Allgemeine Berichte | 03.03.2018

Seniorenkreis der Kolpingsfamilie Andernach

Auf den Spuren Jesu durchs Heilige Land

Vortrag über eine Pilgerreise nach Israel – Pfarreiengemeinschaft war der Organisator

Auf dem Jesus Trail durchs Taubental.  privat

Andernach. Vor einem Jahr hatte sich die Pfarreiengemeinschaft Andernach vor unter Leitung ihres Pastors Stefan Dumont mit 45 Teilnehmern zu einer Pilgerreise ins Heilige Land aufgemacht. Über diese Reise berichtete Josef Nonn in seinem Vortrag beim Seniorenkreis mit zahlreichen Bildern. Nachts um drei ist die Welt noch in Ordnung: Bus bis Frankfurt – Flug nach Tel Aviv – akribische Kontrollen an den Terminals. Nach vierstündigem Bustransfer in den südlichsten Zipfel von Israel, vorbei an Dimona, der Partnerstadt in der Negev-Wüste, Ankunft in Eilat, dem Badeort Israels schlechthin am Vierländereck.

Drei Tage in Jordanien

Der nächste Tag verspricht heiteres Sonnenwetter: Grenzübergang Israel-Jordanien. Auf acht Jeeps war eine Wüstensafari im Wadi Ram angesagt, einer hügeligen Sandlandschaft mit grandiosen Ausblicken. In einem Seitental wurde ein Wortgottesdienst gefeiert. Mittags waren Beduinen in einer Zeltstadt Gastgeber: Es gab ein Büffet mit Hummus, Reis, Gemüsen, Huhn, süßen Nachtischen und heißem Tee. Wadi Musa ist Ausgangsort für die Expedition durch die Felsenschlucht nach Petra, der Hauptstadt des Reiches der Nabatäer in der Antike. Ein neun Kilometer langer Fußweg durch enge Felsformationen mit Zugang in die Ruinenstadt, das Tal öffnete sich, und das Schatzhaus des Pharao tauchte auf, ein Grabtempel. Etwa 800 Baudenkmäler mit nabatäischen, griechischen und römischen Einflüssen sind in und um Petra erhalten geblieben. Die Fassaden wurden unmittelbar aus dem stehenden Fels gemeißelt. Übernachtung am Toten Meer rd. 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Um 6 Uhr früh ein Bad im Toten Meer. Die hohe Salzkonzentration trägt den Badenden. Über den Berg Nebo, auf dem der Herr Mose das Land zeigte, das er Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat, erreichte die Gruppe die Taufstelle Jesu am Jordan. Nachmittags ging es mit dem Bus hinauf nach Jerusalem. Der Blick vom Ölberg auf den Tempelberg und die Skyline bei untergehender Sonne ist ergreifend.

Jerusalem, du Schöne …

Jerusalem ist ein Schmelztiegel aller Religionen und Bewohner. Vormittags wurden der Tempelberg und die Klagemauer unter strengen Sicherheitskontrollen besichtigt. Die starke Präsenz der Sicherheitskräfte (Militär, Polizei, palästinensische Kräfte) ist an allen Orten zu spüren, Abschreckung aber auch Schutz zugleich. Der Felsendom und die Al-Aksa-Moscheeauf dem Plateau bilden die Dominanten. In der Grabeskirche nahe dem Quartier der Gruppe im Lutheranischen Gästehaus wurde eine Auferstehungsmesse gefeiert. Die Basare der Altstadt (Suks) sind mit ihren vielfältigen Angeboten, ob Kleidung, Nahrung oder Gewürze, eine Augenweide und Sinneserlebnis. Mit einer Lichterfahrt endet der Tag.

Bethlehem im Palästinensergebiet, von Jerusalem durch eine acht Meter hohe Mauer getrennt, war das nächste Ziel. Nach der Geburtskirche wurde auf den Hirtenfeldern ein Weihnachtsgottesdienst gefeiert. Abends stand ein Vortrag von Marc Frings aus Plaidt an, dem Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah. Seine Sicht zur aktuellen Situation war beeindruckend und stimmte sehr nachdenklich. Per pedes ging es morgens vom Ölberg über den jüdischen Friedhof gegenüber dem Tempelberg und vorbei an der Kirche Dominus flevit („Der Herr weint“) hinab ins Kidrontal mit dem Garten Gethsemane und der Kirche der Nationen, allesamt Stationen der Tage Jesu vor seinem Tod. Durch das Löwentor in die Altstadt: Die St.-Anna-Kirche könnte der Ort sein, an dem das Elternhaus Mariens gestanden hat.

Neben der Kreuzfahrerkirche befindet sich der Teich Bethesda. Am Nachmittag geht es zum Berg Zion mit der Dormitio-Abtei, einem Benediktinerkloster mit Pater Simeon aus Mayen, der begrüßte und durch die Abtei führte.

Das Obergemach, der Abendmahlsaal, liegt in unmittelbarer Nähe des Klosters und wird ebenfalls besichtigt. Jetzt heißt es Abschied nehmen von Jerusalem.

Tabgha ist die letzte Station

Entlang der Wüste fährt der Bus nach Jericho, der ältesten Stadt der Welt mit Zwischenstopps an Aussichtspunkten, an denen Beduinen ihre Waren anpreisen. Imposant das Kloster St. Georg, das wie an eine Steilwand „angeflanscht“ wirkt. Vom Mount Arbel steht ein Fußweg auf dem Jesus-Trail durch das Wadi Hamam, das Taubental bis zum See Genezareth an und Tabgha mit seinem Pilgerhaus wird erreicht.

So wird das Evangelium lebendig. In Tabgha befinden sich die Brotvermehrungskirche, die Primatskapelle, Reste der Kapelle der Seligkeiten und der Berg der Seligpreisungen. In Kafarnaum gibt es den Petersfisch, der köstlich mundet. Mehrere Jünger Jesu stammen von hier: die Brüderpaare Simon Petrus und Andreas sowie Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, außerdem der Zöllner Levi, genannt Matthäus. Ein Bad im See ist obligatorisch. Magdala mit seinen Ausgrabungen und Kana (das Weinwunder) schließen sich am kommenden Tag an. Nazareth mit der Verkündigungsbasilika dort, wo der Erzengel Gabriel Maria die Geburt des Erlösers verkündet hat, beschließt diesen Tag. Die Golanhöhen, die Jordanquellen und eine Wanderung entlang des Jordans runden die Pilgerfahrt ab. Ein beeindruckender Abschlussgottesdienst am Ufer des See Genezareth und der Ausklang am Abend mit einer „Modenschau“ der erstandenen Kleider und Tücher leiten schon über auf die Rückreise, die am Flughafen in Tel Aviv in die letzte Phase geht.

Auf dem Jesus Trail durchs Taubental. Foto: privat

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