Dame erfreute die Gäste mit ihrem Gesang. Monatelang hatte sie sich auf das Fest gefreut.Fotos: privat

Stolz nahm dieser Junge die Tüte in Empfang.-

Stolz nahm dieser Junge die Tüte in Empfang.-

Schon die Kleinsten freuten sich über das Obst, dass Dank der Hilfe aus Deutschland beim Fest verteilt werden konnte.

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