Allgemeine Berichte | 24.07.2015, 11:25 Uhr

Koblenzer Erklärung zur dualen Berufsausbildung

IHK-Vollversammlung fordert stärkere Anerkennung für berufliche Bildung

Bei der turnusmäßigen Sitzung haben die Vollversammlungsmitglieder, Unternehmer aus der Region, eine Resolution einstimmig verabschiedet

Koblenz. Der rheinland-pfälzischen Wirtschaft fehlt es zunehmend an Fachkräften. Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, muss die duale Berufsausbildung wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Davon ist die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz überzeugt und hat jetzt die „Koblenzer Erklärung zur dualen Berufsausbildung“ verabschiedet. In dem Gremium kommen 70 gewählte Unternehmensvertreter aus dem Bezirk der IHK Koblenz zusammen. „Unser duales Ausbildungssystem ist ein Erfolgsmodell, um das man uns vielfach beneidet“, betont Manfred Sattler, Präsident der IHK Koblenz. „Sie ist der Garant für bestens qualifizierten Fachkräftenachwuchs, den unsere Unternehmen so dringend brauchen.“ Dennoch entscheidet sich mehr als die Hälfte der Schulabgänger inzwischen für ein Studium; zudem macht sich der demografische Faktor bemerkbar. „Alle Verantwortlichen sind dringend aufgefordert, alles dafür zu tun, dass wieder mehr Jugendliche ihren Karriereweg über eine duale Aus- und Weiterbildung beschreiten“, so Sattler weiter. Mit der verabschiedeten Erklärung tritt die Vollversammlung daher für eine stärkere öffentliche Wahrnehmung der dualen Ausbildung ein, für eine höhere Wertschätzung der betrieblichen Ausbildung sowie die Bildungsgerechtigkeit ein.

„Wir richten unsere Forderungen ganz gezielt auch an die Unternehmensleitungen und Ausbildungsverantwortlichen“, sagt Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz. Ziel müsse es sein, dass möglichst viele Betriebe die duale Ausbildung sowie passende Aufstiegsfortbildungen für die Fachkräftegewinnung nutzen. Auch ein Angebot von Schülerpraktikumsplätzen zur Berufsorientierung gehöre zu einem attraktiven Ausbildungsbetrieb.

In dem Zusammenhang begrüßt die IHK-Vollversammlung auch die verpflichtende Berufsorientierung der allgemeinbildenden Schulen und unterstützt die Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen schon lange - etwa durch ihr Programm der „Schulpatenschaften“. Zudem werben die Unternehmensvertreter in der Erklärung für das duale Studium, bei dem der Auszubildende zugleich einen Berufs- wie auch einen Hochschulabschluss erwirbt. „Bei den Jugendlichen ist die Nachfrage nach diesem Bildungsweg hoch“, so Arne Rössel. „Wir unterstützen daher sowohl die Unternehmen als auch die Hochschulen dabei, ausbildungsintegrierte duale Studiengänge anzubieten.“

Die Resolution finden Interessierte zum Download unter www.ihk-koblenz.de, Dok.-Nr. 2706328.

Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer Koblenz

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