Sommerausflug der St. Martin-Nachbarschaft ging nach Bochum
Auf den Spuren des Universums
Bochum. Bei sommerlichem Wetter und angenehmen Temperaturen starteten die knapp 50 Nachbarinnen und Nachbarn im voll besetzten Bus gut gelaunt Richtung Ruhrgebiet mit dem Ziel Bochum. Während der Fahrt erhielten sie durch den Amtmann Hans-Jochen Annuß und den Schöffen Klaus Meyer interessante Informationen über das Ruhrgebiet, die Kulturhauptstadt Europas 2010, und die Stadt Bochum. So verlief die Fahrt recht kurzweilig und schnell war man am ersten Ziel, dem Bergbaumuseum, angelangt. Sachkundige Führerinnen erläuterten bei der Grubenfahrt in das Anschauungsbergwerk unter Tage die vielen Originalmaschinen und die schweren Arbeitsbedingungen der Bergleute über die Jahrhunderte. Die Fahrt in die Tiefe wurde mit einem Seilfahrtsimulator mit einer virtuellen Grubenfahrt in 1.200 Meter Tiefe gestartet, einer Illusionstechnik, die die Nachbarn aus dem Geysir-Informationszentrum in Andernach kennen. Danach wurde das Fördergerüst der Zeche „Germania“ mit einem schönen Rundblick über Bochum und das Ruhrgebiet bei klarer Sicht befahren.
Leider blieb nur wenig Zeit für den Rundgang durch die Ausstellungsbereiche Bergbautechnik, Geologie und Kunst und Kultur, weil schon die nächste Attraktion auf die Nachbarn wartete: das Planetarium. In einer einstündigen Show, produziert zum 50-jährigen Jubiläum des Bochumer Planetariums - nicht zu verwechseln mit der ebenso bekannten Sternwarte - wurden die Besucher auf eine Reise voller atemberaubender Bilder durch das Universum auf den Spuren ihrer Entdecker mitgenommen. Schon die Vorfahren der Menschen blickten zum prächtigen Sternenhimmel und beobachteten dabei immer wieder Veränderungen im Lauf der Gestirne und fragten nach den Gründen dafür. Zu Beginn der Neuzeit war die Zeit reif für eine Revolution: Die Erde rückte aus dem Zentrum des Kosmos und wurde zu einem Planeten unter vielen anderen. Und auch die Sonne entpuppte sich als Stern unter Sternen, der nicht ewig existieren wird. Selbst die Milchstraße ist eine Galaxie unter vielen, ein kleiner Teil des Universums, das vor fast 14 Milliarden Jahren seinen Anfang nahm. Und so wurden die Nachbarn nach der Show mit der Frage entlassen: Ist dieses Universum das einzige, was es gibt? Mit diesen zahlreichen Informationen versorgt und teilweise auch verwirrt, wurde dann bei Hattingen ein Landgasthaus mit einem wunderschönen Ambiente und einer großzügigen Außenanlage angefahren, um zunächst den Kaffeedurst zu stillen. Danach gab es ein stärkendes Abendessen, das von Bier und Wein entsprechend begleitet wurde. So ging es danach fröhlich und in guter Stimmung auf den Rückweg nach Andernach.
Eine perfekte Planung und Durchführung hat diese Fahrt wieder zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Und so dankte Amtmann Hans-Jochen Annuß dem Vorbereitungsteam, dem Ehepaar Meyer-Gross, unter großem Beifall der Mitreisenden für den schönen und erlebnisreichen Tag.
