Klimaschutz-Projekt „Das Ahrtal blüht auf!“
Schüler sammeln Spenden für neue Bäume im Ahrtal
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ahrtal. Anpacken statt nur über Klimaschutz reden: Rund 120 Schülerinnen und Schüler aus zehn Schulen im Ahrtal sind jetzt in die nächste Phase des Projekts „Das Ahrtal blüht auf!“ gestartet. Bei einem gemeinsamen Schulaktionstag an der IGS Remagen bereiteten sie sich darauf vor, in den kommenden Wochen Spenden für neue Bäume zu sammeln. Ende November sollen diese gemeinsam im Ahrtal gepflanzt werden.
Initiiert wird das Projekt von der ROBIN GUT Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Ahrtal-Tourismus. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für Natur- und Klimaschutz in ihrer Heimat zu sensibilisieren und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, selbst aktiv zu werden. Dafür werden die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Wochen mehr als 1.000 Briefe an Unternehmen aus der Region schreiben und auch in ihrem persönlichen Umfeld um Baumspenden werben.
„Wir wollen Kinder und Jugendliche nicht nur über Klimaschutz informieren, sondern sie ins Handeln bringen. Sie setzen sich selbst für ihre Heimat ein, begeistern andere Menschen und Unternehmen für ihre Idee und stehen am Ende gemeinsam im Wald und pflanzen die Bäume, für die sie zuvor geworben haben“, erklärte Dieter Könnes, Gründer der ROBIN GUT Stiftung. So werde Klimaschutz für die jungen Menschen konkret erlebbar und mitgestaltbar.
Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür
Die Begeisterung beim Auftakt in Remagen war groß. Beim Schulaktionstag erfuhren die Schülerinnen und Schüler, warum gesunde und widerstandsfähige Wälder für das Ahrtal von besonderer Bedeutung sind und wie sie selbst dazu beitragen können, neue Waldflächen entstehen zu lassen. Revierförster Sebastian Krohn im Forstrevier Remagen machte es konkret: „Intakter Wald ist der wirksamste natürliche Hochwasserschutz für unsere Tallagen.“ Das Projekt verbindet somit Umweltbildung, praktischen Klimaschutz und gesellschaftliches Engagement.
Wie wichtig dabei das eigene Erleben ist, betonte Alexandra Halamitzky, Lehrerin und Projektbetreuerin an der IGS Remagen: „Echtes Verstehen gelingt am besten über das Handeln, man muss es buchstäblich ‚be-greifen‘. Den Wert des Waldes versteht man nirgends so intensiv wie beim eigenen Pflanzen.“
Auch für den Ahrtal-Tourismus ist das Projekt ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region. „Es ist eine tolle Geschichte, dass wir so viele Kinder für den Erhalt unserer Natur begeistern können. Nach der Flut haben wir eine klare, nachhaltige Tourismusstrategie erarbeitet. Wenn nun die Menschen aus dem Tal – allen voran die Kinder – aktiv mithelfen und etwas schaffen, an dem sich später auch unsere Gäste erfreuen können, ist das großartig“, sagte Meike Carll vom Ahrtal-Tourismus.
Die Geschichte der ROBIN GUT Stiftung ist eng mit dem Ahrtal verbunden. Nach der Flut 2021 entwickelte sich aus der damaligen Unterstützung ein dauerhaftes Engagement für die Region. In den vergangenen Jahren wurden nach Angaben der Stiftung im Rahmen verschiedener Pflanzaktionen bereits mehr als 25.000 Bäume im Ahrtal gepflanzt.
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Schulaktionstag an der ISG Remagen: (v.l.) Dieter Könnes und Endrik Lengwenat von der ROBIN GUT Stiftung sowie Lehrerin Alexandra Halamitzky, Meike Carll vom Ahrtal-Tourismus, Revierförster Sebastian Krohn und Schulleiter Marcus Wald gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern. Foto: Andreas Klassen