Politik | 20.05.2014

Bürgermeister Guido Nisius hatte zur letzten Ratssitzung vor der Kommunalwahl eingeladen

Im Verbandsgemeinderat wird es einen merkbaren Wechsel geben

Die Fraktionsvorsitzenden, die nach der Wahl nicht mehr dabei sind (v.l.) Mike Henneberger (FD), Gereon Schürmann (ÖDP), Wolfgang Frings (SPD), Wilfried Börder (CDU) und Beigeordneter Ulrich Kasper. UM

Adenau. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius hatte zu seiner ersten, aber auch gleichzeitig zur letzten Verbandsgemeinderatssitzung vor der anstehenden Kommunalwahl eingeladen. Dabei konnte er fast alle Ratsmitglieder begrüßen und bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit und das auch ausdrücklich im Namen seines Vorgängers im Amte, Hermann-Josef Romes. Beim Tagesordnungspunkt Jahresabschluss 2012 des Abwasserwerkes hatte der Prüfer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach aus Koblenz ein absolut positives Prüfungsergebnis vorgelegt und das mit dem uneingeschränkten Prüfungsvermerk. Das ist nicht überall so üblich und so kam bei den guten wirtschaftlichen Daten mit einem Jahresgewinn in 2012 mit 55.177,81 Euro die Empfehlung, auch in der Zukunft so weiter zu machen. Mit dem Dank an den Werkleiter und sein Team wurde hier einstimmig Entlastung erteilt. Ebenfalls bei der Prüfung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2011, bei dem der Bürgermeister ausnahmsweise den Vorsitz behalten konnte, da er damals ja noch nicht im Amt war.

Bei dem 2009 ins Leben gerufenen Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau, der „Von Bürgern für Bürger“ eingerichtet wurde, ging es darum, neue Richtlinien anzupassen, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Zum Ende der Ratssitzung blieb allen nur noch einmal, Rückschau auf eine kommunalpolitische Vergangenheit zu halten, da es im Verbandsgemeinderat einen merkbaren Wechsel geben wird. Allein bei vier Parteien kandidiert der Fraktionsvorsitzende nicht mehr und auch der Beigeordnete Ulrich Kaspers tritt nicht mehr an. Bei der ÖDP ist es nicht nur der Fraktionsvorsitzende Gereon Schürmann, sondern die ganze Partei, die nicht mehr zur Wahl zum Verbandsgemeinderat Aufstellung nahm. Schürmann ließ so nach 20 Jahren Kommunalpolitischen wirken mächtig Dampf ab, indem er sich als kleines Rädchen im großen Uhrwerk der Kommunalpolitik der Verbandsgemeinde gesehen habe. Sich zwar ständig gedreht und in der Spur geblieben, aber letztendlich von der Übermacht der Zahnräder zermalmt wurde.

Bei der SPD-Fraktion ist es der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Frings, aber auch alle zurzeit im Rat sitzenden Mitglieder, die nicht mehr zur Wahl antreten. Einen neuen Fraktionsvorsitzenden müssen aber auch die CDU-Mitglieder wählen, da Wilfried Börder, ebenso wie sein Fraktionskollege von der FDP, Mike Henneberger, nicht mehr zur Wahl anstehen. Bürgermeister Nisius dankte allen Ratsmitgliedern für ihr Engagement im Ehrenamt der Verbandsgemeinde und versprach nach der Wahl, alle dann nicht mehr im Rat vertretenden Mitglieder in einem würdigen Rahmen zu verabschieden.

Die Fraktionsvorsitzenden, die nach der Wahl nicht mehr dabei sind (v.l.) Mike Henneberger (FD), Gereon Schürmann (ÖDP), Wolfgang Frings (SPD), Wilfried Börder (CDU) und Beigeordneter Ulrich Kasper. Foto: UM

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