Pfarreiengemeinschaft Adenau
Konsequenzen aus personnelle Veränderungen
Gespräch über die Organisation der kirchlichen Verwaltungsarbeit im Kirchengemeindeverband Adenau
Adenau. Auf Einladung der Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbands Adenau fand in der Komturei in Adenau ein offenes Gespräch über die Organisation der kirchlichen Verwaltungsarbeit im Kirchengemeindeverband Adenau statt. Pfarrer Rainer Justen, der Moderator des Pfarrerteams, begrüßte die Anwesenden.
Pfarrer Heinrich Ant verlässt Adenau
Aus aktuellem Anlass wurde über die Konsequenzen des Stellenwechsels von Pfarrer Heinrich Ant für die Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft Adenau gesprochen. Pfarrer Heinrich Ant wurde auf seinen Wunsch hin zum Dienstag, 1. September zum Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Wadern ernannt. Daher ist damit zu rechnen, dass nach der Verabschiedung von Pfarrer Heinrich Ant am Sonntag, 12. Juli bis zur Wiederbesetzung der Planstelle nur ein Priester für acht - rechtlich sogar neun – Pfarreien mit etwa 6.300 Katholiken zur Verfügung stehen wird. Zum Pastoralteam gehört zurzeit außer den beiden Priestern Gemeindeassistent Matthias Beer. Er steht allerdings in der Berufseinführungsphase nur mit einem Beschäftigungsumfang von 60 Prozent für die Seelsorge in der Pfarreiengemeinschaft Adenau zur Verfügung. Der Vorsitzende des Pfarreienrates, Dr. Rainer Schlömp, erläuterte die Strukturen der kirchlichen Organisation auf der Ebene der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften. Dabei ging er auch auf die Veränderungen seit der Gründung des Kirchengemeindeverbands Adenau am 1. September 2011 ein.
Schlüsselzuweisung für Personalkosten verringern sich
Statt der früheren Bedarfszuweisungen des Bistums an die einzelnen Kirchengemeinden gibt es seitdem insbesondere für die Personalkosten eine Schlüsselzuweisung an den Kirchengemeindeverband, die sich schrittweise verringert. Daraus ergibt sich unter anderem der Zwang, die Personalkosten zu senken. Auch sind nicht mehr die Kirchengemeinden, sondern der Kirchengemeindeverband Anstellungsträger der Angestellten wie beispielsweise Küster und Organisten. Pfarrer Rainer Justen ging auf die beträchtlichen Herausforderungen ein, die sich in den neuen Strukturen für die Verwaltungsarbeit ergeben. Die Anforderungen hinsichtlich von Kompetenz wie von Zeit für die Führung und die Leitung des Personals, der Personal- und Organisationsentwicklung sind beträchtlich.
Hinzu kommen die Gremienarbeit, die Betreuung der Immobilien und der Baumaßnahmen, die Abstimmung der Arbeit mit der bischöflichen Behörde und der Rendantur Mendig. Außerdem müssen die Budgets überwacht und Verwaltungsabläufe konzipiert und fortentwickelt werden.
Belastung wird sich verschärfen
Über seinen priesterlichen Dienst hinaus sieht sich insbesondere der leitende Pfarrer oder, wie in der Pfarreiengemeinschaft Adenau, der Moderator eines Priesterteams, mit umfangreichen und aufwendigen Verwaltungsaufgaben konfrontiert. Diese Belastung wird sich noch verschärfen, wenn weniger oder sogar keine weiteren Priester für die Pastoral zur Verfügung stehen. Es wurde darauf hingewiesen, dass in anderen deutschen Pfarreiengemeinschaften derzeit neue Wege gesucht werden, um Haupt- wie Ehrenamtliche in der Verwaltungsarbeit zu entlasten. Insbesondere im Erzbistum Köln ist der Aufbau einer professionellen Verwaltungsleitung bereits weit fortgeschritten. Die Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbands Adenau hat die seit der Einrichtung des Kirchengemeindeverbands gemachten Erfahrungen in der kirchlichen Verwaltungsarbeit reflektiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass deren Organisation neu überdacht und weiterentwickelt werden muss. Dazu hat sie einstimmig eine Stellungnahme beschlossen, die der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und Bischof Dr. Stephan Ackermann vorgelegt wird.
