Liederkranz-Chorkonzert „Jauchzet dem Herrn“ in der Andernacher Christuskirche
Advent für die Sinne
Andernach. Wieder einmal war die Andernacher Christuskirche der kulturelle Ruhepol in der geschäftigen Innenstadt mit seinem heimeligen Adventsmarkt und der Lebenden Krippe. Scheinbar sehnten sich viele Besucher des Adventsmarktes nach einer Phase des Innehaltens, denn beim Chorkonzert des Liederkranzes waren die Besucherstühle sehr gut besetzt.
Der Männerchor Liederkranz führte seine Zuhörer mit Silcher’s „Hymnus“ zum Beginn einer freudenreichen und fröhlichen Zeit. Sein Chorklang wurde einfühlsam von Hanns-Jürgen Eimer am Flügel und M. Podschadly mit seiner Trompete ergänzt. Geradezu prädestiniert für einen Männerchor hörten die aufmerksamen Konzertgäste „Lobt den Herrn der Welt“ nach Henry Purcell in der Chorbearbeitung von Willy Trapp. Ebenfalls mit Flügel und Trompete harmonisch begleitet. Ein erster Höhepunkt war das Duett zwischen Chor und Trompete bei Händels „Dank sei dir Herr“.
Eine Bereicherung für das Konzert stellte der Chorklang des Frauenchores Cantabella dar. Das „Vater unser“, bekannt durch Hanne Haller, begann mit zartem einstimmigem Gesang und steigerte sich bis zur klangvollen Mehrstimmigkeit. Ebenfalls ein beeindruckendes Klangerlebnis war die Interpretation des berühmten „ABBA“-Liedes „I have a dream“.
Der Gemischte Chor „Vokal vital“ überbrachte irische Segenswünsche mit dem „Irish Blessing“ von J. Moore und die zeitgenössische Hymne „You raise me up“ von Graham/Loveland. Die Sängerinnen und Sänger interpretierten die anspruchsvolle Chorliteratur mit warmem Chorklang und viel Ausdruck.
Gleiches gilt für das Männerchor-Projekt „Klangwerk“. Vom leisen pianissimo bis zum fulminanten forte präsentierte er „Adoramus te“ von Francesco Roselli im Satz von Jakob Christ. Die Melodie stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Akustik des Kirchenraumes nutzend folgte ein geistlicher Männerchor von Mendelssohn-Bartholdy: „Beati mortui“ und die berühmte „Hymne an die Nacht“ von Beethoven.
Mit dem gewaltigen Gefangenenchor „Teure Heimat“ aus Verdi’s Oper Nabucco, gemeinsam von Klangwerk, dem Liederkranz Männerchor und Hanns-Jürgen Eimer am Flügel vorgetragen endete der erste Konzertteil.
Pfarrer Hans Werner Schlenzig stimmte mit trefflichen Worten zum adventlichen Konzertteil ein. Seine Anmerkungen zum Konzertthema „Jauchzet dem Herrn“ begannen mit der Beschreibung der Lebensumstände des Komponisten Friedrich Silcher im 19. Jahrhundert und den entsprechenden Bibelquellen. Jauchzen und Lebensfreude waren auch in der damaligen Zeit durchaus vorhanden. Zum Nachdenken und Schmunzeln kamen die Konzertbesucher, als Pfarrer Schlenzig „Weihnachten“ in die heutige Zeit verlegte und detailliert das Handling dieses Problems aus der Sicht der heutigen Gesellschaft beleuchtete.
„Senora Donna Maria“ und Bajuschki Baju“ vom Frauenchor „Cantabella“ eröffneten den Reigen der weihnachtlichen Weisen. Zur Abwechslung durften nun die Konzertbesucher singen: „Macht hoch die Tür“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ erfüllten den Kirchenraum mit Unterstützung von Flügel und Trompete. Der Gemischte Chor Vokal vital schaute mit dem Satz „Der Heiland ist geboren“ musikalisch in die Zukunft und erfreute die Zuhörer mit einem leicht verjazzten Satz von „Bald nun ist Weihnachtszeit“.
Nach einem Trompeten- und Flügelduett setzte der Liederkranz Männerchor den Schlusspunkt mit dem „Lobgesang“ von Willy Trapp, der zur Weihnachtszeit blühenden „Christrose“ und den „Weihnachtsglocken“, so wie sie sich ihr Komponist Hermann Sonnet vorstellte. Ein genussreicher Mix verschiedenster Chorklänge und mit Bedacht ausgewählter Chorliteratur endete mit dem von allen gesungenen „O du fröhliche“.
Traditionsgemäß hat die Andernacher Liederkranz-Chorfamilie allen Freunden des Chorgesangs ein Konzert geschenkt, das uneingeschränkt als gelungen bezeichnet werden muss. Den gewichtigsten Anteil daran hatte neben den Sängerinnen, Sängern, Sprechern und Instrumentalisten die Chorleiterin Chordirektorin (FDB) Barbara Nöst-Butz. Mit ihrem bedingungslosen Engagement hat sie ein imposantes Konzert geboten, das die Konzertbesucher mit lange anhaltendem Beifall würdigten.
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