Schachverein Runder Turm Andernach e.V.
Auch in Schweich erfolgreich
Andernach. Kürzlich musste die Mannschaft des Andernacher Schachvereins zur fälligen 4. Runde in der Rheinlandliga auswärts beim SC Schweich antreten. Als die Mannschaftsaufstellungen bekannt gegeben wurden, gab es für die Andernacher gleich eine angenehme Überraschung. Wegen Terminüberschneidungen mussten die Schweicher auf ihre beiden besten Spieler, ihre luxemburgischen Legionäre, verzichten und so ersatzgeschwächt antreten, was dann vor allem an den vorderen Brettern im Spielverlauf deutlich zu erkennen war. Nach bereits einer Stunde gab es die 1:0-Führung für die Andernacher. Hans Schmitz gewann durch eine Falle noch in der Eröffnungsphase eine Figur und schnell die Partie. Nach zwei Stunden stand es 2:0. Dieter Puth konnte an Brett eins durch ein Läuferopfer die gegnerische Königsstellung aufbrechen. Da sein junger Gegner die einzig mögliche Verteidigung nicht fand, gewann er im direkten Königsangriff. Kurz darauf ging auch an Brett drei die Partie zu Ungunsten des Schweicher Spielers aus. Aufgrund ungewöhnlicher Eröffnungsbehandlung geriet er gegen Helmut Freise schnell in eine beengte Stellung, aus der er sich vergeblich mit einem Verzweiflungsopfer zu befreien versuchte. Es folgte ein Remis an Brett sieben, Harald Zettler bot vier es aufgrund bereits hohen Zeitverbrauchs in etwas besserer Position an. Leider gingen darauf die Partien an fünf und sechs verloren; Chris Mercer geriet schon früh in positionellen Nachteil, der schließlich die Partie kostete. Wolfgang Steger dagegen spielte eine kampfbetonte interessante Partie, in der er im Endspiel sogar hätte gewinnen können, statt den zwangsläufigen Übergang in ein gewonnenes Bauernendspiel zu wählen, unterlief ihm ein dicker Fehler. Mehr verdientes Glück im Endspiel hatte an Brett zwei Lars Eschke, in einer schwer umkämpften inhaltsreichen Positionspartie mit Abwicklung in eine seltene Endspielkonstellation fand sein Gegner nicht den möglicherweise rettenden richtigen Weg. Den Endstand von 5,5 zu 2,5 Brettpunkten führte dann Franz Nachtsheim an Brett vier herbei, der gewohnt sicher spielend mit den schwarzen Steinen langsam, aber sicher seinen Gegner überspielte und sein Turmendspiel zum Sieg führen konnte. In der nächsten Runde erwartet der Andernacher Schachverein den wohl noch schwersten Gegner, die Mannschaft aus Hermeskeil. Sollte hier wieder ein Sieg gelingen, dürfte bereits eine Vorentscheidung gefallen und der angestrebte Wiederaufstieg nahe sein.
