Radsportler der VG Adenau auf langen Distanzen erfolgreich
Gute Ausdauer macht sich bezahlt
Mountain Biker Daniela Gerhards und Markus Risse stark beim Erbeskopfmarathon
Adenau. Je länger, desto besser - das scheint für viele Ausdauersportler der Verbandsgemeinde Adenau zu gelten. Denn neben Rainer Breuer, der als erfolgreicher Triathlet über die Mittel- und Langdistanz bekannt ist, benötigen auch die Mountain Biker Daniela Gerhards aus Trierscheid und Markus Risse aus Adenau lange Distanzen, um richtig in Fahrt zu kommen. Und auch der Nachwuchsfahrer Fabian Ruffen aus Barweiler kommt trotz seines jungen Alters mit längeren Distanzen bereits bestens zurecht. Beim diesjährigen Erbeskopfmarathon mit Start in Thalfang war für Fabian (RC Herschbroich / Team Radsport Breuer) allerdings schon nach zwei Kilometern Schluss. Dort zwang ihn leider ein nicht zu behebender technischer Defekt zur Aufgabe des Rennens. Daniela Gerhards (RC Herschbroich / Team Radsport Breuer) startete auf der Marathonstrecke mit 112 km, wo sie 3020 Höhenmeter zu absolvieren hatte. Bei bestem Wetter ging es für sie in Thalfang am See los. Mit vielen kurzen, und einigen langen Anstiegen verlangte die Strecke den Teilnehmern einiges ab und so galt es, auf den kniffligen Trailabfahrten trotz der Erschöpfung die Konzentration hochzuhalten. Dies gelang Daniela hervorragend, wenn auch ab Kilometer 90 ab und an die Beinmuskulatur kurz vor einem Krampf stand und sie ein platter Hinterreifen wegen eines Durchschlags an einer zu überfahrenden Bahntrasse auf den letzten Metern zum Schieben zwang. Nach 6:14 Stunden erreichte Daniela unter dem Applaus der Zuschauer den erlösenden Zielbogen und sicherte sich ganz knapp hinter der Siegerin, Bettina Dietzen, den zweiten Platz. Markus Risse (RSC Eifelland Mayen / Team Bulls) startete auf der Halbmarathon-Strecke über 69 km und hatte dort 1650 Höhenmeter vor sich. Nach kurzem Warmfahren zur Mobilisierung der Muskulatur und einer kleinen Startverzögerung aufgrund der hohen Nachmelder-Zahl ging es für Markus los. Da er sich innerhalb des Startblocks in der ersten Reihe aufstellte, konnte er auch die ersten sehr schnell gefahrenen Kilometer im Windschatten der Spitzengruppe mitrollen. Als dann nach einer kurzen Tempoberuhigung eben jenes erneut verschärft wurde, musste er die Spitzengruppe ziehen lassen. Im weiteren Rennverlauf konzentrierte sich Markus auf seinen eigenen Rhythmus und nutzte jede Verpflegungsstelle zur Flüssigkeitsaufnahme. Denn bei den hohen Sommertemperaturen war viel Trinken angesagt, um auch hinten raus das Tempo hochhalten zu können. Dies gelang Markus ganz gut, und als er dann ab der Hälfte der Renndistanz einige, auch ihm bekannte Fahrer einholen und überholen konnte, wusste er, dass heute eine gute Platzierung drin sein könnte. Die sollte ihm auch gelingen. Denn nach 3:05 Stunden überquerte Markus als 18. der Gesamtwertung und 12. in seiner stark besetzten Altersklasse das Ziel. Und nachdem Markus zu Beginn des Jahres einige Marathon-Veranstaltungen auslassen musste, war er mit dieser Platzierung im ersten Marathon für dieses Jahr sehr zufrieden. Die Ergebnisse beider Radsportler sind auch deshalb hoch einzustufen, da sie ein Wochenende zuvor an der alljährlich stattfindenden Rennradfernfahrt über 236 km von Mendig nach Budel in den Niederlanden teilnahmen. Markus erreichte dort mit einer zwölfköpfigen Spitzengruppe nach 6:59 Stunden Fahrzeit das Ziel. Daniela erreichte wenig später in der zweiten, kleineren Gruppe als erste Frau den Marktplatz in Budel und sicherte sich so den Wanderpokal für die schnellste Dame.
Markus Risse.Foto: sportograf.com
Daniela Gerhards erhält den Wanderpokal für die schnellste Frau.Foto: privat
