Allgemeine Berichte | 05.06.2019

Jubiläumsveranstaltungen zu Ehren von Fritz Walter in Kobern-Gondorf

Gründung der gleichnamigen Stiftung vor 20 Jahren wurde kräftig gefeiert

Im Spreen Stadion hieß es: Elf für die Lotto Elf und sechzehn für den guten Zweck

Stolz präsentierten die Beteiligten den Spendenscheck aus dem Erlös des Fußballspiels, der Einhundertprozent der Fritz-Walter-Stiftung zu Gute kommt. Fotos EP

Kobern-Gondorf. Stolz und erfreut ist Ortsbürgermeister Michael Dötsch, dass das Jubiläum der Fritz-Walter-Stiftung in Kobern-Gondorf gefeiert werden konnte, sieht es als ein wunderschönes Signal in der heutigen Zeit. Gemeinsam mit dem Sportverein Untermosel, der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel und der Stiftung „Fußball hilft“ organisierte die Gemeinde ein zweitägiges Fest, mit einem besonderen Höhepunkt am Sonntag. Alle Veranstaltungen dienten dem guten Zweck.

Es war der 2. Juni 1999, als die Fritz-Walter-Stiftung vom Land Rheinland-Pfalz, dem Deutschen Fußballbund, dem 1. FC Kaiserslautern und Fritz Walter selbst gegründet wurde. Er war viele Jahre in der Sepp Herberger Stiftung aktiv, es war ihm eine große Ehre, eine eigene Stiftung zu gründen, deren Hauptanliegen die Förderung des Nachwuchsfußballs ist. Ort der Gründung war das Schloss Liebig. In der kleinen Kapelle unterzeichneten an diesem Tag der damalige Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz Kurt Beck, Dr. Theo Zwanziger für den Deutschen Fußballbund und Norbert Thines für den 1. FC Kaiserslautern die Gründungsurkunde.

Auf den Tag genau 20 Jahre später, feierten Prominente aus Sport und Politik dieses Ereignis. Unter ihnen Kurt Beck, Stiftungsbotschafter Ronnie Hellström, Stiftungsvorsitzender Roger Lewentz, sowie Walter und Michael Desch von der Stiftung „Fußball hilft“.

Ein besonderes Highlight war das Fußballspiel der Lotto Elf gegen eine Auswahl der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel im Spreen Stadion, an dem sich auch die 87-jährige Fußballlegende Horst Eckel erfreute.

Bei diesem Spiel schnürten namhafte Spieler ihre Fußballschuhe, unter anderen die Fußballidole Guido Buchwald, Carsten Cullmann, Stephan Engels sowie Holger Fach, Thomasz Zdebel, Anel Dzaka (Trainer TuS Koblenz) und Dariusz Wosz. Stiftungsbotschafter und Fußballgröße Hans-Peter Briegel trainierte die Mannschaft und achtete vom Spielfeldrand auf die sportliche Qualität, denn: „Wir wollen neben dem sozialen Hintergedanken auch attraktiven Fußball bieten!“

Für die Lotto Elf war es das 212. Feldspiel seit ihrer Gründung am 19. Mai 1999. Zusammen mit 20 Hallenauftritten waren sie zum 232. Mal für den guten Zweck im Einsatz und erzielten bis heute eine Gesamtspendensumme von fast 2,4 Millionen Euro. Der Kader der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel war mit Spielern aus den Orten Waldesch, Nörtershausen, Winningen, Hatzenport, Dieblich, Brodenbach, Rhens und Niederfell, sowie mit Fußballern des SV Untermosel besetzt. Auch Ortsbürgermeister Michael Dötsch war mit dabei und zeigte ihm Sturm eine tolle Leistung, die ihm den Namen „schnellster Bürgermeister“ einbrachte. Alle Spieler waren hoch motiviert, gaben trotz sengender Hitze bei mehr als 30 Grad alles. Wegen der hohen Temperaturen wurde die Spielzeit auf zweimal 35 Minuten verkürzt.

Mit 16 Toren insgesamt, davon elf für die Elf endete das Spiel, das einen Erlös von 6.250 Euro erzielte. Dieser fließt zu Einhundertprozent in die Fritz-Walter-Stiftung. Die Stiftung verfolgt seit ihrer Gründung das Ziel eines vorbildlichen Engagements für den Schulfußball, kämpft gegen Jugendarbeitslosigkeit und Drogenmissbrauch, fördert vielschichtige soziale Projekte. Zum Abschluss des Fußballspiels zeigten die „Danzmädcha“ des SVU, dass sie auch „Cheerleading“ können.

Ab 17 Uhr fand eine abschließende Festveranstaltung in der Schlossberghalle statt, bei der die Stars aus der Welt des Sports, der Politik und der Gesellschaft zu Wort kamen und den Anlass gebührend feierten. Die Anwesenden ließen 20 Jahre Fritz-Walter-Stiftung Revue passieren.

Ortsbürgermeister Michael Dötsch und Verbandsbürgermeister Bruno Seibeld begrüßten die Gäste. Letzterer hatte für jeden Prominenten nicht nur einen Gruß, sondern auch detaillierte Infos zur Person. Er dankte dem SV Untermosel ausdrücklich für die Unterstützung bei der Organisation und äußerte den Wunsch nach einem würdigen Abend in Gedenken an Fritz Walter.

Während der gesamten Veranstaltung gaben die prominenten Gäste Interessante aus der Vergangenheit preis. Auch der Mensch Fritz Walter stand im Mittelpunkt, näher gebracht mittels Anekdoten und Informationen. Zu Ehren der Fritz-Walter-Stiftung traten der Musikverein Löf und Django Reinhard auf. Dieser hatte sein Fußballdebüt 2009 in Kobern-Gondorf.

Vom Erlös der Festveranstaltung in der Schlossberghalle profitierten zu gleichen Teilen die Stiftung des Fußballverbandes Rheinland-Pfalz „Fußball hilft“ und die Jugendabteilung des SV Untermosel.

Im kommenden Jahr gibt es wieder einen Grund zum Feiern, denn Fritz Walter wäre dann 100 Jahre alt. Die Schirmherrschaft dieses Jubiläums hat der Bundespräsident Frank Walter Steinmeier übernommen. Zu diesem Anlass wird es eine Sonderbriefmarke geben. EP

Der Ball war im doppelten Sinn heiß umkämpft.

Der Ball war im doppelten Sinn heiß umkämpft.

Zwei Mannschaften traten für den guten Zweck gegeneinander an.

Zwei Mannschaften traten für den guten Zweck gegeneinander an.

Stolz präsentierten die Beteiligten den Spendenscheck aus dem Erlös des Fußballspiels, der Einhundertprozent der Fritz-Walter-Stiftung zu Gute kommt. Fotos EP

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