Wirftbach in der Nähe des Nürburgrings wird ökologisch aufgewertet
Pflanzungen mit europäischer Hilfe
Aktive Triade für die Natur: Bachpatenschaft des BUND wird unterstützt durch Naturefund und EURid
Nürburg/Quiddelbach. Die Kreisgruppe Ahrweiler des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) engagiert sich seit 2011 in einer Patenschaft für den oberen Teil des Wirftbachs Nähe Nürburgring. Sie wird jetzt unterstützt durch ein europaweit agierendes Unternehmen: EURid mit Sitz in Brüssel zählt zu den größten Top-Level-Domains weltweit und ist eine Non-Profit-Organisation, die nach einer Ausschreibung von der Europäischen Kommission mit der Verwaltung der Top-Level-Domain mit EU-Endung beauftragt wurde. Sie stellt 500 Millionen Menschen in 27 EU-Ländern eine zentrale Internet-Identität zur Verfügung. EURid ist für das „Eco Management and Audit Scheme“ (EMAS) der EU zertifiziert, was das Engagement der Organisation in Sachen Natur- und Umweltschutz belegt.
Der Kontakt zu dem Unternehmen wurde hergestellt über die Organisation Naturefund mit Sitz in Wiesbaden. Naturefund ist eine Naturschutzorganisation, die zum Beispiel Land kauft, um Lebensraum für die Vielfalt der Arten zu bewahren. Sie organisiert auch Sponsorengelder, um herausragende Naturschutzprojekte zu unterstützen.
Zwei dieser Projekte sind die Patenschaften des Erich-Klausener-Gymnasiums in Adenau für einen Teil des Adenauer Bachs und die Patenschaft des BUND für den Wirftbach am Nürburgring.
500 Bäume sollen gepflanzt werden
EURid stellt dem BUND für seine Pflegemaßnahmen an den Gewässern insgesamt 500 Bäume zur Verfügung, um die Strukturgüte am Bach aufzuwerten. Giovanni Seppia, Vorstandsvorsitzender von EURid, war mit einem Filmteam aus Belgien angereist, um in Arbeitskleidung und mit Pflanzhacke Bäumchen in die Erde zu bringen. Katja Wiese von Naturefund unterstützte ihn tatkräftig, begleitet von Peter Botz vom Verband Deutscher Gartencenter aus Daun. Roman Bergelt von der Betriebsgesellschaft Nürburgring mbH belegte durch seine Anwesenheit das Interesse des Besitzers der Flächen am Geschehen.
Der BUND war mit seinem Vorsitzenden Reinhard van Ooyen und weiteren Mitgliedern vertreten, die bis zum späten Nachmittag insgesamt 75 Eschen und Schwarzerlen inselartig am Bach einbrachten. Eine Ummantelung mit Draht schützt die Pflänzchen vor Wildverbiss. Die Anpflanzung soll eine Initialzündung sein für die weitere Entwicklung von wichtigen Bäumen am Bach. Sie sollen der Tiefenerosion entgegenwirken, dem Gewässer Schatten spenden, damit der Sauerstoffgehalt in den Sommermonaten nicht allzu sehr sinkt, und zudem den Kleinstlebewesen im Bach durch den Laubfall Nahrung bieten.
Eine der ersten Maßnahmen eine Woche zuvor war daher die vorherige weitgehende Entfernung von größeren Fichten und den anfallenden Ästen aus dem Auebereich (Überschwemmungsbereich). Dabei wurden als strukturbildende Maßnahme größere Stammabschnitte und größere Äste in den Bach hineingezogen, um bei Hochwasser eine sich verändernde großflächige Linienführung zu erreichen und damit die ökologisch so bedeutsame Aue zu erweitern.
BUND-Vorsitzender Reinhard van Ooyen kommentiert: „Der obere Teil des Wirftbachs ist jetzt schon ein wunderschöner Gewässerabschnitt, der in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine weitere ökologische Aufwertung erfahren wird, wenn alle Beteiligten an der Bachpatenschaft weiterhin so konstruktiv miteinander umgehen werden.“ Pressemitteilung der
BUND-Kreisgruppe Ahrweiler
