Stadtrat Andernach macht Weg frei für Wohnbebauung auf Kasernengelände
40 Häuser sollen entstehen
Andernach. Die Stadt wird als „Wiege der Bundeswehr“ bezeichnet - dennoch ist auch der Standort Andernach nicht von den Umstrukturierungen ausgeschlossen. Bereits vor ein paar Jahren zeichnete sich ab, dass ein Teil des Kasernengeländes verkauft wird. Der Stadtrat fasste bereits Mitte 2011 einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Schillering/Krahnenberg-Kaserne“, um die Neuordnung zu steuern. Das Ziel der Planung war die Schaffung von günstigem Wohneigentum.
Mittlerweile ist das Bieterverfahren der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die das von der Bundeswehr aufgegebene Gelände vermarktet, abgeschlossen. Den Zuschlag erhielt die Deutsche Reihenhaus AG Köln - der künftige Bauträger legte offensichtlich bereits ein detailliertes Nutzungskonzept vor, „das“, so die Ratsunterlagen, „von einer in die Umgebung eingefügten relativ dichten kostengünstigen und familiengerechten Bebauung mit Hausgruppen ausgeht“. 40 Häuser sollen an dieser Stelle entstehen (St. Thomaser Hohl, Ecke Schillering), die in drei Größen gebaut werden. Potenzielle Interessenten können auf der Internetseite des Bauträgers sicher einen Eindruck davon kriegen, was in Andernach entstehen wird.
So wie es geplant ist, sei es eine „gute Lösung“, sagte Hans-Georg Hansen (CDU), platzsparend, preislich attraktiv und damit eine „Chance für junge Familien“. Hansen regte jedoch an, die Verkehrssituation in dem Bereich zu überplanen. Dazu habe es im Ausschuss bereits eine „fruchtbare Diskussion“ gegeben. Jens Groh (SPD) nannte es ein „außerordentlich gutes Konzept“, besonders für junge Familien. Allerdings sollte die Ein- und Ausfahrt in den Schillering verbessert werden. Wie schon sein Vorredner brachte Groh einen Kreisel an der Stelle ins Gespräch. Allerdings bräuchte man dazu einen Teil des Grundstücks - und das will der Bauträger offensichtlich nicht hergeben.
Ulrike Linhsen (Grüne) sieht es als Pflicht der Kommune, für günstigen Wohnraum zu sorgen. Sie fragte allerdings, ob die Anlage auch altersgerecht gebaut werde. Egon Schäfer (FWG) sagte, ein solches Konzept kenne man bisher aus größeren Städten, die gesamte innere Erschließung des Baugebietes sei nur fußläufig. Das Thema Kreisel solle man „nochmal besprechen“.
Der Stadtrat beschloss einstimmig das Bebauungskonzept der Deutschen Reihenhaus AG als Grundlage für den Bebauungsplan zustimmend zur Kenntnis zu nehmen. Aus dem Beschlusstext: „Dabei wird eine Verbesserung der Anbindung des Schillerings an die St. Thomaser Hohl (Linksabbieger aus Richtung Zentrum) durch eine Abbiegespur oder eine Kreisverkehrslösung angestrebt.“ Die Verwaltung wurde mit einer entsprechenden Prüfung beauftragt.
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