KAB Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Reifferscheid/Rodder
Theologisches Tagesseminar brachte den Glauben zur Sprache
Reifferscheid.„Kurzformeln des Glaubens“ - so der Titel des Theologischen Tagesseminars der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Reifferscheid/Rodder im Bezirksverband Mittelrhein, im Kath. Pfarrheim Reifferscheid stattfand. Viele interessierte Menschen hatten sich eingefunden und einen Tag lang über das Thema Glauben informiert, diskutiert und sich persönlich geäußert.
Zu Beginn begrüßte Peter Kaiser, Vorsitzender der KAB Reifferscheid/Rodder die Referentin des Tages Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder (Dekanat Ahr-Eifel), die fundiert und kompetent vorbereitet den vierten Tag der mit gutem Erfolg gestarteten Seminarreihe der KAB fortsetzte. Nach einem kurzen Steh-Kaffee begann der spannende Tag, einstimmend im Stuhlkreis versammelt, in der Mitte eine brennende Kerze und eine Bibel - umgeben von biblischen Bekenntnisaussagen. Jeder Teilnehmer konnte sich einen Text oder Begriff aus-suchen, der ihn besonders ansprach, in der anschließenden Gesprächsrunde wurde erläutert, warum gerade dieser Text etwas ganz Besonderes ist oder welche Frage der Text noch offen lässt. Schon hier kam zum Vorschein, dass jeder wohl eine andere Auslegung zu gleichen Bibelstellen hatte. Die Referentin Frau Hauröder brachte dann die verschiedenen Auslegungen wieder zusammen auf der Grundlage der Bibel und der Evangelien. In der Mit-tagspause stärkte man sich mit einer vorzüglichen Suppe und auch hier gab es sehr individuelle und gute Gespräche untereinander. Am Nachmittag wurden weitere biblische und frühkirchliche Bekenntnisse betrachtet. Immer wieder entdeckte man, wie wichtig das „Alte Testament“ für das Verständnis auch des „Neue Testament“ ist. Am Beispiel des „Großen Glaubensbekenntnisses“ entdeckte man die Vielfalt der Fragen und Diskussionen der Christen in den ersten Jahrhunderten, die versuchten, den Kern und das Fundament des christlichen Glaubens, in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Strömungen und Deutungen, zu beschreiben.
Immer wieder kamen die Teilnehmenden mit ihren persönlichen Gottes- und Glaubensvorstellungen zu Wort. Nach eingehenden Gesprächen über die vielfältigen Vorstellungen von „Gott“ resümierte die Referentin Frau Hauröder „Gott ist immer größer als unsere Vorstellungen von ihm.“
Glaube ist Fundament und Orientierungshilfe, der Glaube hilft, menschliche Grenzen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und positiv mit ihnen umzugehen. Die in Jesus Christus Mensch gewordene Liebe Gottes zum Menschen, kann für den Glaubenden zum Fundament werden, auf das er sein Leben gründet und Orientierungshilfe für die Gestaltung des Lebens sein und den Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituation Halt geben, so Elisabeth Hauröder.
Zum Schluss wurden verschiedene Lieder aus dem neuen Gotteslob gemeinsam gesungen, Texte vorgelesen und am Ende dieses ereignisreichen Tages das Gebet der „Gebete“ gesprochen das „Vaterunser“. In der anschließenden Kaffeerunde wurde deutlich, dass viele gerne wieder eine ähnliche Veranstaltung zu einem anderen Glaubensthema wiederholen würden. Mit einem Dankeschön fürs Kommen in die harmonische Runde und einem Blumengeschenk vom Leiter Peter Kaiser für die Referentin Frau Hauröder, sowie ein Dank an die fleißigen KAB-Frauen, die für das „leibliche Wohl“ am Seminartag sorgten, ging die Veranstaltung zu Ende.
