Adenauer Kläpperkinder unterwegs
Überraschungsausflug nach Klotten
Adenau. Ostern ist ja schon eine Weile her. Und an das Kläppern am Karfreitag mögen sich nicht mehr viele erinnern; ist doch dieser Brauch in Adenau erst vor wenigen Jahren wiederbelebt worden und bisher noch nicht „flächendeckend“ wiedereingeführt. Am diesjährigen Karfreitag waren es 20 Kinder, die in aller Frühe durch viele - wenn auch nicht alle - Straßen Adenaus zogen. Mit Holzkläppern ersetzten sie dreimal am Karfreitag das Geläut der Kirchen, denn am Karfreitag schweigen die Glocken. Am Ostersamstag klingelten die Kinder dann an vielen Haustüren und baten um eine Spende für die Kinderarbeit der katholischen Kirchengemeinde. Je ein Drittel ging an die Messdiener und an das Team von YouGo, das mehrmals im Jahr Jugendgottesdienste veranstaltet. Das letzte Drittel sollte für einen gemeinsamen Tag der Kläpperkinder verwendet werden; als Dankeschön für die Kläppermühen in diesem und als Motivation für das Mitmachen im kommenden Jahr. Schnell fanden sich Mütter und Väter, die sich am Gelingen dieses Ausflugs beteiligen wollten. Auf eigene Kosten wurden Fahrgemeinschaften organisiert und Picknickbeutel gepackt und eine fröhliche Gruppe machte sich auf den Weg in den Tier- und Freizeitpark nach Klotten. Dort konnte der Eintritt für die Kläpperkinder aus der Gemeinschaftskasse bezahlt werden. Zuerst zogen alle gemeinsam an den großen Gehegen mit heimischen Waldtieren vorbei, die Frischlinge fanden alle niedlich - weniger deren strengen Geruch - die Hängebauchschweine wurden mit berühmten oder familiennahen Persönlichkeiten verglichen, Rehe wurden gefüttert, Greifvögel bestaunt. Mittendrin fand die erste gemeinsame Pause statt. Gestärkt ging es an den Braunbären vorbei zum heimlichen aber eigentlichen Ziel; dem Freizeitpark mit Riesenrutschen, Achter- und Wasserbahn, Puppentheater, Schaukeln und zahlreichen Fahrgeschäften. Die „Reisegruppe Adenau“ belegte einen großen Tisch im Schatten eines Sonnenschirms, sodass alle einen Anlaufpunkt und ein Rucksackdepot hatten. Dann gab es kein Halten mehr und je nach Lust, Laune und Mut vergnügten sich Kleine und Große auf den Attraktionen. Beliebt war eine Abkühlung auf der Wildwasserbahn, bei der wirklich niemand trocken blieb. Die Sammelstelle war dennoch immer gut besetzt von den mitgereisten Erwachsenen und der Tisch stets voll beladen mit Süßem, Saurem, Salzigen aus den vielen Verpflegungspaketen. Strahlend wie das Wetter war den ganzen Tag auch die Stimmung. Wenn sich auch die Kinder untereinander vorher nicht alle gekannt hatten, bildeten sich während des Ausflugs immer wieder neue Gemeinschaften - schon alleine dann, wenn man Mitfahrer auf der Achterbahn oder einen Schaukelpartner suchte oder für eine Schatten- und Ruhepause an den Sammelplatz kam. Nach einem sonnig heißen Tag zogen am späten Nachmittag dunkle Wolken auf, die sich jedoch so lange rücksichtsvoll zeigten, bis die ganze Truppe müde aber glücklich in den Autos saß und auf halbem Weg nach Hause war.
