Volkstrauertag in Adenau
Mahnung zum Frieden
Adenau. In diesem Jahr meinte der Wettergott es nicht gut bei der Gedenkfeier am Ehrenmal, am Friedhof in Adenau. Er ließ es während der ganzen Veranstaltung kräftig regnen. Der Trauerzeremonie vorausgegangen waren Gottesdienste in den Kirchen beider Konfessionen, bevor der Zug mit Verbandsbürgermeister Guido Nisius, Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann, den Fahnenträgern der Zünfte, Vertretern von Feuerwehr, DRK und aller Adenauer Vereine zum Friedhof marschierten.
Die Gedenkrede
Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler, Prof. für Katholische Pastoraltheologie an der Uni Regensburg, in Adenau geboren, hatte in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, die Gedenkrede zu halten. Schöttler mahnte zum Frieden, für den sich jeder einbringen kann. Mit Gottes Hilfe müsste es möglich sein, Frieden zu schaffen. Zum Abschluss gab Schöttler eine Geschichte von Herodot, dem Vater der Geschichtsschreibung wieder: Im 5. Jahrhundert soll König Kroisos gesagt haben: „Niemand ist so töricht, den Krieg dem Frieden vorzuziehen, denn in dem einen begraben die Väter ihre Söhne, in dem anderen die Söhne ihre Väter“. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Männergesangverein, dem Blasorchester der Stadt Adenau und dem Tampourcorps.
Gedenkfeier am Ehrenmal vor dem Friedhof in Adenau,
Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann und Bürgermeister Guido Nisius gedachten den gefallenen und vermissten Soldaten. Fotos: SES
