Eifelverein Ortsgruppe Andernach
Auf einer Buswanderfahrt nach Oberwesel
Andernach. Zu einer fantastischen Wanderung in die Stadt der Türme und des Weines, nach Oberwesel, und das bei strahlendem Sonnenschein, hatten die beiden Wanderführer Horst Hecker und Gerhard Israel vom Eifelverein Andernach eingeladen. Über 50 Wanderfreunde nahmen diese Einladung an, darunter auch wieder gern gesehene Gastwanderer. Die Fahrt ging ins obere Mittelrheintal nach St. Goar, das Gründelbachtal hoch nach Urbar. Los ging es ab dem Wasserturm in Andernach nach Utzenhain und von dort weiter nach Urbar. Versüßt wurde die Anreise mit einer Tafel Schokolade, die Christel Dickhardt anlässlich ihres Geburtstages jedem Wanderfreund spendiert hatte. In Urbar angekommen, wurde zum Aussichtspunkt „Maria Ruh“ gewandert. Von hier bot sich den Wanderern eine grandioser Blick in das herrliche Rheintal und vis a vis auf die Loreley. Die Kurzwanderer blieben noch eine lange Zeit an diesem schönen Ort, von wo sie dann nach Oberwesel fuhren und die andere Gruppe machte sich unter Leitung der beiden Wanderführer auf die rund zehn Kilometer lange Wanderroute.
Einmalig schön
Der Rhein-Burgen-Weg nach Oberwesel ist eine einmalige schöne Strecke mit tollen Ausblicken ins Tal und mit einer wunderschönen Landschaft rundum. Eine kurze Rast wurde bei der „Schutzhütte“ Kammereck und am „Günderodehaus“ eingelegt. Kurze Anmerkung: Das „Günderodehaus“ Filmhaus von „Heimat 3“ (Hunsrücksaga) bietet einen der schönsten Ausblicke auf Oberwesel mit den Türmen der historischen Altstadt. Vor über 200 Jahren soll hier die die berühmte Dichterin Carolin von Günderode (1780-1806) gelebt und geliebt haben.
Sieben schöne Schwestern
Belohnt wurden die Wanderfreunde (dank des Niedrigwasser des Rheins) mit der Aussicht zum „Sieben Jungfrauen Blick“. Kleine und kurze Erklärung hierzu: Auf der Schönburg in Oberwesel residierten einst sieben schöne Schwestern. Sie waren für ihre Schönheit weit übers Land bekannt. Aber sie trieben es mit den zahlreichen Edelmännern soweit, dass diese drohten, die Burg solange zu belagern, bis sich die Jungfrauen jeweils für einen Bewerber entschieden. Unter Druck stimmten die Frauen zu und den Edelmännern wurden Lose angeboten, was den Unmut der vielen Verlierer erhöhte. Am nächsten Tag fanden die Männer dann beim „Einlösen“ nur verkleidete Strohpuppen vor und die sieben Jungfrauen vergnügten sich derweil auf einem Schiff auf dem Rhein. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel und eine hohe Welle riss sie in die Fluten. Als der Himmel aufklarte, konnten die Männer sehen, wie sich sieben Felsen aus dem Rhein erhoben. Diese hießen fortan: „Die sieben Jungfrauen“. Weiter verlief diese schöne Wandertour durch die blühenden Weinberge nach Oberwesel bis zum Steingassenturm und von dort einen Teil über die historische Stadtmauer bis zur Ortsmitte.
Gelungener Abschluss
Aber Horst Hecker und Gabriel Israel hatten für die Wanderer dank ihrer guten Vorarbeit ein weiteres Highlight im Programm. Die Einkehr in die Straußwirtschaft von Familie Schmelz in Oberwesel war der gelungene Abschluss für diesen Tag. Bei guter Hausmannskost, einem guten Glas Wein und mit netten Gesprächen untereinander, klang dieser wirklich schöne Tag unter dem Dach der über 80 Jahre alten Reben im Innenhof aus. Alle waren begeistert von dieser einzigartigen Wanderung und Helga Bourquain brachte dies wieder mit einigen kleinen Reimen im Bus auf der Heimfahrt auf den Punkt und bekam auch den verdienten Applaus dafür.
Noch ein Hinweis:
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Eifelverein Andernach viel Wert darauf legt, dass zu den einzelnen Wanderungen (mittwochs oder sonntags) auch gerne Gästewanderer eingeladen sind. Weitere Informationen gibt es beim Vorsitzen des Vereins Gabriel Riehl unter Tel. (0 26 31) 7 68 39 oder (01 60) 5 15 54 59.
