Allgemeine Berichte | 07.06.2015

Beitrag zum Hafenfest im Offenen Kanal zu sehen

Andernacher Hafen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken

Im Offenen Kanal Andernach ist ein Beitrag zum Hafenfest zu sehen.privat

Andernach. Bei Ausgrabungen auf dem Gelände der ehemaligen Malzfabrik, die zwischen dem Alten Krahnen und dem Bollwerk lag, wurden Beweise für einen Hafen aus der rund 500 Jahre andauernden römischen Herrschaft in Andernach gefunden.

Heimische Rohstoffe, Möbel, Salz und Öl wurden ausgeführt, andere Güter für die Versorgung der Umgebung angelandet. Auch nach der Übernahme Andernachs durch die Franken um 450 n. Chr. verlor der Umschlagplatz Andernach nicht an Bedeutung. Im achten Jahrhundert wurden immer mehr Basaltmühlsteine und Töpferwaren aus dem Mayener Raum verschifft. Im elften Jahrhundert wird der Hafen erstmals als „portus“ bezeichnet und 1147 der Andernacher Rheinzoll erwähnt. 1559 wurde der Alte Krahnen fertiggestellt, der die bis dahin verwendeten Schwimmkräne ablöste. Im 19. Jahrhundert erlangte der Hafen immer größere Bedeutung für die Verschiffung der vulkanischen Baustoffe. 1879 wurde er an die Linke Rheinstrecke angeschlossen. Da der bisherige Umschlagplatz zwischen dem Alten Krahnen und dem Bollwerk nicht mehr ausreichte, wurde 1905 beschlossen, eine Rheinwerft von 650 Metern Länge oberhalb des Bollwerks zu bauen. Dieser Stromhafen wurde 1910 fertiggestellt. Er hatte einen Gleisanschluss und drei Elektrokräne. Schon 1917 gab es den Plan zum Bau eines 1.000 Meter langen Hafenbeckens oberhalb der Rheinwerft. Nach 1949 wurden, bedingt durch die starke Nachfrage nach Baustoffen, leistungsfähige Bandanlagen, Kräne und Stahlhochsilos im Hafenbereich errichtet. Seit 1970 ist das Hafenbecken in Betrieb. Der Stromhafen wurde 1910 eingerichtet. Er dient hauptsächlich zum Umschlag von Baustoffen wie Bims und Lavalit und von Getreide. Dafür stehen Bandverladeanlagen und drei Kräne (fünf, sechs und achtTonnen) zur Verfügung. Empfindliche Güter können in verschiedenen Lagerhallen aufbewahrt werden, für die Getreideverladung gibt es ein Getreidesilo. Schüttgüter werden auf der befestigten Uferanlage gelagert. 500 Meter des Hafens verfügen über einen Gleisanschluss zur Linken Rheinstrecke. Die Hafeneinfahrt liegt bei Kilometer 611,7 und ist 80 Meter breit. 2009/2010 wurde das Becken vergrößert und hat nun eine Länge von 650 Metern und 90 Meter Breite. 1.170 Meter sind mit Spundwänden befestigt, im Bereich der Mineralölverladung ist eine schräge Böschung, die Schiffe werden dort an Dalben festgemacht. Die Südseite dient dem Containerumschlag, die Nordseite der Baustoff- und Mineralölverladung. Das Tanklager hat eine Kapazität von 25.000 Kubikmetern. Dort wurden 2010 rund 500.000 Tonnen Mineralölprodukte für verschiedene Gesellschaften gelöscht. Für den Baustoffumschlag stehen zwei Wippkräne (15 und 45 Tonnen) zur Verfügung.

Auf der Südseite befindet sich das 48.000 Quadratmeter große Containerterminal, das für trimodalen Verkehr eingerichtet ist. Für die Containerverladung stehen zwei Containerbrücken mit 45 und 50 Tonnen Nutzlast sowie eine überdachte Ladebrücke für empfindliche Güter des Werks Rasselstein (Coils), zwei kleinere Ladebrücken (32 und sechs Tonnen) und ein Wippkran mit 45 Tonnen Tragkraft zur Verfügung. Des Weiteren gibt es noch drei 45-Tonnen-Reach-Stacker, Gabelstapler und einen 45-Tonnen-Wippkran. Auf den Freiflächen können bis zu 4.000 Container gelagert werden. Der Gleisanschluss hat eine Länge von 750 Metern. Im gesamten Hafengelände verteilt stehen verschließbare Stahlhochsilos, in denen rund 6.000 Kubikmeter nässeempfindliche Schüttgüter gelagert werden können. Seit November 2010 verkehrt zwischen dem Hafen und Antwerpen ein Containerzug. In den ersten beiden Monaten wurden 430 Waggons abgefertigt. Im ersten Halbjahr 2011 wurden insgesamt 1.200 Güterwagen be- und entladen. Heute ist der Rheinhafen mit seinem Jahresumschlag von knapp drei Millionen Tonnen einer der größten Häfen am Mittelrhein.

Ende Mai wurde das Hafenfest von Bürgermeister Klaus Peitz eröffnet. Roger Lewentz, Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, ging in seiner Rede auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes Rheinland-Pfalz ein. Dr. Alexander Saftig, Landrat des Landkreises Mayen-Koblenz, hob die Bedeutung des Andernacher Rheinhafens für die Wirtschaft im Landkreis hervor. Zu sehen ist die Aufzeichnung von Otto Kaiser mit dem Titel „Hafenfest im Rheinhafen Andernach“ im Programm des Offenen Kanal Andernach.

Im Offenen Kanal Andernach ist ein Beitrag zum Hafenfest zu sehen.Foto: privat

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