Adventssingen der Grundschule Adenau
„Frohe Weihnacht, wunderbar“
Konzert und Basar am 13. Dezember - Erlös kommt Lichtbrücke e.V. und Familienzentrum zugute
Adenau. Die Grundschule Adenau mit derzeit 223 Schülern veranstaltet auch in diesem Jahr wieder ihr traditionelles Adventssingen.
Was mit einem Singen und dem Verkauf von Bastelarbeiten auf dem Adenauer Marktplatz begann, hat sich zu einer festen Größe als Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit entwickelt. In diesem Jahr möchten die Kinder mit ihrem Konzert unter dem Motto „Frohe Weihnacht, wunderbar“ die Bevölkerung Adenaus sowie Gäste aus nah und fern etwa eine Stunde mit vielen vorweihnachtlichen Liedern erfreuen.
Basar nur dank Sponsoren möglich
Im Anschluss an das Konzert lädt die Elternschaft zu einem Basar rund um die Pfarrkirche ein.
Die meisten der angebotenen Speisen und Getränke sind von ansässigen Geschäftsleuten gesponsert, denn nur so kann ein ansehnlicher Erlös für die ausgewählten Projekte erzielt werden. Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Durch die zurückliegenden 32 Konzerte konnte inzwischen ein Betrag von über 100.000 Euro gespendet werden, der jeweils zu 100 Prozent an die ausgewählten Projekte weitergeleitet wurde. In diesem Jahr findet das Adventssingen am Samstag, 13. Dezember, um 10 Uhr in der Pfarrkirche statt. Die Elternschaft hat für das diesjährige Konzert zwei Unterstützungsprojekte ausgesucht, eines, das im Ausland Kindern und ihren Familien hilft, und eines, das vor Ort Familien mit Kindern unterstützt.
Hilfe für Menschen in Bangladesch
Das erste Projekt, der Verein „Lichtbrücke e.V., Adenau“, ist eine freie Organisation von Stadt und Verbandsgemeinde Adenau sowie deren Partnergemeinden, die die menschliche Entrechtung in Bangladesch durch praktische und direkte Hilfe in eine menschenwürdige Entwicklung umwandeln will. Seit dem 1. Juli 1999 leistet die Lichtbrücke e.V. Adenau unter dem Dach der Lichtbrücke Engelskirchen e.V. Hilfe zur Selbsthilfe in den Bereichen Gesundheit und Blindenheilung, Kampf gegen Arsenicose, integrierte Dorfentwicklung, Kleinkredite als Starthilfe sowie Bildung und handwerkliche Ausbildung. Mit Spenden aus Adenau konnte der Verein in den vergangenen 15 Jahren verschiedene Projekte unterhalten und finanzieren, unter anderem die Errichtung eines Augenhospitals mit Kinderstation (rund 30 Betten, Mutter-Kind-Station) in Sonargaon sowie ein Ausbildungszentrum für 250 Jugendliche in Khulna. Es wurden 2500 Wasserfilter gegen arsenverseuchtes Trinkwasser installiert und damit 12.000 Menschen vor dem sicheren Tod bewahrt. Stadtbürgermeister a.D. Bernd Schiffarth, Gründer der Adenauer Lichtbrücke, ist Ansprechpartner der Grundschule Adenau. Die Spendenmittel gehen unmittelbar auf die Projektkonten in Bangladesch. Schiffarth informiert sich in kurzen Abständen immer wieder über die Fortschritte an Ort und Stelle.
Unterstützung für Familien im Alltag
Bei dem zweiten Projekt handelt es sich um den Verein Familienzentrum Adenau e.V., der seinen Sitz an der Hauptstraße hat. Es wurde im Oktober 2006 gegründet und wird von einer großen Zahl ehrenamtlich Engagierter getragen.
Neben der Organisation geselliger Angebote will das Familienzentrum Familien eine Anlaufstelle bieten, die bei der Bewältigung des Familienalltags mit seinen immer größer werdenden Herausforderungen Unterstützung benötigen.
Familienzentren sind ehrenamtliche Initiativen von Familien für Familien, die vom Ministerium für Integration, Frauen, Kinder, Jugend und Familien mit fachlichem Rat und Zuschüssen unterstützt werden. Sie können aber nur durch zusätzliche Sponsoren und Unterstützer überleben.Maria Bleiholder, Leiterin des hiesigen Zentrums, hat im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kreis Ahrweiler ein Projekt gestartet, bei dem Adenauer Kinder während des ersten Schuljahres bei den Hausaufgaben und dem Lesen lernen angeleitet werden, um ihnen einen positiven Einstieg ins Schulleben zu erleichtern. Dabei geht es um Kinder, für die eine Betreuung in einem kleinen, sehr persönlichen Rahmen aus verschiedenen Gründen notwendig ist. Die Eltern dieser Kinder sind in die Arbeit eingebunden und helfen zum Beispiel bei der Betreuung und der Zubereitung des gemeinsamen Mittagessens mit. Vorerst befristet hängt der Fortgang dieses Projekts davon ab, dass die Finanzierung weiterhin abgesichert werden kann. Dann kann das Projekt „Mittagskinder“ mit bislang sehr positiven Ergebnissen vielleicht zu einer Dauereinrichtung werden.
Maria Bleiholder ist Ansprechpartnerin für die Schule und arbeitet eng mit dieser zusammen.
