Allgemeine Berichte | 02.09.2014

45. Heimatfest und Johanneskirmes lockten die Massen nach Adenau

Rummelplatz, Tag der offenen Tür und viel ehrenamtliches Engagement

Stark verjüngt präsentierte sich das Stadtorchester unter Dirigent Harry Boer.

Adenau. Das Heimatfest der Johanniterstadt Adenau ist auch nach 45 Jahren noch immer ein Publikumsmagnet und zog wieder über vier Tage die Besucher aus nah und fern in Massen an. Selbst einzelne Regenschauer konnten die Besucher nicht abhalten. Bereits am Freitagabend hieß es Feuer frei in der Feuerwehrhalle als die Gruppen „Neo Deo“, „The Junglebuds“ und „Projekt Entertainment“ sowie „DJ Honi“ abwechselnd so richtig einheizten. Für Insider bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Heimatfestbesuchs, den sie jährlich bei der Feuerwehr starten.

Offiziell wurde es dann am Samstagnachmittag, als Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann nach der musikalischen Begrüßung durch das Fanfarencorps der KG Rot-Weiß Adenau die Gäste begrüßte. Unter den Festgästen auch der Botschafter der Republik Malta Albert Friggieri, die Deutsch-Maltesische Gesellschaft mit ihrem Präsidenten Christian Launer, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius, die Vertreter der Kirchen, die Ortsbürgermeister der umliegenden Orte, Altbürgermeister Bernd Schiffarth sowie die Vorsitzende des Gewerbevereins Adenau Andrea Thelen und die Vertreter der Kreissparkasse und Volksbank. Danach schlug Stadtbürgermeister Hoffmann das von der Freiwilligen Feuerwehr Adenau gesponserte Bierfass an und lud zusammen mit Wehrleiter Dieter Merten zum Freibier ein, womit das Fest offiziell eröffnet war. Am Abend präsentierte das Autohaus Rausch eine Performance-Show, die die Zuschauer zum Staunen brachte.

Der Sonntag gehörte wie Jahrzehnte zuvor dem Einzelhandel der Stadt, der ab Mittag zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen hatte und von der Innenstadt bis zum Gewerbegebiet „Am alten Wehr“ mit dem Möbelhaus Schweitzer die ganze Palette der Einkaufswünsche der wohl weit über tausend Festbesucher erfüllte. Auf der Flaniermeile der gesperrten Innenstadt hatten wieder die Marktbeschicker mit ihren Ständen alles im Angebot, um die Wünsche der Besucher zu erfüllen, dazwischen immer wieder Getränkestände und kulinarische Leckerbissen, vom Lachsbrötchen, Backfisch bis zu süßen Crêpes und Riesenbockwurst. Musikalisch unterhielt die Bläser AG des Jugendorchesters sowie das stark verjüngte Stadtorchester Adenau auf der Bühne am Markt.

Rund um die Kirche bot sich ein Rummelplatz mit typischen Fahrgeschäften und Kirmesbuden, denn mit dem Heimatfest wird in Adenau auch das Fest des Schutzpatrons der Pfarrkirche Johannes der Täufer gefeiert. In der Komturei hatten die kfd-Frauen wieder die Kaffeetafel gedeckt und reichten frische Waffeln, wobei der Erlös für die Seniorenfeier und zur Anschaffung der neuen Gebetbücher in der Pfarrkirche verwendet wird.

Am Autohaus Rausch war es in gewohnter Weise der Arbeitskreis evangelischer und katholischer Frauen, der für das Friedensdorf wieder allerlei beim Basar anbot sowie zum Imbiss einlud, wie immer für den guten Zweck. Aber auch die Museen der Stadt hatten geöffnet, in der Volksbank konnte die Ausstellung über Auswanderer besucht werden, während vor der Sparkasse für die Feuerwehr Adenau gerubbelt wurde. Die Stadtbücherei hatte ebenfalls zum Tag der offenen Tür eingeladen und bot eine große Anzahl von ausrangierten und gespendeten Büchern für je einen Euro an, der in die Kasse des Fördervereins floss. Die Vorsitzende des Fördervereins Ute Nett freute sich über jeden Euro, der dazu beiträgt, den Bestand an Büchern, DVDs und Hörbüchern in der Bücherei aufzufüllen und auf dem neusten Stand zu halten. Gerade erst wurde die Auswahl an Filmen und Hörbüchern deutlich aufgestockt, um neue Kundschaft anzusprechen und das Interesse an der Stadtbücherei zu wecken, erklärte Leiterin Gaby Heugen-Ecker, daher freue sich der Förderverein auch über jedes neue Mitglied. Ebenso wie der Verein Markt für Leib und Seele oder die Adenauer Tafel, die mit einem Stand in der Hauptstraße vertreten war, an dem die ehrenamtlichen Mitarbeiter gerne über die Arbeit informierten, die Bedürftigen zu Lebensmitteln verhilft. Auch das geht nicht ohne Spenden, es können Geld oder auch Lebensmittelspenden abgegeben werden, da die Adenauer Tafel anders als die übrigen angeschlossenen Tafeln mit den Geldspenden Lebensmittel zukauft und direkt in die Ausgabe bringt. So ist das Heimatfest, das vom Gewerbeverein organisiert wird, auch immer ein Fest der Hilfe und Information, bei dem die verschiedensten Aktionen eine Plattform erhalten.

Der Montag und somit letzte Tag des Heimatfestes stand ganz im Zeichen der Musik und begann bereits mittags mit einem Querschnitt von den 80er-Jahren bis heute. Nach der Coverband „Wömbe Jonge“ startete die Abschlussparty mit der ABBA Coverband „Agnetha“ zum großen Schlussauftakt bis in die Nachtstunden.

Stark verjüngt präsentierte sich das Stadtorchester unter Dirigent Harry Boer.
Rummelplatz, Tag der offenen Tür und viel ehrenamtliches Engagement

Am Stand der Sparkasse lockte die Rubbellotterie zugunsten der Feuerwehr.

Stark verjüngt präsentierte sich das Stadtorchester unter Dirigent Harry Boer.

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