Allgemeine Berichte | 18.08.2026, 12:18 Uhr

Nistkästen schützen die Natur

Andernach: NABU und Bürgerinitiative bauen Nistkästen für Vögel und Siebenschläfer

Ein Kinderwunsch.
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Andernach. Am Samstag, 15. August 2026, führte der NABU-Osteifel eine Nistkasten-Bastelaktion für Kinder auf dem Spielplatz an der Von-Bodelschwingh-Straße/Friedlandstraße durch.

Der NABU-Osteifel hatte Bohrer, Sägen, Zangen, Hämmer und Farben ausgepackt und war bereits mit den Kindern beim Basteln, als Vertreterinnen und Vertreter unserer Bürgerinitiative mit ihren Kindern und Enkeln zum Spielen auf den Spielplatz kamen.

Aus der Begegnung wurde schnell eine gemeinsame Mitmach-Aktion:

Mit großem Eifer bauten die Mädchen und Jungen zusammen mit den Erwachsenen nützliche Unterkünfte für Vögel, Siebenschläfer, Ohrenkneifer und Marienkäfer. Die fertigen Nistkästen und bunten Tontöpfe wurden anschließend in der Randbewachsung und über eine lange Leiter hoch oben in den Kronen der alten Ahornbäume angebracht.

So wurde aus der Begegnung ein gemeinsames Zeichen für den Erhalt des Spielplatzes, was diesen Tag so besonders macht.

Für die Bürgerinitiative war dieser Tag mehr als nur eine schöne Aktion. Er hat vor Ort sichtbar gemacht, worum es geht: Der Spielplatz mit seinen alten, tief verwurzelten Bäumen soll nach aktuellen Plänen in einem bereits dicht besiedelten Gebiet, in dem rund 200 Wohnungen ohne eigene Gärten liegen, einer geringen Zahl von Wohnungen und Stellplätzen weichen. Genau diese Bäume aber sind es, die jetzt schon als Zuhause für Vögel, Siebenschläfer und Insekten dienen – und die an Hitzetagen Schatten, Kühlung und befeuchtete Luft spenden.

„Wir sagen ganz klar: Wohnraum wird dringend gebraucht, keine Frage. Aber der Erhalt dieses Spielplatzes mit seinem alten Baumbestand und der Bau neuer Wohnungen schließen sich nicht zwangsläufig aus“, betont ein Sprecher der Bürgerinitiative. „Gerade in Zeiten des Klimawandels und angesichts der extremen Hitzewellen im Sommer 2026 muss der Wohnungsbau aus ökologischen Gründen konsequent auf bereits versiegelten Flächen erfolgen, anstatt grüne Oasen und schattenspendende Rückzugsorte im Quartier zu vernichten. Was am Samstag entstanden ist, darf nicht der Säge zum Opfer fallen. Wir wünschen uns nichts mehr, als dass die neuen Vogelwohnungen im Frühling erfolgreich bezogen werden, dass die alten Ahornbäume stehen bleiben und dass auch künftige Kindergenerationen hier noch spielen, klettern und die Natur entdecken können.“

Der Samstag hat gezeigt, dass das Klimaschutzkonzept der Stadt Andernach genau dort schon funktioniert, wo man es kaum erwartet: Auf einem ganz gewöhnlichen Spielplatz, dessen alte, vitale Bäume Sauerstoff liefern, das Mikroklima verbessern und in Zeiten immer neuer Hitzerekorde zum Zufluchtsort für gestresste Anwohnerinnen und Anwohner werden.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative danken dem NABU-Osteifel für sein Engagement und die spontane, unkomplizierte Zusammenarbeit vor Ort – und vor allem den vielen kleinen und großen Kindern, die mit so viel Begeisterung, Geschick und Sachverstand mit gebaut haben. Solche Tage zeigen: Für den Erhalt unseres Spielplatzes lohnt es sich weiterzukämpfen.

Die Bürgerinitiative ist sich einig: „Wir bleiben dran.“

Michael Klemmer

Neu geschaffener Wohnraum

Neu geschaffener Wohnraum Foto: Privat

Engagierte Naturschützer

Engagierte Naturschützer Foto: Privat

Danke für die Hilfe

Danke für die Hilfe Foto: Privat

Ein Kinderwunsch. Foto: Privat

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