SG OASF/Barweiler
Schlechte Chancenverwertung
Die erste Mannschaft kam ohne Punkte aus Oberwinter-Bandorf zurück
Barweiler. Ohne Punkte im Gepäck musste die erste Mannschaft die lange Heimreise aus Oberwinter-Bandorf antreten. In der ersten Halbzeit boten die Schützlinge von Trainer Walter Sicken eine durchaus ansprechende Leistung. Die sich bietenden hochkarätigen Einschussmöglichkeiten konnten jedoch allesamt nicht in Tore umgemünzt werden. Zunächst schoss Peter Klein in der zweiten Minute nach einem Konterangriff über das Tor. Sebastian Sesterheim scheiterte nach schönem Zuspiel von Klein freistehend aus fünf Metern am Torhüter der Gastgeber (13.). Nach einem Solo von Lukas Knelke konnte der folgende Torschuss im letzten Moment noch von einem Oberwinterer Abwehrspieler abgeblockt werden (27.). Nach Vorarbeit von Knelke tauchte erneut Klein alleine im Gästestrafraum auf, schoss den Ball aber anschließend links am Tor vorbei (43.). Darüber hinaus wurde Knelke alleine auf das Tor zustürmend sehr umstritten vom Schiedsrichter aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition zurückgepfiffen (44.). Zwischendurch hatte Oberwinter lediglich einige wenige Halbchancen sowie eine riesige Tormöglichkeit zu verzeichnen. Nach einem Freistoß stieg ein Spieler der Heimelf freistehend zum Kopfball hoch. Keeper Marcel Ley konnte den wuchtigen Kopfball jedoch mit einer sensationellen Parade abwehren. Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Begegnung dann so dahin. Die Angriffe der SG OASF/Barweiler waren fortan stets sichere Beute des starken Oberwinterer Innenverteidigerduos, das fast alle Angriffsbemühungen der Gäste im Alleingang eliminierte. Routinier Jens Winking war es dann in der 55. Minute vorbehalten, mit einem sehenswerten Freistoßtreffer von der Strafraumkante in den rechten oberen Winkel die Führung für seine Farben zu erzielen. Nur zwei Minuten später schoss Knelke einen direkten Freistoß aus 22 Metern knapp am Tor vorbei. In der 62. Minute köpfte Christian Lückenbach eine weite Freistoßhereingabe von Christian Kaster zum 1:1 Ausgleichstreffer in das gegnerische Gehäuse. Anschließend konnten die Gäste zwar den Druck auf das Oberwinterer Tor erhöhen, ohne dass jedoch nennenswerte Torabschlüsse notiert werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt vollkommen überraschend fiel dann in der 76. Spielminute der Siegtreffer für die Gastgeber. Einen eher schwach geschossenen Ball hatte Keeper Ley eigentlich schon sicher in seiner Obhut, das Spielgerät rutschte ihm dann jedoch unglücklicherweise noch über den Oberarm und anschließend über die Torlinie. Weitere zwei Minuten später ging ein scharf geschossener Ball eines Oberwinterer Angreifers nur knapp am Tor vorbei. In der Schlussphase der Begegnung verteidigten die Gastgeber äußerst geschickt das eigene Tor, so dass die SG-Spieler zu keinem weiteren nennenswerten Torabschluss mehr kamen. Fazit: OASF/Barweiler verpasste es in der ersten Halbzeit mehrfach, in Führung gehen. Das sollte sich im zweiten Spielabschnitt rächen. Mit zunehmender Spieldauer gelang es dann kaum noch, die diszipliniert agierende Hintermannschaft der Gastgeber vor Probleme zu stellen. Ein Unentschieden wäre sicherlich der gerechte Endstand in der Begegnung gewesen.
Am siebten Spieltag ging es für die Oberahrtaler Reserve gegen Hohenleimbach, gegen die man im letzten Spiel zu zehnt antrat und sich mit einem 0:2 geschlagen geben musste. Diesmal konnte man stolze 16 Mann zum Kader zählen und ging mit hohen Erwartungen in die Begegnung. Schon von Beginn an bereitete der kleine Platz den Gästen jedoch Probleme. Viele Bälle wurden zu weit geschlagen, so dass die Hohenleimbacher Verteidigung diese problemlos abfangen konnte, wohingegen die Gastgeber ihrerseits die Platzverhältnisse nutzten, um schon früh Druck in Richtung Oberahrtaler Tor auszuüben. So kamen die Hausherren zunächst besser ins Spiel und auch zu ersten Chancen, die jedoch allesamt harmlos blieben. Nach kurzer Zeit hatten die Oberahrtaler die Partie dann besser im Griff und konnten sich gelegentlich im gegnerischen Strafraum in Szene setzten. Schon mit einer der ersten Möglichkeiten hatte Rudi Seifen die Führung für seine Farben auf dem Fuß, ehe ihm der Ball in aussichtsreicher Position noch versprang. Hiernach spielte sich, bis auf wenige Angriffe auf beiden Seiten, die Partie hauptsächlich im Mittelfeld ab, wobei keine Mannschaft längere Zeit dominant war. Dabei zeichnete sich jedoch ab, dass die Gastgeber mehr Zug zum Ball entwickelten. Da es aber keinem Team gelang, einen Angriff bis zu Ende zu spielen, ging es folgerichtig mit einem 0:0 in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Hohenleimbach ging energischer zu den Bällen und eroberte diese häufiger, während Oberahrtal ein leichtes Chancenplus zu verzeichnen hatte. Wie in den letzten Spielen spielten die Gäste zu viele unnötige Fehlpässe, sodass man sich häufig selbst in Bedrängnis brachte und dem Gegner Standards in Form von Ecken und Freistößen schenkte. Eine dieser besagten Ecken verwerteten die Gastgeber dann schließlich zur Führung. Nachdem der Ball nicht richtig geklärt werden konnte landete er Ball bei einem Hohenleimbacher im Fünfmeterraum, der diesen unhaltbar im Tor unterbrachte (52.). Mit dem Rückstand wurden die Gäste dann urplötzlich wach. Die Angriffe wurden gefährlicher, und die ganze Mannschaft agierte konzentrierter, so dass man das Spiel nun vor das gegnerische Tor trug. Nach einem Freistoß aus 20 Metern stieg Christian Jax vor dem Tor am höchsten und erzielte per Kopf den in dieser Phase mehr als verdienten Ausgleichstreffer (62.). Anschließend drängte man weiter nach vorne und wollte unbedingt ein weiteres Tor nachlegen. Doch in dieser Oberahrtaler Drangphase konnten erneut die Gastgeber jubeln. Die Hohenleimbacher leiteten gegen die sehr hoch stehenden Gäste einen Konter mit einem langen Ball ein, bei dem ihr Stürmer kurz vor der Oberahrtaler Verteidigung an den Ball kam und plötzlich alleine vor Schlussmann Philipp Cläsgens auftauchte, den der gegnerische Angreifer nervenstark zum 2:1 überwand (77.). Aber genau wie nach dem ersten Rückstand verbesserte sich die Leistung der Gäste auch nach dem zweiten, und man konnte das Spiel wieder an sich reißen. Es dauerte jedoch bis zur dritten Minute der Nachspielzeit, ehe ein weiter Einwurf in den Strafraum der Heimelf genau vor den Füßen von Andreas Marx landete, der das Leder aus zehn Metern zum erneuten Ausgleich im Tor unterbrachte. Fazit: Nach einer sehr hektischen und ausgeglichenen ersten Hälfte entwickelte man sich im Durchgang Nummer zwei nach Weckrufen in Form von Gegentoren über weite Teile zur spielbestimmenden Mannschaft, ließ jedoch zu viele Chancen ungenutzt. Zum dritten Mal in Folge lässt man viel Platz nach oben, vor allem in Sachen Passgenauigkeit und Chancenverwertung. Auch der Wille, Bälle zu erobern und nach vorne zu spielen, war über lange Phasen nicht zu sehen. Hier muss man mit Blick auf das nächste Spiel noch nachlegen.
Vorschau:
SG OASF/Barweiler I – Grafschafter SV II, Sonntag, 25. Oktober, 14.30 Uhr in Antweiler. Im Heimspiel gegen den Tabellenzehnten aus der Grafschaft wollen die Spieler der SG OASF/Barweiler wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.
SG OASF/Barweiler II – SV Oberzissen II, Samstag, 24. Oktober, 18.30 Uhr in Barweiler. Im Spitzenspeil der Kreisliga D West treffen die Gastgeber, die aktuell überraschend auf Tabellenrang drei positioniert sind, auf den Tabellenführer aus dem Brohltal. Die Spieler würden sich über eine gute Zuschauerresonanz freuen.
Trainer Uwe Kolbig hat die 2. Mannschaft aus dem Dornröschenschlaf erweckt.Foto: privat
