Politik | 26.02.2014

Niemand will Windräder oder Stromtrassen vor der Haustür

Stellungnahme zum Thema „Windenergienutzung in Adenau und Herschbroich“

Mit der Pressemitteilung des SPD Ortsverbandes zum Thema Windenergienutzung in Adenau und Herschbroich fügt die SPD ihrer seit Jahrzehnten fragwürdigen Energiepolitik eine weitere, wie ich meine, skurrile Facette hinzu. Nachdem uns die Rot-Grüne Bundesregierung unter Kanzler Schröder im April 2000 das Einspeisegesetz für Erneuerbare Energien als „Energiewende“ verkauft hat, stehen wir heute am Scheideweg dieser Politik. Niemand will Windräder, niemand will Stromtrassen – zumindest nicht vor der eigenen Haustür - und erst recht niemand will teureren Strom. So langsam scheint es der SPD und den Grünen zu dämmern, dass sich Sankt-Florians-Politik mit Kernkraft weitaus besser machen lässt als mit Sonne und Wind. Man braucht dafür nämlich weitaus weniger Anlagen, die man bei „Anderen“ platzieren muss. Die „ökologische Revolution“ ist nicht zum Nulltarif zu haben. Wie bereits die Kreisgruppe des BUND kürzlich feststellte, benötigt sie mehr Fläche, mehr Geld, und letztlich auch mehr Bürger, die bereit sind, die Energiewende mit zu tragen und die damit einhergehenden Nachteile vor der eigenen Haustür hinzunehmen.

Dass ausgerechnet die SPD Frau Rebatscheck der Stadt Adenau vorwirft, dass es dieser ausschließlich um „eine neue Einnahmequelle“ geht, ist jedoch der Gipfel. Ist es doch die SPD, der es nach über 20 Jahren Verantwortung in Mainz gelungen ist, die Finanzkraft der Kommunen in Rheinland Pfalz an den bundesdeutschen Schluss zu drücken. Hinzu kommt das Planungschaos, das die Landesregierung durch den Verzicht auf jegliche Steuerung des Windenergieausbaus verursacht hat. Und nun hat die Kommune den Schwarzen Peter, die versucht, sich aus dieser Lage zu befreien. Ganz nebenbei scheint Frau Rebatschek übersehen zu haben, dass „die Stadt Adenau“ keine Windräder an der Hohen Acht will sondern hierüber eine klare und transparente Entscheidung unter Einbeziehung der Bürger herbeiführen wird. Und diese Entscheidung ist, anders als Frau Rebatscheck schreibt, noch nicht gefallen. Ob das SPD-Getöse mit dem bevorstehenden Wahlkampf zu tun hat? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Arnold Hoffmann,

Stadtbürgermeister Adenau

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