Soziale Lösungsansätze für das Ahrtal
aus Bonn
Kreis Ahrweiler. Am 09.09.2026 wurden vielfältige Lösungsideen für Herausforderungen, die in vorhergegangenen SOZIAHR-Workshops thematisiert wurden, weiterentwickelt und diskutiert.
Die sechste Veranstaltung der Workshopreihe „Soziale Herausforderungen im Ahrtal“ des Forschungsprojekts SOZIAHR fand nachmittags in den Räumlichkeiten der Hochschule Koblenz am Standort Remagen statt. Dieser wurde erstmalig durch eine abendliche Podiumsdiskussion ergänzt. Der Tag war darauf ausgelegt, eine Zwischenbilanz der bisherigen 5 Workshops zu ziehen, die vielversprechendsten Lösungsansätze zu vertiefen und den weiteren Prozess zu diskutieren. Es nahmen insgesamt ca. 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Hilfsorganisationen, Vereinen und anderen Bereichen Teil, die die Veranstaltung mit ihren vielfältigen Perspektiven bereicherten und den konstruktiven Austausch voranbrachten.
Der Workshop war im sogenannten World-Café-Format gestaltet. D.h., dass die Teilnehmenden in zufällig zusammengestellten Kleingruppen von 3-4 Personen pro Thementisch jeweils etwa 15-20 Minuten Zeit, um Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln, neue Fragen zu sammeln und diese zu diskutieren. Auf diese Weise konnten 7 verschiedene Lösungsansätze von allen Teilnehmenden nach und nach bearbeitet werden.
Ein zentraler Aspekt war dabei die Einladung, sich zu vernetzen und für Arbeitskreise zu den einzelnen Themen einzutragen. Auf diese Weise können die behandelten Ziele in die Praxis weitergetragen, fortführend bearbeitet und konkrete Ideen perspektivisch umgesetzt werden. Die Teilnehmenden zeigten großes Engagement und bildeten direkt vor Ort erste Zusammenschlüsse, um im aktiven Austausch zu bleiben und die gefassten Ideen weiterzuentwickeln.
Bei der abendlichen Podiumsdiskussion wurde die Frage nach der Verantwortlichkeit aufgeworfen, also wer für die Umsetzung von Lösungen zuständig sei. Je nach Thema gab es auf diese Frage keine einheitlich gültige Antwort, grundsätzlich schien sich jedoch die Mehrheit einig zu sein, dass auf jeden Fall das Engagement und der Einsatz für konkrete Lösungsentwicklungen nicht nur von der Politik alleine zu stemmen sei, sondern auch aus der zivilen Bevölkerung kommen muss.
Darüber hinaus war ein Schlüsselwort, das wiederholt genannt und betont wurde, die Vernetzung. Menschen müssten sich zusammenschließen und gemeinsam in die Umsetzung kommen. Wichtig sei, Ideen nicht nur entwickeln, sondern zusammen angehen und andere Menschen auf diesem Weg mitnehmen, sodass man sich gegenseitig unterstützen kann. Durch eine solche Zusammenarbeit seien praktische Lösungsfindungen und deren Umsetzung trotz verschiedener Hürden auf dem Weg möglich.
Weitere Informationen und Fotos finden Sie auf der Projekt-Website:
https://www.soziahr.uni-bonn.de/de/nachrichten-de/soziahr-workshop-und-podiumsdiskussion-soziale-loesungsansaetze-fuer-das-ahrtal
Eine ausführliche Dokumentation aller Inhalte sowie ein Ausblick auf konkrete nächste Veranstaltungen wird dort voraussichtlich im November veröffentlicht.
In den Pausen bot ein Gallery Walk Möglichkeit zur weiteren Beteiligung. Foto: Maja Leven / Uni Bonn
Es diskutierten auf dem Podium: Nick Falkner, Hans-Dieter Villmow und Sonja Wuttke Foto: Maja Leven / Uni Bonn
Bei der abendlichen Diskussion beteiligte sich auch das Publikum rege. Foto: Maja Leven / Uni Bonn
Weitere Themen
7 Thementische beim nachmittäglichen World-Café luden zum Austausch ein. Foto: Maja Leven / Uni Bonn