Klezmer Festival in Insul
Tanz und Musik auf „Jiddisch“
Insul. Der von Doris Schmitten gegründete, noch junge Verein OpenKlezmerScales in Insul, hatte zum 2. Klezmer-Festival in die Eifelgemeinde Insul eingeladen. Im Angebot, mit hochkarätigen Dozenten, gab es nicht nur ein Abschluss Festival der Superlative, sondern auch über zwei Wochen ausreichend Gelegenheit in Workshops Klezmer als die Tanz- und Festmusik osteuropäischer jüdischer Musiker zu erlernen. Von diesem Angebot machten zahlreiche begeisterte Klezmerinfizierte Gebrauch, nachdem sie im vergangenen Jahr in Insul vom lebensfrohen Jiddisch Lied oder dem Klezmer Tanz so richtig gepackt wurden. So zeigte sich die Vorsitzende Doris Schmitten zufrieden, als sie auf dem ehemaligen Schulhof in Insul in die Gesichter von hunderten von Besuchern des Tanzfestes in die Augen schaute, die auf Stühlen, Bänken und Strohballen Platz gefunden hatten. Mit solch einem Zuspruch hatte die Organisatorin wohl nicht gerechnet, da dem Helferteam bereits nach kurzer Zeit die Bratkartoffeln ausgingen. Aber Essen war am Abend ja auch nicht das Hauptziel der Veranstaltung, hier gaben die Dozenten, einzeln oder auch gemeinsam einen Einblick wie mit Klarinette, Akkordeon, Geige oder auch dem Gesang die osteuropäische jüdische Musik begeistert und viele mit geschlossenen Augen in ihren Bann zog. Ohne Sponsoren wäre ein solch einmaliges Festival mit all seinen Workshops und in der Klezmer Bewegung bekannten Dozenten nicht durchzuführen. In Vertretung von Landrat Pföhler überbrachte der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch, die Grüße des Landkreises und dankte in seiner ganz persönlichen lockeren Art der Vorsitzenden Doris Schmitten, ohne die es wohl hier in der Eifelregion ein solch großartiges Festival nicht geben würde, so Münch, und dem schloss sich ein lang anhaltender Applaus an. Der Beigeordnete bezeichnete das Klezmer-Festival in Insul als ein besonderes kulturelles Highlight im Landkreis Ahrweiler und wünschte sich, dass noch viele Festivals folgen werden. Bei den bekannten und internationalen Größen der Dozenten der Klezmermusik hatte sich Insul am Wochenende wahrhaft zum „Mekka“ der Klezmer Musik herausgebildet, das auch an all den Fahrzeugen auszumachen war, die vom Süden bis in den hohen Norden der Republik vertreten waren. Hier dankte auch Ortsbürgermeister Ewald Neiß der Vorsitzenden und all den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz, auf den die Ortsgemeinde mit Stolz blicken kann, da Insul mit dem Klezmer-Festival wohl an Bekanntheitsgrad gewaltig gewonnen hat, so der Ortsbürgermeister. Nach den Darbietungen der Dozenten von Weltklasse sorgte die Berliner Band „Schmaltz“ mit ihren fröhlichen Klängen weiterhin für tolle Stimmung auf dem ehemaligen Schulhofgelände, sodass nach und nach Stühle und Bänke für eine ausreichende Tanzfläche geräumt wurden. In der zunehmenden Dunkelheit versetzte der Eifeler Künstler Günther Schäfer, mit seinen imposanten Lichtspielen dem Tanzvergnügen noch die Krone auf. So begeistert sangen und tanzten alle noch bis weit in die Nacht hinein und freuten sich bereits jetzt schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
