Deutsch für Zuwanderer in Andernach
Alle Teilnehmer bestehen Sprachtest
Andernach. Bei der Integration von ausländischen Bürgern ist die deutsche Sprache ein elementarer Schlüssel - auch was die berufliche Zukunft anbelangt. Deshalb sind nach dem neuen Ausländerrecht Zuwanderer zur Integration und zum Nachweis entsprechender Deutschkenntnisse verpflichtet. Dieser Verpflichtung hat sich abermals in diesem Jahr eine Gruppe von 15 neuen Mitbürgern aus Andernach und den Verbandsgemeinden Pellenz und Weißenthurm bei der Volkshochschule Andernach gestellt und an einem Integrationssprachkurs am Nachmittag teilgenommen. Jetzt haben die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Integrationskurses nach dem erfolgreichen Abschluss ihre B 1 Zertifikate aus den Händen von Bürgermeister Claus Peitz und VHS-Geschäftsführer Günter von Blohn während einer Feierstunde im Historischen Rathaus erhalten.
Täglich vier Stunden Unterricht
Innerhalb von sechs Monaten erlernten die Teilnehmer bei täglich vier Unterrichtsstunden am Nachmittag die deutsche Sprache in Wort und Schrift. Nach dem Sprachkurs erhielten die Migrantinnen und Migranten in einem sich nahtlos anschließenden Orientierungskurs Einblicke in das politische, soziale und rechtsstaatliche System der Bundesrepublik Deutschland, wobei auch Grundlagen der deutschen Geschichte und Kultur vermittelt wurden. Schließlich haben sich die neuen Mitbürger nach intensiver Sprachschulung der Abschlussprüfung für das Zertifikat Deutsch für Zuwanderer (DTZ) unterzogen. Alle 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreichten bei dieser Zertifikatsprüfung auf Anhieb das Sprachniveau B 1, wodurch die Absolventen die erworbene sprachliche Handlungsfähigkeit in Deutsch dokumentieren und somit auch den bedeutsamen Schritt zur Integration nach außen gemacht haben, insbesondere für eine erfolgversprechende Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
Gratulation
Bürgermeister Peitz gratulierte den Absolventen zu ihren hervorragenden Leistungen mit einem kleinen Erinnerungsgeschenk und wünschte ihnen weiterhin den viel Erfolg bei der Ausgestaltung ihres Lebens in der neuen Heimat. Dabei überbrachte der Bürgermeister auch Glückwünsche von Lothar Kaspers, dem zuständigen Regionalkoordinator bei der Außenstelle Trier des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Im Anschluss beglückwünschte auch Markus Ohlig als Koordinator beim Jobcenter Mayen-Koblenz die Absolventen zu ihren eindrucksvollen Erfolgen und ihnen alles Gute für die Zukunft. Abschließend dankte der Leiter der Volkshochschule Andernach den Dozentinnen Marita Naumiuk und Lilli Schmidt mit Blumen für die lebendige und sehr erfolgreiche Gestaltung des Unterrichts wie auch Jasna Vujinovic für das große Engagement bei der Integrationsbegleitung der Teilnehmer. Auch schloss Bürgermeister Peitz die zuständigen Ansprechpartner bei den Migrationserstberatungsstellen, der AWO Rheinland sowie dem Caritasverband Koblenz für die darüber hinausgehende sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer während des Integrationskursbesuchs in seine Dankesworte ein.
Projekt „sprechen und arbeiten“
Seit März 2007 bieten das Jobcenter Mayen-Koblenz und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) das besondere Projekt an: Unter dem Motto „sprechen und arbeiten“ wird arbeitslosen Zuwanderern vormittags nicht nur die Sprache ihrer neuen Heimat, sondern auch deren Kultur näher gebracht. Nachmittags werden die Teilnehmer, sofern möglich, in so genannten Arbeitsgelegenheiten (AGHs) beschäftigt. Grund für dieses bundesweit beispielhafte Kooperationsprojekt, an welchem in Andernach neben den oben genannten Initiatoren die Volkshochschule Andernach als Sprachkursträger, die Perspektive gGmbH als Beschäftigungsgesellschaft sowie die Integrationsbegleiterin Jasna Vujinovic beteiligt sind, ist die Erkenntnis, dass Menschen, die kaum Deutsch sprechen, auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chancen haben. Aufgrund der weiterhin starken Nachfrage werden auch zum Ende dieses Jahres weitere Integrationssprachkurse am Vormittag, aber auch am Nachmittag bei der Volkshochschule Andernach anlaufen.
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Andernach
