Politik | 30.03.2026, 08:33 Uhr

Rheinland-Pfalz hat gewählt: Aber wie sieht der Alltag der designierten Landtagsabgeordneten aus?

Was macht ein Landtagsabgeordneter eigentlich nach der Wahl?

Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
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Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

So erlebten die Abgeordneten den Wahlabend

Nach der Landtagswahl schildern die direkt gewählten Abgeordneten aus der Region ganz konkret, wie sie den Wahlabend erlebt haben und welche Schritte nun anstehen. Torsten Welling (CDU, (Wahlkreis 12: Mayen, VG Maifeld, VG Rhein-Mosel, VG Vordereifel) verbrachte den Abend zunächst in Mainz, wo er die Hochrechnungen und das erste Statement der Parteiführung verfolgte. Anschließend ging es weiter nach Dieblich ins Hotel Pistono, wo er gemeinsam mit Helferinnen und Helfern feierte. Das Ergebnis bewertet er als „vollen Erfolg“, der sogar über den Erwartungen liege. Für ihn ist klar: „Es ist eine klare Wahl für einen Politikwechsel.“ In den nachfolgenden Tagen stand für ihn vor allem organisatorische Aufgaben an: Glückwünsche beantworten, Anfragen bearbeiten und danach auch etwas Erholung.

Lana Horstmann (SPD, Wahlkreis 4, VG Dierdorf, Stadt Neuwied, VG Puderbach) hingegen erlebte den Wahlabend in der Reithalle in Oberbieber; gemeinsam mit Familie, Freunden sowie Parteikolleginnen und -kollegen. Sie bewertet das Ergebnis auf Landesebene offen als enttäuschend. Trotz des engagierten Wahlkampfs des Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer sei der Gegenwind aus Berlin spürbar gewesen. Nun gehe es darum, das Ergebnis in der Fraktion aufzuarbeiten, sich neu zu sortieren und die nächsten Schritte zu planen.

Ein „deutliches Signal“

Auch Guido Orthen (CDU, Wahlkreis 14: Bad Neuenahr-Ahrweiler, Grafschaft, VG Altenahr, VG Adenau) war am Wahlabend nicht allein: Im Rathaus von Bad Neuenahr-Ahrweiler verfolgte er die Ergebnisse zusammen mit Familie, Parteifreunden und Weggefährten. Für ihn ist das Resultat ein deutliches Signal: Die Menschen hätten sich für einen Wechsel im Land entschieden und die CDU im Wahlkreis klar bestätigt. Nun stehen erste Fraktionssitzungen sowie die Vorbereitung von Sondierungsgesprächen an. Orthen betont, dass es eine große Aufgabe werde, bestehende Strukturen aufzubrechen. Er möchte jedoch „mutig und mit klarem Wählerauftrag“ an die Arbeit gehen.

Andreas Birtel (CDU, Wahlkreis 8, Koblenz, Lahnstein, VG Loreley) feierte im Winzerhaus in Lahnstein mit Mitgliedern der CDU aus seinem Wahlkreis. Er spricht von einem „sensationellen Ergebnis“, das den Wunsch nach politischer Veränderung klar widerspiegele. Für ihn beginnt nun eine Doppelbelastung: Als Unternehmer muss er zunächst Vorkehrungen treffen, um sich künftig ganz auf das Landtagsmandat konzentrieren zu können. Gleichzeitig waren bereits am Tag nach der Wahl hunderte Glückwünsche zu beantworten, bevor es zur ersten Fraktionssitzung nach Mainz geht.

Petra Schneider (CDU, Wahlkreis 13: VG Brohltal, VG Bad Breisig, Remagen, Sinzig) ist mit den Ergebnissen der Wahl zufrieden: „Der Wahlerfolg ist ein großer Auftrag. Dafür werden wir jetzt jeden Tag arbeiten.“ Den Wahlabend hat Petra Schneider zu Hause mit Familie und Freunden verbracht.

Mitwirken in Mainz

Peter Moskopp (CDU, Wahlkreis 10: VG Weißenthurm, Bendorf, Vallendar, Höhr-Grenzhausen) blieb am Wahlabend in seinem Heimatort Kettig und verfolgte das Geschehen im Wahlkreisbüro. Für ihn ist das Ergebnis ein „historischer Sieg“ und ein politischer Neuanfang. Seine nächsten Schritte sind klar umrissen: den Wählerinnen und Wählern danken und an der Konstituierung der neuen Fraktion in Mainz mitwirken.

Anette Moesta (CDU, Wahlkreis 11,(Stadt Andernach, VG Mendig, VG Pellenz) feierte in Plaidt im Gasthaus „Zur Krone“ gemeinsam mit Familie und Unterstützern. Sie beschreibt den Abend als emotional geprägt; von Spannung, Gesprächen, Freude und Dankbarkeit. Das Wahlergebnis sieht sie als klaren Auftrag zur Veränderung. Für die kommenden Tage stehen Fraktionsgespräche und erste inhaltliche Abstimmungen im Fokus.

Jürgen Schmied (CDU, Wahlkreis 3: (Asbach, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Rengsdorf-Waldbreitbach, Unkel) verbrachte den Wahlabend im Bürgerhaus in Neustadt, zusammen mit Freunden, Familie und Wahlhelfern. Das Ergebnis bewertet er als „hervorragend“ und zugleich als Ansporn, die anstehenden Herausforderungen zügig anzugehen. Auch für ihn geht es nun darum, sich mit den neuen Kolleginnen und Kollegen im Landtag zu vernetzen und die kommenden Wochen vorzubereiten. ROB

Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor? Foto:pixabay.com

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