Allgemeine Berichte | 07.12.2017

Jüngste Gemeinde in Andernach feiert im nächsten Jahr Kirchweih-Jubiläum

50 Jahre lebendige Kirche Sankt Stephan

Festlichkeiten zwischen dem 11. März und dem 8. September 2018

Gemeinsam von deutschen und französischen Architekten und Künstlern entworfen und gebaut, wurde die Kirche ein kraftvolles Symbol der Aussöhnung zwischen den beiden Völkern Frankreich und Deutschland. F. Simon

Andernach. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Bebauung im damaligen Bezirk der Pfarrei St. Albert von der Stadt Andernach stark vorangetrieben. Die Stadt breitete sich im Süden aus, so dass auch junge Familien und Heimkehrer aus der Gefangenschaft eine neue Heimat finden konnten.

Das alles führte zu einer gesteigerten Bautätigkeit der Stadt Andernach, im damaligen Pfarrgebiet der Gemeinde St. Albert. Da der Bezirk zu groß wurde und die Menschen seelsorgerischer Betreuung bedurften, errichtete der damalige Bischof Mathias Wehr mit Wirkung vom 1. Juni 1966 die Pfarrei St. Stephan. Günter Schmidt, damals Kaplan der Pfarrei St. Albert, wurde gleichzeitig zum Pfarrvikar bestellt. Er hatte den Auftrag eine Gemeinde zu gründen( 1966) und eine Kirche zu bauen.

Gemeinsam von deutschen und französischen Architekten und Künstlern entworfen und gebaut, wurde die Kirche im Süden der Stadt Andernach ein kraftvolles Symbol der Aussöhnung und des Friedens zwischen den beiden Völkern Frankreich und Deutschland. Ihren sichtbaren Ausdruck fand diese Freundschaft am 19 Juni 1966 bei der Grundsteinlegung, als ein Stein aus der alten gotischen Kathedrale St. Etienne in Toul dem Mauerwerk der neuen „St. Stephan- Kirche“ beigefügt wurde.

Am 24. März 1968 weihte der damalige Trierer Bischof Bernhard Stein die Kirche ein.

Mensch im Vordergrund

In der Gemeinde St. Stephan stand von Beginn an der Mensch im Vordergrund. „Wenn die Kirche eine Gemeinschaft von Menschen ist, die unterwegs sind zu einem Ziel, dann muss die Gemeinschaft darauf achten, dass niemand abgehängt wird oder auf der Strecke bleibt. Echte Gemeinschaft gibt es dort, wo Menschen versorgt sind, wo Kinder, Eltern, Alte, Junge, Kranke, Flüchtlinge, Aussiedler, Arbeitslose und Arme anderen Menschen helfen, wächst zweifelslos die menschliche Qualität einer Gemeinde, wird diese Gemeinde erst lebendig“, so der ehemalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Herbert Schmidt.

Aus dieser Sorge um den Menschen heraus schien Pfarrer Günter Schmidt unermüdlich zu sein. So entstanden nach der Fertigstellung der Kirche, die St. Hildegard- Kindertagesstätte (1969), 1975 wurde das Altenzentrums St. Stephan eingeweiht und 1979 die Spiel-und Lernstube eingerichtet. Von der Gemeinde St. Albert wurde der Kindergarten in der Taubentränke übernommen.

Jung und Alt wurden von Beginn an in der Gemeinde so angenommen wie sie sind, ohne Ansehen der Herkunft, der Religion und der sozialen Stellung. Hierfür steht das 1993 geschaffene Leitbild sowie Logo der Pfarrgemeinde St. Stephan „Miteinander-Füreinander“.

Zeitzeugen gesucht

Die Festlichkeiten im nächsten Jahr, die mit der Kirchweih am 11. März beginnen und sich wie ein Bogen bis zur Hasenfängerkirmes am 8. September spannen sollen, stehen unter dem Motto: „50 Jahre lebendige Kirche St. Stephan“. Es soll mit all jenen gefeiert werden, die die Kirche St. Stephan in den letzten Jahrzehnten haben lebendig werden lassen. Es werden zum einen „Zeitzeugen“ gesucht, die 1968 erste Messdiener, Kommunionkinder, Täuflinge, Brautpaare, Gruppenleiter, sowie Mitglieder in Frauengruppen waren. Aber nicht nur die ersten Akteure der Gemeinde sind aufgerufen, auch all diejenigen, die in den vergangenen 50 Jahren Gemeinde St. Stephan gelebt haben. Neben den Feierlichkeiten der Kirchweih am soll es am 28. April ein Fest der Begegnung im Pfarrzentrum geben, zu dem alle eingeladen sind.

Bilder und Geschichten erbeten

Um sowohl einen Rückblick betrachten zu können als auch lebendig in die Zukunft zu gehen, werden Bilder, Geschichten, Erinnerungen gesucht, die dem Arbeitskreis der Gemeinde ermöglichen, einen denkwürdigen Rahmen zu schaffen, um all jene Menschen zusammenführen zu können, die in den letzten Jahrzehnten Gemeinschaft gelebt haben. Der Arbeitskreis, der sich aus den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates Karl-Heinz Bromma, Nicole Klemmer-Hermann, Gertrud Hüttges, Gaby Schmitz, Bernd Schlöffel und Wolfgang Weber zusammensetzt, freut sich über jede Hilfe und Anekdote. Hierfür wenden sie sich bitte an kirchweih.stephan@gmail.com.

Gemeinsam von deutschen und französischen Architekten und Künstlern entworfen und gebaut, wurde die Kirche ein kraftvolles Symbol der Aussöhnung zwischen den beiden Völkern Frankreich und Deutschland. Foto: F. Simon

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