Wollenweberzunft Adenau
Wahlen und Mitgliederehrung
Adenau. Traditionell zum Fest des Heiligen Severus traf sich die Wollenweberzunft zu ihrer jährlichen Zusammenkunft. Der Tag begann mit einer Messe, die von Pater Mathew zelebriert wurde. Anschließend trafen die Mitglieder der zweitältesten Adenauer Zunft, die jüngste Zunft, die Hammerzunft, in der Gaststätte „Blaue Ecke“ um die weiteren Regularien zu besprechen.
Zunftmeister Stefan Rübenach begrüßte neun der insgesamt 30 Zunftbrüdern zum Zunfttag. Nach dem Zunftgebet wurde ein neuer Zunftmeister gewählt. Die Wahl fiel einstimmig auf Bernd Koll der das Amt des Zunftmeisters jetzt für zwei Jahre innehat. Der scheidende Zunftmeister Stefan Rübenach übergab ihm als Zeichen seines Amtes Zunfthut und Schärpe. Außerdem bekommt der Zunftmeister die alte Zunfttruhe zur Aufbewahrung. In der Zunfttruhe befinden sich unter anderem die alten Chroniken und Stoffmuster aus „Adenauer Tuch“ der 50er und 60er Jahre, die von den Wollenweber in und um Adenau gefertigt wurden. In der alten Chronik ist auch das Gründungsdatum verzeichnet. So besteht eine Bruderschaft der Wollenweber seit 1648. 52 Jahre später, im Jahre 1700, wurde diese Bruderschaft als Zunft bestätigt. Des weiteren konnte der Zunftmeister langjährige Zunftmitglieder ehren. Auf 60 Jahre Zugehörigkeit können Kurt Bongard und Johannes Romes zurückblicken, Hans Thiesen auf 40 und und Frank Wisniewski 25 Jahre. Nach dem eintreiben des jährlichen Zunftbeitrages, wurde mit dem Zunftessen begonnen. Es gab „Schößchen“, ein Doppelbrötchen mit Würstchen. Nach dem Verzehr des traditionellen Essens saßen die Zunftbrüder bei angeregter Unterhaltung noch lange beisammen.
