MSC Adenau
Klassen- und Wertungsgruppensieg
Schmitz konnte sich mit neuem Stahlbau Nett Porsche gegen die Konkurrenz auf dem Nürburgring behaupten
Adenau. Nach einer sehr langen Winterzeit in der Eifel wurde der erste Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife ausgetragen. Auch für den Piloten vom MSC Adenau war es die Premiere mit dem neuen Stahlbau Nett Porsche 991.
Über 200 Starter gingen am frühen Samstagmorgen in das 90-minütige Zeittraining. Darunter auch das neue Fahrertrio von Prosport-Performance mit Helmut Weber (Königsfeld), Ivan Jacoma (Schweiz) und Christian Schmitz (Herresbach) mit dem nagelneuen Porsche 991 in der Klasse der Produktionswagen bis 3.500 ccm Hubraum (V6).
Die Bedingungen auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife waren nicht einfach. Am Morgen war der Kurs noch nass und trocknete erst langsam ab. Als der junge Herresbacher dann endlich auf seiner schnellsten Runde war, gab es lauter Gelb-Phasen und Überholverbot. Zusätzlich kam der neue sogenannte „Code 60“ zum Einsatz. „Das bedeutet, dass bei doppelt-gelber Flagge, höchstens 60 km/h gefahren werden, darf“, so Schmitz später.
Eine Verbesserung der Bestzeit war somit in der stark besetzten Klasse V6 nicht möglich und das Team musste sich mit dem vierten Startplatz zufrieden geben.
Zum Start des 4-Stunden-Rennens saß Christian Schmitz im Cockpit des Porsche 991 und konnte schon am Start richtig Boden gut machen. Als Führender kam er aus der ersten Runde zurück und setzte sich Runde für Runde deutlich von der Konkurrenz ab.
Jedoch wurde schnell klar, dass dieses Rennen nicht einfach werden würde, da es bedenkliche Probleme mit dem Benzinverbrauch gab. Das Team konnte auch auf keine Werte aus Testfahrten zurückgreifen und somit musste die Strategie angepasst werden. Im Verlauf des Rennens absolvierte das Team gegenüber der Konkurrenz einen Tankstopp mehr.
Nach zwei kurzen Stints übergab Christian das Fahrzeug, in Führung liegend, an den Projekt-Erfinder Helmut Weber, der seine Arbeit ebenfalls sehr gut machte und die Führung weiter ausbauen konnte, ehe Ivan Jacoma für den Schluss des Rennes ins Auto stieg.
Aufgrund seiner großen Erfahrung im Porsche Carrera-Cup hielt der Schweizer am Ende, trotz des zusätzlichen Tankstopps, den Rest der stark besetzen Klasse deutlich auf Distanz und kam mit einem Vorsprung von 1:22.062 Minuten auf den Zweitplatzierten ins Ziel.
Die Freude im gesamten Team war riesig, denn neben dem Klassensieg in der V6 reichte es zusätzlich zum Wertungsgruppensieg der Produktionswagen und somit durfte das Fahrertrio auch an der Siegerehrung auf dem Siegerpodest der drei Gesamtsieger teilnehmen.
„Das war ja mal ein Einstand nach Maß. Das Ziel war ganz klar, möglichst viel an neuen Erfahrungen auf diesem Fahrzeug zu sammeln, wir wussten vor dem Rennen absolut gar nicht, wo wir mit unserem neuen Porsche 991 stehen. Dass es dann so gut läuft, damit konnte nun wirklich niemand rechnen. Sicherlich hatten wir auch etwas Glück, doch ich denke, wir drei Fahrer sind für eine überragende Leistung belohnt worden. Die Freude ist groß, doch nun müssen wir am Auto weiterarbeiten und uns so schnell wie möglich weiterentwickeln. Ich freue mich sehr auf die nächsten Aufgaben mit dem Porsche 991. Mein großer Dank geht an dieser Stelle noch mal an Helmut Weber, der das Projekt geplant und auch zum größten Teil umgesetzt hat“, so Christian Schmitz nach dem Rennen.
Bereits am 27. April geht es schon weiter mit dem 55. ADAC ACAS H&R-Cup.
Der neue Stahlbau Nett Porsche 991.
