Allgemeine Berichte | 18.01.2016

Neujahrsempfang des Hospiz-Verein-Rhein-Ahr e.V.

„Hospizarbeit im Ahrtal ist angekommen“

Verein hat inzwischen fast 1000 Mitglieder

Hospiz-Geschäftsführer Christoph Drolshagen unterstrich die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Kräfte.DU

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hospiz-Verein-Rhein-Ahr e.V. war die „gute Stube“ der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, der ehemalige Speisesaal des Grand-Hotels „Flora“, Schauplatz des Neujahrsempfangs. In diese historische Stätte, die heute als Ratssaal genutzt wird, hatte Bürgermeister Guido Orthen den Verein eingeladen. „Als symbolische Verbeugung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler vor dem Hospiz-Verein“, so Orthen, der in seiner Begrüßung sowohl den drei Trägern des „Hospiz im Ahrtal“, als auch den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihr Engagement ausdrücklich dankte. Ulrike Dobrowolny, Vorsitzende des Hospiz-Verein-Rhein-Ahr, blickte anschließend auf den ersten Neujahrsempfang vor sechs Jahren mit gerade einmal 25 Gästen zurück und nannte die beeindruckenden Zahlen des vergangenen Jahres: „Im kommenden Jahr feiert der Hospiz-Verein sein 25-jähriges Jubiläum. Es war ein langer Weg, bis das Hospiz Realität wurde. Deswegen steht es aber auch auf besonders festen Füßen. Im vergangenen Jahr stand der Bau des Hospizes, das von Andreas Reuther begleitete Kofferprojekt und die Hospiz-Eröffnung im Vordergrund. Gleichzeitig lief unsere normale, ambulante Beratung und Hospizarbeit weiter. Ehrenamtliche Kräfte wurden ausgebildet, damit sie zusammen mit den hauptamtlichen Palliativcare-Schwestern die Menschen zu Hause in Ihrem gewohnten Umfeld, in Pflegeheimen und Krankenhäusern begleiten können. Im Jahr 2015 begleitete der Verein 328 Menschen und deren Angehörige, das heißt, sie wurden „zu Hause“ aufgesucht, beraten und psychosozial unterstützt. 44 Ehrenamtliche MitarbeiterInnen erbrachten 3150 Stunden. Es gab 2025 Kontakte der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen mit schwerkranken Menschen und deren Angehörigen, sowie 24.300 gefahrene Kilometer, obwohl wohnortnahe Einsätze erfolgten. Die fünf hauptamtlichen Schwestern legten 51.033 Kilometer zurück. 2015 absolvierten 19 BürgerInnen die Ausbildung als ehrenamtliche MitarbeiterInnen im Grundkurs und führen Ihre Ausbildung nun im Aufbaukurs fort. Damit wird der ambulante Verein im Vergleich zum „Hospiz im Ahrtal“ die doppelte Zahl hospizlicher Begleitungen übernehmen, wo im Jahresdurchschnitt mit 160 Gästen zu rechnen ist.

Spendensumme von insgesamt 203.000 Euro im Jahr 2015

Die Spenden für das „Hospiz im Ahrtal“ betrugen 123.000 Euro, für die ambulante Arbeit des Hospiz-Verein-Rhein-Ahr 80.000 Euro. Alles in allem bleibt zu sagen: Hospizarbeit im Ahrtal ist angekommen und die hohe Bürgerbeteiligung zeigt, wie die Bevölkerung die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen wünscht: Ein Mensch kommt zu einem Menschen. Menschenwürdiges Sterben - das ist der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger im Ahrtal.“ Exakt 989 Mitglieder gehörten am Tag des Neujahrsempfangs dem Hospiz-Verein-Rhein-Ahr e.V. an und Ulrike Dobrowolny ermutigte die zahlreichen Gäste zum Ausfüllen eines Mitgliedsantrages, um bald die Marke von 1000 Vereinsmitgliedern zu erreichen. Der Geschäftsführer des „Hospiz im Ahrtal“, Christoph Drolshagen, zeigte sich vom überwältigenden Interesse der Bevölkerung am Hospiz begeistert und dankte allen Helfern und Spendern, auf die man auch zukünftig angewiesen ist. Sieben Gäste leben inzwischen im „Hospiz im Ahrtal“, das voraussichtlich schon in den kommenden Tagen voll belegt sein wird. Ein Team von dreizehn Pflege- und drei Hauswirtschaftskräften sorgt für die Gäste. Ganz im Sinne des ökumenischen Gedankens möchte man schon bald zwei Seelsorger für die spirituelle Begleitung der Hospizgäste gewinnen. Weiterhin unterstrich Drolshagen die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Helfer: „Diese können als Mitmenschen und Mitbürger nach dem Motto „was möchtest du, das ich zusammen mit dir tun soll“ begleiten.“ Gut angelaufen ist auch die Verzahnung von Ärzten, ambulanten Diensten und Palliativstationen mit dem Hospiz. Erst kürzlich besuchten 16 Mediziner der Region die Einrichtung - nicht nur zum Kennenlernen, sondern auch, um sich für eine optimale Versorgung der Gäste zu vernetzen. Die Neujahrswünsche des Kreises Ahrweiler überbrachte der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch, der seinerzeit schon beim ersten Neujahrsempfang des Hospiz-Vereins zu Gast war. „Sie übernehmen das, was in früheren Zeiten oft die dörfliche Gemeinschaft getan hat: Den Menschen in Würde zu begleiten. Der Hospiz-Verein hat den Tod aus der „dunklen Kammer“ geholt und gibt jedem der es möchte, die Möglichkeit, begleitet und in Würde zu sterben.“ Ausgestellt wurden im Rahmen der Veranstaltung die Skulpturen des Künstlers Titus Reinarz aus Sinzig-Löhndorf, das Lied „Ich hab` ein zärtliches Gefühl“ von Hermann van Veen regte zum Nachdenken an. Das Schlusswort war dann Ulrike Dobrowolny vorbehalten, die bei der Gelegenheit auf die kommende Vernissage „Hospizarbeit ein Gesicht geben“ am Donnerstag, 10. März, um 18 Uhr in der Ehemaligen Synagoge in Ahrweiler hinwies. Sabine Köberling, Mitglied und ehrenamtliche Begleiterin, Malerin, Grafikerin und Fotografin, wird besondere Schwarz-Weiß-Fotografien rund um das Thema Hospizarbeit zeigen.

Hospiz-Geschäftsführer Christoph Drolshagen unterstrich die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Kräfte.Foto: DU

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Vorstand der kfd Adenau mit den Jubilarinnen und Pastor Dr. Justen
75

Adenau. Zur Mitgliederversammlung der kfd Adenau am Mittwoch, 1. April, in der Scheune am Buttermarkt kamen 36 Damen und Herren zusammen. Die Sitzungsleitung lag bei Ruth Holbach. Nach der Begrüßung folgten ein gemeinsames Gebet sowie ein Totengedenken, das durch das Entzünden von elf Kerzen einen würdigen Rahmen erhielt. Die geistliche Einstimmung gestaltete Anneliese Nieten.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
99

Adenau. Im Zeitraum vom 27.03.2026, 17:00 Uhr, bis 28.03.2026, 12:00 Uhr, wurden durch bislang unbekannte Täter etwa 30 Meter Fichtenlangholz aus dem Stadtwald Adenau, Bereich Schwallenberg, entwendet. Nach Angaben des Anzeigers muss der Abtransport mit einem größeren Gefährt (vermutlich Forstzugmaschine mit Kran und Anhänger) stattgefunden haben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2290

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Ostergruß
Osterangebot
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
PR-Anzeige
Titelanzeige
Stellenanzeige Kita