VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring - 36. RCM DMV Grenzlandrennen
Manthey Racing schlägt bei turbulentem Regenrennen zurück
Nürburgring. Heftiger noch als beim 6-Stunden-Rennen setzten die Wetterkapriolen beim 36. RCM DMV Grenzlandrennen den Akteuren zu. Zunächst musste aufgrund starken Nebels das Zeittraining um 40 Minuten verschoben werden, sodass das Rennen erst um 12.50 Uhr gestartet werden konnte. Beim Start herrschten noch trockene Bedingungen, doch bereits nach der vierten Runde wurde einsetzender Starkregen aus dem Bereich der Fuchsröhre gemeldet, der wenige Minuten später auch die GP-Strecke erfasste. Zahlreichen Favoritenteams wurden diese Verhältnisse zum Verhängnis, darunter auch der beim 6-Stunden-Rennen siegreiche SLS von ROWE Racing. Es folgte ein Rennverlauf mit nassen und trockenen Perioden. Anders als beim Lauf zuvor, nutzten diesmal die Lokalmatadore von Manthey und GetSpeed den Heimvorteil in Sachen Wetterprognose und bestückten ihre Boliden zu den richtigen Zeitpunkten mit Trocken- oder Regenreifen. Und so schlug nach über 500 sieglosen Tagen in der VLN das von 2009 bis 2011 die Serie dominierende Team aus Meuspath mit einem doppelten Triumph in der Gesamtwertung zurück. Im Manthey Porsche 911 GT3 RSR errangen Jochen Krumbach (Eschweiler), Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Lucas Luhr (Schweiz) aber nicht nur den Gesamtsieg, sondern sicherten mit diesem Erfolg auch den 500. Wertungsgruppensieg für Porsche in der 37-jährigen Geschichte der VLN. „Dieser Sieg macht mich mächtig stolz und ich bin sehr glücklich, dass wir damit ein kleines Stück VLN-Geschichte schreiben konnten“, sagte Teamchef Olaf Manthey. „Die Serie ist seit langem meine Heimat - hier liegen meine Wurzeln.“
Podium in Porsche-Hand
Auf Rang zwei folgte mit Christian Menzel (Kelberg) und Wolfgang Kohler (Aldingen) die Besatzung des zweiten Manthey-Porsche. Komplettiert wurde der totale Triumph des Zuffenhausener Sportwagenherstellers durch Adam Osieka (Bonn), Dominik Brinkmann (Dortmund) und Steve Jans (Luxemburg) im CUP Porsche, des in diesem Jahr neu gegründeten und ebenfalls im Industriepark in Meuspath beheimateten Teams von GetSpeed.
Kurz vor Ende des Rennens sorgten erneut heftige Regenschauer für erschwerte Bedingungen, worauf die Rennleitung sich für einen Rennabbruch entschied.
Neben den siegreichen Teams zeigten auch weitere Lokalmatadore, dass sie bestens mit den Witterungsbedingungen zurechtkamen. So sicherte sich das Team von Black Falcon (Meuspath) mit den beiden Porsche 911 GT3 den Sieg sowie den dritten Rang in der Klasse SP7.
In den leistungsschwächeren Klassen waren es allen voran die für den MSC Adenau startenden Stefan Manheller (Meuspath) und Uwe Krumscheid (Nürburg), die neben dem Sieg in der Klasse H4 und dem Wertungsgruppensieg in der Gruppe H die Erfolgsbilanz anführten. Auch Fredy Lienhard und Ralph Beck (beide Herschbroich) konnten erneut mit dem Mazda MX-5 den Erfolg in der seriennahen Klasse V3 für sich verbuchen. Auch Michael Mönch (Adenau) fuhr gemeinsam mit Oliver Frisse (Rüthen) erneut aufs Podium. In der Klasse V4 belegten sie mit dem BMW 325i den dritten Rang. Erfolgreich, aber noch ohne Trophäe blieb das in Herschbroich beheimatete Team von „PROsport“. Zwar überquerte das Fahrerduo Jacoma und Jörg Viebahn mit dem Porsche 911 Carrera als Erste die Linie, das Ergebnis in der Klasse V6 wurde aber nach einem Protest bis zur Klärung durch die technischen Kommissare ausgesetzt. Wo die Reise für das Team von RTR aus Adenau mit dem Porsche 911 GT3 Cup hätte hingehen können, zeigte ein Blick auf das Ergebnis nach der vierten Runde, wo man sich vor dem späteren dritten Platzierten in der Gesamtwertung befand. Dann aber zog man kurz vor dem einsetzenden Regen die falsche Karte bei der Reifenwahl, und der Porsche rutschte im Bereich Wehrseifen von der Strecke.
Auch Frikadelli Racing (Barweiler) hatte beim Reifen-Roulette nicht das glücklichste Händchen. Auf Regenreifen gestartet, wechselte man bei größtenteils abgetrockneter Strecke bereits nach der ersten Runde auf Slicks, drei Runden später mussten dann aber erneut die Regenreifen aufgezogen werden. Dies sollte noch nicht das Ende der Aufregung für Teamchef Klaus Abbelen (Barweiler) gewesen sein. Zwischenzeitlich wieder auf dem Vormarsch, drehte sich der Frikadelli-Porsche in der Hohenrain-Schikane von der Strecke. Man konnte das Rennen aber fortsetzen und erreichte am Ende auf Rang 7 in der Gesamtwertung und mit dem dritteRang in der Klasse das Ziel.
Der nächste Lauf
Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring startet mit dem 45. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig, am 28. September ins letzte Saisondrittel.
Der siegreiche Manthey Porsche 911 GT3 RSR im Positionskampf mit einem BMW Z4.
