Lokalsport | 27.08.2013

SG OASF/Barweiler

So etwas ist eigentlich gar nicht möglich

SG OASF/Barweiler I - SG Kempenich/Spessart I 2:3 (1:0)

Barweiler. Zur Barweiler Kirmes hatte die 1. Mannschaft im ersten Heimspiel die SG Kempenich Gast. Nach dem schwachen Auftritt im Remagen war man sich aufseiten der Gastgeber einig, dass für die Auftaktniederlage Wiedergutmachung betrieben werden musste. Von Beginn an merkte man den Oberahrtaler Spielern an, dass sie gewillt waren, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Zur ersten Großchance kam man, als nach einem Eckball von Max Niggemann zunächst Sebastian Sesterheim den Ball per Kopf an die Latte setzte und Fabian Hideg im Nachschuss nur knapp über das Tor schoss. Die Gastgeber zeigten generell eine sehr starke Leistung in allen Belangen. Durch nahezu perfekt organisiertes Pressing und eine enorme Laufbereitschaft konnten mehrere Ballgewinne weit in der Hälfte der SGK erzwungen werden. Ein Beispiel dafür war eine Balleroberung von Peter Klein, in deren Folge Sebastian Sesterheim dann Julian Leibrock in Szene setzte, der den Ball von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter am Tor vorbeischoss. Auch in der Defensive stand man sehr sicher. So kamen die Gäste nur durch Standardsituationen in den OASF-Strafraum, die allerdings von den aufmerksamen Verteidigern der Heimmannschaft entschärft werden konnten. Eine Ausnahme bildete ein langer Ball, der mit dem Kopf verlängert wurde, woraufhin ein Spieler frei aufs Tor zulief, dann aber das Spielgerät weit über die Latte beförderte. Für die Gastgeber vergaben Fabian Hideg mit zwei guten Distanzschüssen sowie Sebastian Sesterheim mit einem Heber aus größerer Entfernung und spitzem Winkel, der nur um Zentimeter zu hoch angesetzt war, eine frühzeitige Führung. Diese ließ dann aber auch nicht mehr allzu lange auf sich warten. Nach einem schönen Spielzug über Yannick Dreser und Julian Leibrock bekam Sebastian Sesterheim den Ball an der Strafraumgrenze zugespielt und erzielte dann mit einem platzierten Rechtschuss in die lange Ecke das definitiv verdiente 1:0. Bis zur Pause ließ man dann in der Defensive überhaupt nichts mehr anbrennen. Mit einer taktischen Umstellung zur zweiten Halbzeit machten die Gastgeber nach Wiederanpfiff da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Fast immer waren die OASF-Spieler ihren Gegnern einen Schritt voraus und konnten zahlreiche Angriffe bereits im Keim ersticken. Alles in allem war man in jeder Hinsicht drückend überlegen. So war es dann auch eine logische Folge aus dem engagierten Auftreten der Heimmannschaft, dass Mitte der zweiten Halbzeit das 2:0 fiel. Martin Emmerichs spielte gekonnt auf der rechten Seite Sebastian Sesterheim frei, der mit einem satten Schuss zunächst noch am gegnerischen Torwart scheiterte, der den Ball in die Mitte prallen ließ. Der Abpraller landete dann allerdings bei Julian Leibrock, der dann aus wenigen Metern den Angriff erfolgreich per Flachschuss abschloss. Zu diesem Zeitpunkt hatte wahrscheinlich keiner der einheimischen Zuschauer das Gefühl, dass diese auf dem Silbertablett bereitliegenden drei Punkte gegen scheinbar mausetote Kempenicher noch aus der Hand gegeben werden konnten. Es sollte aber trotzdem genau so kommen. Mit einem eigenen Einwurf auf der rechten Seite auf Höhe des Strafraumes nahm das Unheil seinen Lauf, als gleich acht Feldspieler mit nach vorne aufrückten. So kam es, wie es kommen musste. Kempenich fing den Einwurf ab und startete einen Konter über die linke Außenbahn. Von dort legte ein Spieler den Ball an die Strafraumgrenze zurück, von wo ein weiterer Spieler den Ball frei stehend per Direktschuss ins kurze Eck schieben konnte. Die meisten Anwesenden hatten noch gar nicht realisiert, was gerade geschehen war, als die Gäste sich auf der linken Seite einen Eckball erarbeiteten. Dieser wurde hoch in die Mitte gebracht, wo ein SGK-Spieler zum Abschluss kam. Diesen konnte Marcel Ley noch parieren, gegen den Nachschuss aus kurzer Distanz war er dann chancenlos. Im Anschluss versuchten die Gastgeber mit wütenden Angriffen, die erneute Führung zu erzwingen. Zunächst verhinderte der Gästetorhüter nach einem platzierten Schuss von Christian Lückenbach, den Manuel Emmerichs mustergültig bedient hatte, das 3:2, dann grätschte ein Verteidiger in letzter Sekunde Sebastian Sesterheim den Ball vom Fuß. Die folgende Ecke konnten die Gäste dann abfangen und leiteten sofort einen weiteren Konter ein. Dieser wurde so schwach verteidigt, dass letzten Endes ein SGK-Spieler frei vor dem Tor zum Schuss kam und den Ball dann sicher in die lange Ecke schob. In der wenigen restlichen Spielzeit folgten noch einige letzte verzweifelte Vorstöße der Gastgeber, die aber letztlich zu unpräzise waren. So wurde aus einem schönen Abend in Minutenschnelle einer der schwärzesten Tage in der jüngeren Vereinsgeschichte. So passte es ins Bild, das Manuel Emmerichs in der Schlussminute wegen wiederholten Foulspiels noch die gelb-rote Karte sah.

Fazit

Wer dieses Spiel nicht mit eigenen Augen gesehen hat, könnte sich sicherlich nicht vorstellen, dass die Leistung der Minuten 1-70 in derselben Partie gezeigt wurde wie die Vorstellung im Anschluss. Bis zur besagten 70. Minute kann durchaus festgestellt werden, dass die gezeigte Leistung in jeder Hinsicht besser war als in jedem Spiel der Vorsaison. Dass man mit einer 2:0-Führung im Rücken dann aber derart kopflos anrennt und das taktische Verhalten einer Kindermannschaft an den Tag legt, ist schlichtweg unerklärlich und darf in dieser Form nie wieder passieren, ansonsten wird es schwer zu punkten, egal wie der Gegner heißt. Aber auch wenn es abgedroschen klingt und sicherlich nicht über die Niederlage hinwegtröstet, wird man schon bald zu Punkten kommen, wenn die Leistung der ersten 70 Minuten in Zukunft vom An- bis zum Schlusspfiff gezeigt werden kann. Auf mangelnde Kondition ist diese Niederlage jedenfalls auf keinen Fall zurückzuführen. SG OASF/Barweiler: Marcel Ley - Markus Müller, Yannick Dreser, Christian Kaster, Max Niggemann - Manuel Emmerichs, Fabian Hideg (62. Florian Schmitz) - Martin Emmerichs, Julian Leibrock (80. Marcel Ewinger) , Peter Klein (46. Christian Lückenbach) - Sebastian Sesterheim

Vorschau

TuS Oberwinter II - SG OASF/Barweiler, Sonntag 1. September, 11.30 in Oberwinter. Bei der weitesten Reise der Saison konnte in der letzten Spielzeit der einzige Auswärtssieg eingefahren werden. In der derzeitigen Situation wäre ein dreifacher Punktgewinn enorm wichtig, auch wenn der Gegner über eine starke Mannschaft verfügt.

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