Allgemeine Berichte | 21.05.2026, 09:25 Uhr

„Heimat?Land!“ #006: Die„Essbare Stadt“ in Andernach

von Daniel Robbel

Zahlreiche Nutzpflanzen gedeihen in der „Essbaren Stadt“. Foto: ROB

Parks in Städten haben im Idealfall eine besondere Eigenart: Sie sind schön anzusehen. Aber wenn der Sprinkler erst einmal auf Hochtouren anläuft und der Rasenschnitt akkurater gestaltet wird als auf einem britischen Golfplatz, gilt vor allem eine eherne Regel: Das Betreten ist streng verboten. In Andernach ist das etwas anders. Hier sind die Grünanlagen nicht nur begehbar, sondern sogar essbar! Seit 2010 wird in Andernach in der „Essbaren Stadt“ gepflanzt, was das Zeug hält. Und dies nicht mit schicken Zierpflänzlein. Nachhaltig soll es sein und somit ganz im Sinne des „Urban Gardening“. Heißt auf gut Deutsch: Hier werden Nutzpflanzen kultiviert, die ganz allgemein als Lebensmittel durchgehen. Egal ob Zwiebel, Zucchini oder auch Mangold – mitten in der Stadt entstehen gesunde Leckereien. Der Clou: Jeder kann sich an den städtischen Köstlichkeiten bedienen, sie mit nach Hause nehmen und zubereiten. Die Initiatoren der Stadtverwaltung wollten damit ein Zeichen setzen. Denn Nachhaltigkeit ist wichtig und dann am wirkungsvollsten, wenn sie kollektiv geschieht. Ziel war und ist es, die Stadt erlebbar zu halten. Man soll sich in den weitläufigen Gärten treffen, ins Gespräch kommen und – vor allem – genießen. Dabei wird auch auf Exoten gesetzt. Andernach ist nicht gerade als Weinanbaugebiet bekannt. Und dennoch gedeihen dort in der „Essbaren Stadt“ mittlerweile Weinreben. Und nicht nur das: Sogar Pfirsich- und Mandelbäume haben hier ihre Heimat gefunden.

Die „Essbare Stadt“ findet vielfältigen Anklang, und gerade Fans der Tomate werden hier auf ihre Kosten kommen. Im Jahr 2010 wurden über 100 verschiedene Sorten angebaut. Da werden die eher profanen „Spaghetti mit Tomatensauce“ zum exquisiten Geschmackserlebnis am heimischen Herd.

Kurzum: ein wirklich gutes Projekt mit Vorbildcharakter. Das ist auch für Kids der Hit. Wegweisende Projekte wie die „Essbare Stadt“ zeigen auf, wie wertvoll eine nachhaltige Landwirtschaft ist.

Wo gehts hin: In die „Essbare Stadt nach Andernach“

Wo muss ich hin: von der B9 aus Koblenz kommend in Andernach abbiegen, gleiches gilt aus nördlicher Richtung hinter Namedy

Was nehme ich mit: Lust auf nachhaltige Projekte und Hunger!

Über „Heimat?Land!“

In der Kolumne „Heimat: Land!“ schreibt Daniel Robbel, BLICK aktuell-Journalist und prämierter Reisebuchautor über die schönsten Ecken in der Region, inklusive Mittelrhein, Ahrtal, Westerwald und Siegtal.

Zahlreiche Nutzpflanzen gedeihen in der „Essbaren Stadt“. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Wir helfen im Trauerfall
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Firmenübernahme TGAPLAN Münch
Tag der offenen Tür Vital Plus – Dein Gesundheitsraum
Sinziger Weinherbst
Weinfest in Oberzissen
Empfohlene Artikel
Monika Neumann von der Lebensberatungsstelle Gerolstein erklärt wichtige Merkmale, ab wann aus einer alltäglichen Situation eine Grenzverletzung wird.
33

Adenau-Gerolstein. In den vergangenen Tagen nahmen Mitarbeitende des Kirchengemeindeverbands Pastoraler Raum Adenau-Gerolstein auf Einladung von Dienstgebervertreterin Carmen Perling an Informationsveranstaltungen zum Thema Prävention gegen sexualisierte Gewalt teil. Ziel war es, das Bewusstsein für den Schutz von Kindern, Jugendlichen sowie schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen weiter zu stärken und Sicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und Verdachtsfällen zu vermitteln.

Weiterlesen

Symbolbild.
94

Ehlingen/Bad Neuenahr. Am 20. und 21. Oktober 2026 wird ein Abschnitt der B 266 zwischen Ehlingen (A 571) und Bad Neuenahr (Ost) aufgrund von Mäh- und Reinigungsarbeiten voll gesperrt. Diese Sperrung betrifft insbesondere die Fahrtrichtung Bad Neuenahr sowie alle Auffahrten zur B 266 in diesem Bereich. Die Straßenmeisterei Sinzig führt die Arbeiten in Zusammenarbeit mit der Autobahnmeisterei Mendig durch.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
1212

Astrologische Vorschau für die KW 40: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 28. September bis 04. Oktober 2026

Die letzte Septemberwoche und die ersten Oktobertage bringen Bewegung in viele Lebensbereiche. Zwischen Aufbruchsstimmung und dem Bedürfnis nach Ruhe zeigt sich, welche Vorhaben wirklich tragfähig sind und wo noch nachjustiert werden muss. In der Liebe können ehrliche Worte für Klarheit sorgen, beruflich eröffnen sich neue Möglichkeiten – allerdings nicht immer ohne Umwege. Auch die Gesundheit verlangt...

Weiterlesen

Secco in der Weinlounge
114

Rieden. Am 19. September 2026 erlebten die Möhnen aus Rieden einen unvergesslichen Ausflug an die Mosel. Bei herrlichem Spätsommerwetter starteten sie, nach einer kleinen flüssigen Stärkung , mit dem Bus in Richtung Cochem. Von dort aus ging die Reise bei guter Stimmung weiter mit dem Schiff nach Beilstein, wo die Gruppe zur historischen Burg hinaufwanderte. Oben angekommen, genossen die Möhnen in der Sonne leckeren Kuchen, Waffeln und Kaffee mit einem traumhaften Ausblick auf die Mosel.

Von Michaela Luxem-Orth aus Rieden

Weiterlesen