Politik | 21.08.2014

Spurensuche zum Thema rechte Gewalt und Nationalsozialismus in Koblenz

Spurensuche in Gedenken an Frank Bönisch

Am Sonntag, 24. August 2014, 16 Uhr, Reichenspergerplatz, 56068 Koblenz (Mahnmal für die Opfer des NS)

Koblenz. Am 24. August 1992 wurde der Obdachlose Frank Bönisch von einem Neonazi am Koblenzer Zentralplatz erschossen. Anlässlich des 22. Todestags veranstaltet die Initiative Kein Vergessen Koblenz eine Spurensuche an historischen Orten in der Koblenzer Innenstadt. Los geht es am Koblenzer Mahnmal für die Opfer des NS am Reichenspergerplatz. Die Spurensuche führt dann zu Gebäuden, die von Opfern des NS bewohnt wurden, aber auch zu Täterstätten wie der Folterkeller der Gestapo. Der Abschluss der Veranstaltung findet am Forum (ehemals Zentralplatz) statt. Dort ist die Gedenkplatte verlegt, die an den Mord an Frank Bönisch erinnert.

Die Initiative Kein Vergessen hat sich 2011 gegründet mit dem Ziel, den Mord an Frank Bönisch aufzuarbeiten. Seitdem finden jährlich Veranstaltungen zum Thema statt. Dabei ist es auch ein wichtiges Anliegen, auf die gesellschaftlichen Hintergründe hinzuweisen. So war der Täter kein durchgeknallter Spinner, sondern ein gut vernetzter Neonazi, der auch noch Jahre nach der Tat von der Szene im Gefängnis betreut wurde. Auch Zeit und Ort der Tat waren kein Zufall: zeitgleich fanden die rassistischen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen statt, der Zentralplatz war 1992 Treffpunkt für alternative Jugendliche, Obdachlose und Drogen-KonsumentInnen. Genau diese Gruppen hatten im Nazi-Weltbild des Täters keine Existenzberechtigung. Es ist ein Anliegen der Initiative, darauf hinzuweisen, wozu Ausgrenzung und Rassismus führen können.

Dabei ist insbesondere der subtile, alltägliche Rassismus das schleichende Gift, welches das Miteinander im Zusammenleben bedroht. Auch heute noch, auch in Koblenz.

Pressemitteilung der Initiative Kein Vergessen Koblenz

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