Grundschule Adenau
Nicht alltäglicher Unterricht bereitete den Kindern viel Freude
Adenau. Die Klasse 2c der Grundschule Adenau hatte im Frühjahr am Malwettbewerb „Wer malt den schönsten Osterhasen?“ teilgenommen und einen Klassenpreis gewonnen. Reinhold Stumpf von der Kreisjägerschaft Ahrweiler besuchte nun die Klasse 2c im Unterricht und konnte dabei den Kindern die Natur wieder ein Stück näherbringen und auf folgendes Problem aufmerksam machen: Verloren gegangener Lebensraum macht dem Feldhasen sehr zu schaffen.
Deshalb soll im Jahr des Feldhasen dieses heimische Tier besonders in den Fokus rücken. Die Tiere sind zur Deckung zum Beispiel auf Hecken, Wiesenflächen und Altgras angewiesen. Um für die Junghasen fettreiche Hasenmilch produzieren zu können, ist die Häsin als reiner Pflanzenfresser auf ein reiches Angebot von Gräsern und natürlichen Kräutern angewiesen. Besonders angelegte Wildäsungsflächen, die sich durch ihre Blüten- und Pflanzenvielfalt von landwirtschaftlich bestellten Flächen abheben, können hierbei helfen, dass es dem Feldhasen wieder besser geht und sein Bestand nicht weiter bedroht wird.
Im Gegensatz zum Kaninchen, so Stumpf, werden die Junghasen oberirdisch geboren. Sie sind bereits behaart und sehend (ebenfalls im Gegensatz zum Kaninchen). Zur Anschauung hatte Stumpf aus der „Rollenden Waldschule“ einen ausgestopften Feldhasen mitgebracht, den jedes Kindes streicheln durfte. Alle ausgestopften Tiere der „Rollenden Waldschule“ stammen übrigens von Wildunfällen her, deren Opfer sie irgendwann geworden waren.
Im Unterricht wurden zum Schluss auch Themen wie Tollwut, Hege und der Unterschied zwischen Förster und Jäger behandelt. Den Kindern hat dieser für sie nicht alltägliche Unterricht viel Freude bereitet. Sie hörten interessiert zu und stellten viele Fragen. Sie freuen sich schon, wenn sie im nächsten Schuljahr an den Waldjugendspielen teilnehmen dürfen.
