Gedenkveranstaltung in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach
Andernacher gedenken der Opfer des „Euthanasie-Programms“
Am Samstag, den 27. Januar
Andernach. An vielen Orten in Europa und der Welt wird am Samstag, 27. Januar, dem Tag, an dem das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde, der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Auch in Andernach sind die Menschen 73 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs aufgerufen, ein Bekenntnis gegen das Vergessen abzugeben. Möglich ist dies bei der Gedenkveranstaltung in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach (RMF), bei der Menschen im Vordergrund stehen, die Opfer des sogenannten „Euthanasie-Programms“ wurden. Während dieses perfiden und stabsmäßig geplanten Massenmordes wurden Hunderte Patienten und Bewohner der RMF heimlich in Vernichtungslager gebracht und dort getötet. Ab 14 Uhr wird der Ärztliche Direktor, Dr. Stefan Elsner, im ökumenischen Gottesdienst in der Klinikkirche St. Thomas an das Ende des Nürnberger Ärzteprozesses erinnern.
Nach dem Gottesdienst steht ein Bus bereit, um die Besucher zum Spiegelcontainer in die Andernacher Innenstadt zu fahren. Dort werden das Direktorium der Klinik, Kommunalpolitiker der Stadt Andernach und der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener etwa um 15 Uhr Kränze niederlegen. Um 19 Uhr des gleichen Tages beginnt in der Christuskirche in Andernach (direkt neben dem Spiegelcontainer) ein Gedenkkonzert mit dem Titel „Erstickte Stimmen“, in dem Werke von Komponisten aufgeführt werden, die im Nationalsozialismus geächtet waren. Der Eintritt ist frei.
Pressemitteilung
des Landeskrankenhauses
